<img height="1" width="1" style="display:none;" alt="" src="https://dc.ads.linkedin.com/collect/?pid=1007900&amp;fmt=gif">
de | en
Search:

LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 13-Sep-2018

6 Schritte: Wie eine Marktinnovation gelingt

 

Wenn Sie in Ihrer Branche auf Wachstumsgrenzen stoßen oder sich einem ruinösen Wettbewerb gegenübersehen, dann sollten Sie sich nach Alternativen für Ihr bisheriges Betätigungsfeld umsehen. Ihre Produkte, Ihr Service oder Ihre Technologien könnten nämlich auch in Branchen von Nutzen sein, in denen Sie bisher nicht tätig waren. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, wie Sie mit einer Marktinnovation neue Kunden, Partner und Absatzmärkte gewinnen können, ohne etwas Neues erfinden zu müssen.

Wenn Sie an den Begriff Innovation denken, verbinden Sie damit meist ein neues Produkt. Es gibt allerdings noch viele weitere Formen von Innovationen. Die Marktinnovation ist eine davon. Dabei versuchen Sie, die Technologien, die Sie bereits einsetzen, auf neue Anwendungsfelder zu transferieren.

Der Begriff Marktinnovation hat allerdings keine geographische Dimension. Er meint dezidiert nicht die Erschließung von neuen regionalen Märkten. Vielmehr versuchen Sie mit einer Marktinnovation mit Ihrem bestehenden Know-how in Branchen vorzudringen, in denen Sie bisher noch nicht tätig waren. Die Maßnahmen dafür unterscheiden sich sehr stark von denen, mit denen Sie eine Expansion in neue Regionen durchführen.

Produktfolder LEAD Transfer

 

In sechs Schritten bis zum Go - oder No-Go.

Im Wesentlichen sind es sechs Schritte, mit denen Sie eine Marktinnovation durchführen können:

 

1) Was kann Ihre Firma wirklich?

Am Anfang ist es wichtig, sich ein genaues Bild über das eigene Portfolio und die Technologien zu machen. Dabei ist es hilfreich, wenn Sie die Funktion, den Nutzen und die Eigenschaften Ihrer Produkte abstrahieren. Mit dieser Abstraktion auf ganz grundsätzliche Funktionen Ihrer Produkte, verlassen Sie gedanklich ganz automatisch das Branchensilo, in dem Ihre Firma agiert. Sie sollten sich bei diesem Schritt auch Hilfe von Außen holen. Denn externe Experten entdecken für Ihre Produkte, Ihre Technologien und Ihr Know-how möglicherweise völlig neue Anwendungsfelder. Deshalb, weil externe Partner nicht so stark auf bisher genutzte Verwendungsmöglichkeiten fixiert sind, wie Sie und Ihre Mitarbeiter.

 

 2) Welche Branchen benötigen Ihr Können?

Die Liste Ihrer Kompetenzen bzw. der Grundfunktionen Ihrer Produkte lassen sich nun mit der LEAD Transfer Datenbank abgleichen. Diese interne Kompetenzdatenbank hat das Unternehmen LEAD Innovation mithilfe der wissenschaftlichen Methode „Technological Competence Leveraging“ entwickelt. Die Datenbank hilft, Branchen zu finden, in denen ganz konkrete Kompetenzen benötigt werden. Sie basiert auf dem Global Industry Classification Standard (GICS) und enthält Informationen, wie etwa technische Prozesse, Produkte mit ihren relevantesten Eigenschaften, Kundennutzen, die Firmen generieren oder generieren sollten oder auch Vertriebs- und Logistikprozesse. Dieser Abgleich zeigt Ihnen, welche Branchen grundsätzlich jene Kompetenzen nutzen und nachfragen, über die auch Ihr Betrieb verfügt.

 

3) Welche Engagements können sich rechnen?

Wenn Sie verschiedene Branchen gefunden haben, in denen Ihre Kompetenzen relevant sind, dann sollten Sie prüfen, in welchem sich ein Engagement auch wirtschaftlich rechnet. Dieser Schritt umfasst nicht nur eine Marktanalyse hinsichtlich Größe, Wettbewerbern, Eintrittsbarrieren und Kunden. Eine groß angelegte Telefonrecherche innerhalb der relevanten Branchen zeigt, ob die Kompetenzen nicht nur gegenwärtige, sondern auch zukünftige Bedürfnisse abdecken könnten.

 

4) Welche Rolle könnte Ihr Unternehmen in einer neuen Branche übernehmen?

Sobald Sie Branchen entdeckt haben, bei denen sich ein Engagement auch wirtschaftlich rechnet, sollten Sie sich mit einem konkreten Eintrittsszenario befassen. Was passiert, wenn Sie mit Ihren Produkten bzw. Technologien auf diesem Markt auftreten? Wie würden Ihre potenziellen Wettbewerber reagieren, die Produkte mit ähnlichen Grundfunktionen, aber anderen Technologie verwenden? Mit welchen Unternehmen könnten Sie zusammenarbeiten? Welchen Platz würde Ihr Unternehmen in der Wertschöpfungskette einnehmen? Welche für Sie und Ihre Technologie relevanten Trends zeichnen sich in der jeweiligen Branche ab? In dieser Phase überlegen Sie sich auch, wen Sie kontaktieren, um all diese Fragestellungen zu erörtern. Oder mit welchen Partnern Sie den Markteintritt gemeinsam wagen wollen.

 

5) Welche Chancen und Risiken ergeben sich konkret?

Nun führen Sie konkrete Gespräch mit Branchenvertretern, Early Adopters und potenziellen Partnern, und erörtern gemeinsam Ihre Pläne. Aus diesen Gesprächen ergeben sich Chancen und Risiken für einen möglichen Markteintritt. Sie finden dabei heraus, ob die Probleme, die Ihre Technologie in der konkreten Branche löst, auch tatsächlich relevant sind. Diese Gespräche helfen Ihnen auch bei der Entscheidung, ob Sie den Markteintritt alleine oder mit einem Partner wagen wollen.

 

6) Go oder No-Go-Entscheidung

Am Ende analysieren Sie die gesamten Informationen aus den vorangegangenen Schritten und treffen die Entscheidung, ein Engagement zu wagen, oder auch nicht. Auch wenn der Prozess gezeigt hat, dass gleich mehrere Branchen Ihre Technologien benötigen könnten, ist es ratsam, sich zunächst nur auf die am lukrativsten Erscheinende zu konzentrieren. Auch wenn Sie vorher sehr viele Fragen abgeklärt haben, so ist ein Eintritt in einen neuen Markt dennoch mit einem gewissen Maß an Unsicherheit verbunden. Ein Eintritt gleich in mehrere, für Ihr Unternehmen noch unbekannte, Märkte könnte deshalb zu viele Ressourcen binden.

 

Externe Dienstleister helfen beim Prozess

Auf dem Weg in einen neuen Markt sollten Sie sich aber von einem externen Dienstleister wie LEAD Innovation begleiten lassen. LEAD Innovation stellt sicher, dass der Prozess sauber abläuft und verfügt auch über die Datenbank, die Ihnen dabei hilft, Ihre Kompetenzen mit anderen Branchen abzugleichen. LEAD Innovation stellt Ihnen zudem ein Expertennetzwerk zur Verfügung. Und kontaktiert auch die relevanten Ansprechpartner in der interessant erscheinenden neuen Branche. Dieser Aufwand ist nicht zu unterschätzen: um eine Marktinnovation optimal vorzubereiten, ist in der Regel das Knüpfen von mehr als 100 Kontakten notwendig. Ein Aufwand, den Sie und Ihre mit dem Alltagsgeschäft beschäftigten Mitarbeiter nur sehr schwer alleine stemmen können.

 

Die vier typischen Vorteile einer Marktinnovation

Die Vorteile, die Ihr Unternehmen aus einer Marktinnovation zieht, sind sehr individuell. Im Allgemeinen ziehen Sie daraus einen vierfachen Nutzen:

 

1) Neue Wachstumschancen

Wenn eine Ihrer Technologien für eine andere Branche völlig neu ist, dann haben Sie gegenüber den etablierten Playern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Dadurch ergeben sich hohe Wachstumschancen für Ihr Unternehmen.

 

2) Breitere Risikostreuung

Wenn Ihr Unternehmen bloß in einem Bereich tätig ist, dann hängt das wirtschaftliche Überleben sehr stark von der Entwicklung dieser Branche ab. Wenn Sie in mehreren Wirtschaftszweigen tätig sind, dann minimieren Sie Ihr unternehmerisches Risiko. Denn auch wenn eine Branche einmal schwächelt, können Sie noch immer darauf zählen, dass andere wachsen oder gar boomen. Wenn Sie Standbeine in mehreren Industrien haben, dann können Sie zudem saisonale Schwankungen ausgleichen und Ihre Firma optimal auslasten.

 

3) Neue Partner

In neuen Branchen werden Sie auf neue potentielle Partner treffen. Dadurch ergeben sich oft Chancen, Ihre Technologie gemeinsam mit anderen in weiteren Anwendungsfeldern einzusetzen. Eine erfolgreiche Marktinnovation kann deshalb auch  der erste Schritt zu weiteren Innovationsvorhaben sein.

 

4) Niedrige Kosten

Eine Produktinnovation ist meist mit hohen Kosten verbunden, weil Sie etwas Neues entwickeln müssen. Für eine Marktinnovation müssen Sie indes nichts erfinden. Bestenfalls sind einige Anpassungen Ihrer Technologie notwendig. Dieser Vorteil ist natürlich immer sehr stark vom Projekt abhängig. Generell sind aber Marktinnovationen mit einem geringerem Kostenaufwand verbunden, als Produktinnovationen.

 

Marktinnovationen bewähren sich

Es gibt bereits einige Unternehmen, die LEAD Innovation bei einer erfolgreichen Marktinnovation unterstützt hat. Getzner Textil ist eines davon. Deren Kernkompetenz ist eine spezielle Webetechnik, mit der sich besonders dicke und funktionale Stoffe herstellen lassen. Diese Kompetenz setzt Getzner nun nicht mehr bloß für die Herstellung von Modestoffen für Hemden ein. Mittlerweile gehört auch die Produktion von technischen Stoffen und Corporate Fashion zu den Unternehmensbereichen. LEDvance hat durch eine Marktinnovation neue Anwendungsfelder für seinen bis dato bloß im Beleuchtungssektor verwendeten Spray Coater gefunden. Und der deutsche Hersteller von medizinischen Hilfsmitteln medi ist unter der Marke CEP schon seit mehreren Jahren am Sportbekleidungsmarkt erfolgreich tätig. Wobei es sich bei letzterem Projekt nicht nur um eine Marktinnovation, sondern auch um eine Geschäftsmodellinnovation gehandelt hat.

 

Fazit: Wie in 6 Schritten eine Marktinnovation gelingt

Innovation heißt nicht nur, ein neues Produkt oder eine neue Technologie zu entwickeln, und damit erfolgreich zu sein. Mit einer Marktinnovation können Sie mit Ihrem bestehenden Können vor einem für Sie völlig neuem Publikum glänzen. Dadurch eröffnen Sie Ihrem Betrieb nicht nur neue Wachstumschancen. Sie kommen auch mit neuen Partnern in Kontakt, die Ihnen beim weiteren Innovationsvorhaben, egal welcher Art, behilflich sein können.

LEAD Transfer

Tanja ESCHBERGER

Born in Lower Austria. At LEAD Innovation she works as Head of Innovation and focuses on agile innovation management via SCRUM.

Sie möchten mit uns arbeiten?

Gerne beraten wir Sie über eine mögliche Zusammenarbeit, um auch Ihr Innovationsmanagement zukunftssicher zu gestalten.

jetzt kontaktieren