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3 Fehler, die jede Innovationsstrategie zum Scheitern bringen

Eine gut formulierte Innovationsstrategie bildet das Fundament für den Innovationserfolg. Wie Sie strategisch vorausplanen und Signale richtig interpretieren.


Wer verantwortlich für Innovationen ist, muss über einen Plan für die kontinuierliche Erneuerung der Produkte und Dienstleistungen entscheiden. Doch damit ein solcher Plan umgesetzt werden kann, sind bestimmte Fehler zu vermeiden. Stopfen Sie diese Löcher in Ihrer Strategie! Vermeiden Sie die drei großen Fehler, die jede Innovationsstrategie zum Scheitern bringen. Im Folgenden erfahren Sie mehr darüber, worauf es ankommt und warum dies so wichtig ist. Nutzen Sie unsere Expertise und lassen Sie uns gemeinsam Ihre Strategie zum Erfolg bringen!

Wer ist verantwortlich für die Innovationsstrategie?

Unternehmen, die strategisch in Richtung Zukunft planen und vorankommen wollen, müssen eine klare Vision und eine starke Innovationsstrategie haben. Eine gut formulierte Innovationsstrategie ist das Fundament dafür.

Was ist der Unterschied zwischen Innovationsstrategie und Unternehmensstrategie?

Die Unternehmensstrategie ist der Plan, mit dem ein Unternehmen seine Vision und Ziele erreichen möchte. Dieser Plan legt fest, wann, wie und mit welchen Ressourcen diese Ziele erreicht werden sollen. Die Innovationsstrategie hingegen ist ein Teil dieser Unternehmensstrategie und befasst sich vor allem mit den Innovationsaktivitäten des Unternehmens. Hier geht es darum, zu definieren, wann Innovationen in welchem Bereich realisiert werden sollten, um die Unternehmensziele zu erreichen oder um das Unternehmen langfristig erfolgreich zu halten bzw. zu machen.

Innovationen sind ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Sie helfen dabei, neue Märkte zu erschließen, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und Bedürfnisse von Kund:innen besser zu befriedigen. Eine gute Innovationsstrategie sollte daher eng mit der allgemeinen Unternehmensstrategie verknüpft sein und sich an den Bedürfnissen des Marktes orientieren.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Unternehmensstrategie das Gesamtkonzept für das Unternehmen darstellt, während die Innovationsstrategie einen speziellen Fokus auf die Entwicklung neuer Ideen legt. Beide Strategien sind jedoch eng miteinander verknüpft und sollten in Abstimmung entwickelt werden.

Die Verantwortung für die Entwicklung der Innovationsstrategie kann in jeder Organisation etwas anders angesiedelt sein. Einige Unternehmen beauftragen auch ein externes Beratungsteam mit der Entwicklung der Innovationsstrategie.

In Unternehmen mit Innovationsabteilungen werden Innovationsstrategien abteilungsintern erarbeitet. Wieder andere delegieren ihr Top-Management oder andere Fachkräfte mit der Aufgabe, die Innovationsstrategie zu entwickeln.
Die strategische Planung stellt sicher, dass Ihr Unternehmen effektiv auf neue Herausforderungen reagiert und stetig an den Trends des Marktes angepasst wird. Daraus ergibt sich eine große Verantwortung, die mit der Entwicklung der Innovationsstrategie einhergeht.

3 Fehler bei der Entwicklung von Innovationsstrategien

Fehler 1: Die falsche Art von Freiraum

Wie viel Freiraum benötigt ein Innovationsteam und wie klar sollten Ziele vorgeben sein? Bei vielen Entscheider:innen und Innovationsverantwortlichen ist die Unsicherheit groß darüber, was in eine Innovationsstrategie hineingehört. 
Viel zu oft wird die falsche Form von Freiraum gegeben. Die Folgen: Es ist zu viel des Guten. Das Innovationsteam sieht den Wald vor lauter Bäume nicht. An jeder Ecke zeigen sich Chancen und Möglichkeiten für Neues auf. Doch das Anfangen fällt schwer.
Entscheider:innen und Führungskräfte geben Ihren Innovationsteams nicht dadurch Freiraum, dass Sie sagen: “Alles ist erlaubt. Alles könnte möglich sein.” Damit schwächt man das Innovationsteam. Als Innovationsverantwortliche:r müssen Sie ein klares Bild davon schaffen, was „In Scope” und was “Out of scope” ist. So schaffen Sie das richtige Maß an Freiraum.

Fehler 2: Strategie aus dem Bauch heraus

Ein effektives strategisches Innovationsmanagement lässt sich mit einigen ausgewählten Maßnahmen und Methoden auf den Weg bringen. Dazu müssen Sie im ersten Schritt herausfinden, wo die Stärken und die Entwicklungsbereiche Ihres Innovationssystems liegen. Wenn etwa das Zusammenspiel aus Bottom-up- und Top-down-Prozessen gut geplant ist, gewinnen Sie daraus wertvolle Informationen zur Steuerung und Entscheidungsfindung. Es handelt sich somit um keinen Quick win, sondern bedeutet, dass Innovationsmanagement integraler Bestandteil Ihrer Organisation ist.

Diesen Fehler vermeiden Sie nicht dadurch, dass Ihr das Bauchgefühl komplett ausklammern. Schließlich setzt sich Ihr Bauchgefühl auch aus dem impliziten Wissen zusammen, dass Sie in Ihrem bisherigen Leben gesammelt haben. Aber gerade in einem volatilen und sich rasch verändernden Marktumfeld, hilft unser Erfahrungswissen allein nicht weiter. Es braucht Wissen zu Trends und Technologien.

Fehler 3: Nicht auf Ziele festlegen

Ohne Innovationskennzahlen oder klare Zielen, die man quantifizieren kann, läuft es auch im Innovationsmanagement nicht. Daher ist es Aufgabe von Entscheider:innen klar Position zu beziehen.

Beispiel: Das Ziel einer Organisation ist es, 2024 eine Pionier-Innovation auf den Markt zu bringen. Ausgehend von Erfahrungswerten weiß der Head of Innovation dieses Unternehmens, dass es 21 hochqualitative Ideen braucht, die zu 7 Machbarkeitsstudien führen, aus denen wiederum 3 Inventionen hervorgehen, die am Markt eingeführt werden, um so mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Pionier-Innovation hervorzubringen.

Damit entsteht ein klareres Bild über die Aufgaben, die im operativen Innovationsmanagement anfallen. Zudem kann der Innovationsverantwortliche in diesem Beispiel einfacher abschätzen, ob sich das Ziel mit internen Ressourcen erreichen lässt oder externe Unterstützung (z. B. durch Innovation-Out-Sourcing) notwendig sein wird.

2 Tipps für die Strategiearbeit

1) Lernen aus dem Vorjahr

Jeder Unternehmer und jede Unternehmerin strebt Erfolg an. Daher ist es wichtig, dass man beim Aufbau einer innovativen und erfolgreichen Strategie nicht nur systematisch und strukturiert vorgeht, sondern auch die Erfahrungen des Vorjahres nutzt. Denn jede Fehlentscheidung kann teuer werden und die Kosten eines Scheiterns können enorm sein. Um dies zu vermeiden, ist es wesentlich, dass man vor der Umsetzung der Strategie die Fehler des letzten Jahres analysiert. Welche Ziele wurden nicht erreicht? Was hat funktioniert? Was hat nicht funktioniert? Wie hätten wir es besser machen können? Diese Fragen helfen Ihnen dabei, eine Innovationsstrategie zu entwickeln, die auf Erfolg fokussiert ist.
Durch das Reflektieren des Vorjahres können Sie den Fokus Ihrer Strategieplanung schärfen und sich auf den richtigen Weg begeben. Sie können bereits bestehende Ziele überarbeiten oder neue Ziele definieren. Auch können Sie Ideen entwickeln, die Ihnen helfen, Ihr Innovationspotenzial zu steigern und somit den Erfolg Ihrer Strategien weiter zu unterstützen. Außerdem liefert Ihnen eine Analyse des Vorjahres Einblicke in mögliche Risiken, sodass Sie adäquate Maßnahmen ergreifen können, um diese zu minimieren.

Insgesamt lohnt es sich also mehr als genug Zeit in die Analyse der Erfahrungskurve des letzten Jahres zu investieren. Es bedarf nur wenig Aufwand und Anstrengung, aber bringt große Vorteile mit sich: Mit einem Blick in die Vergangenheit stellen Sie sicher, dass Ihre Innovationsstrategien langfristig erfolgreich sind und Scheitern vermieden werden kann.

2) Nichts ist, wie es war.

Es mag zum vorhergehenden Tipp widersprüchlich klingen, aber verlassen Sie sich nicht nur auf Erfahrungswerte. „Das haben wir schon immer so gemacht“, ist eine Aussage, die in der VUCA-Welt immer weniger funktioniert. Stattdessen sollten Sie über den Tellerrand blicken und Innovationsmethoden (z. B. Roadmapping oder Szenario Techniken) für die Strategiearbeit nutzen. Die Welt verändert sich schnell – wer nicht mit der Zeit geht, wird irgendwann abgehängt werden. Seien Sie mutig genug, auch mal unkonventionelle Wege einzuschlagen oder alte Strukturen aufzubrechen.

Erfahrungswerte sind zwar wertvoll, aber kein Garantieschein zum Erfolg in Zeiten des Wandels – eine Kombination aus Analysefähigkeit, Innovationsbereitschaft, klaren Absprachen sowie Flexibilität führen letztendlich zum gewünschten Ergebnis.

Fazit

Innovationsstrategien sind essenziell wichtig, um gute Ergebnisse zu erzielen. Wenn Sie die oben aufgeführten drei Fehler vermeiden, können Sie Ihrer Innovationsstrategie eine Vision geben und den richtigen Freiraum für kreative Ideen schaffen, um das Unternehmen voranzubringen. Mit der richtigen Strategie und einer positiven Haltung können Sie Ihr Unternehmen erfolgreich machen und große Erfolge erzielen.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Kommunikation! Sorgen Sie dafür, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen über die Ziele informiert sind sowie darüber, was von ihnen erwartet wird. Klare Absprachen helfen dabei, Missverständnisse vorzubeugen.

Wie wir Sie bei der Umsetzung Ihrer Innovationsstrategie unterstützen, erfahren Sie auf unserer Serviceseite

Tanja Eschberger-Friedl

Tanja begleitet Sie mit ihrer klaren und fokussierten Arbeitsweise im strategischen Innovationsmanagement und bei der erfolgreichen Entwicklung von Produkt-, Prozess- und Marktinnovationen. Tanja richtet den Blick stets auf das Wesentliche. Ihr Anspruch: ganzheitliche Lösungen. Dabei bringt sie ihr Fachwissen als Scrum Master und Agile Coach ein.
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