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4 Gründe, woran Innovationen scheitern

Nicht jede Idee führt zur nächsten großen Innovation. Welche Gründe gescheiterte Innovationen haben und was Sie im Innovationsmanagement daraus lernen können.

Es gibt viele Gründe, warum sich Innovationsprojekte oder neue Produkte nicht auf dem Markt durchsetzen. Viele Unternehmen haben erst nach erheblichen Kosten und intensiven Bemühungen festgestellt, dass ihre Neuheiten zum Scheitern verurteil sind. Die häufigsten Ursachen für das Scheitern von Innovationsprogrammen zu kennen, ist daher wichtig für ein widerstandsfähiges Innovationsmanagement. Es ist zwar nicht möglich, alle potenziellen Probleme im Voraus zu erkennen, aber es lassen sich die häufigsten Fehler vermeiden.


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Lassen Sie uns den vier der häufigsten Gründe für das Scheitern von Innovationen nachgehen:

Grund 1: Fehlentscheidungen bei der Innovationsstrategie  

Oft werden in Innovationsprojekten oder bei der Auswahl von Ideen falsche Weichen gestellt. Fehlentscheidungen können die Priorisierung von Ideen, die Weiterverfolgung von Konzepten oder Markttests betreffen. Wenn beispielsweise die Leitplanken für Innovation (z.B. Innovationsstrategie) existieren, sich aber bei Entscheidungen selbst das Management nicht daran hält, droht das Scheitern von Innovationen.

 

Wie lässt sich die Situation verbessern?

  • Mit einer klaren und gelebten Innovationsstrategie: setzen Entscheider:innen und Innovationsmanager:innen den nötigen Rahmen.
  • Behalten Sie Ihr Innovationsportfolio im Blick und achten Sie alle ein bis zwei Jahre auf neue Trends in Ihrer Branche. Möglicherweise ist es notwendig Ihre Innovationsstrategie anzupassen.
  • Schaffen Sie einen verbindlichen Innovationsprozess, der auf die Bedürfnisse und Anforderungen Ihrer Organisation zugeschnitten ist.

Grund 2: Niedriger Stellenwert der Innovation

Unzureichendes Engagement und mangelnde Unterstützung für Innovationen sind eine der Hauptursachen für das Scheitern von Innovationen. Wenn das Bekenntnis zu Innovation in Strategiepapieren festgeschrieben und in Marketing-Claims verpackt ist, reicht es nicht aus. Innovation muss gelebt werden. Wie groß auch das Engagement von Innovationsmanager:innen ist, fehlt das Commitment der Entscheider:innen, zieht sich das durch alle Ebenen der Organisation.

 

Wie lässt sich die Situation verbessern?

  • Arbeiten Sie an der Innovationskultur Ihrer Organisation, damit sich Mitarbeiter:innen mit Innovationsvorhaben identifizieren können.
  • Fördern und belohnen Sie innovatives Verhalten Ihrer Mitarbeiter:innen. Damit steigern Sie die Innovationsbereitschaft.
  • Innovationsaufgaben müssen Teil der Stellenbeschreibungen Ihrer Führungskräfte und Mitarbeiter:innen werden. Achtung: Es muss auch Zeit für diese Aufgaben gegeben werden.

Grund 3: Mangelnde Marktorientierung

 

Viele Beispiele für das Scheitern von Innovationen, resultieren aus der fehlenden Orientierung am Markt und den Bedürfnissen der Kund:innen. Denken Sie an das vielzitierte Beispiel von Kodak, dessen Markt der analogen Fotografie durch die Digitalkamera disruptiert wurde. 

 

Wie lässt sich die Situation verbessern?

  • Arbeite Sie in Innovationsprojekten verstärkt marktgetrieben, statt technologiegetrieben.
  • Suchen Sie das Gespräch mit Kund:innen, Märkten oder Zielgruppen. Agieren sie kundenzentriert und befassen Sie sich mit den (ausgesprochenen und unausgesprochenen) Bedürfnisse Ihrer Kund:innen.
  • Kritisch Denken hilft. Hinterfragen Sie Annahmen und Glaubensätze zu Märkten, Technologien oder Zielgruppen.

Grund 4: Träge Strukturen

Umso größer eine Organisation ist, umso langsamer werden oft die Prozesse. Schleppende Prozesse mit langen Entscheidungszyklen können ein Todesurteil für Innovationen sein. Dazu kommen oft noch Schnittstellen- und Kommunikationsprobleme hinzu. Das alles wirkt sich negativ auf die Qualität und Effizienz von Innovationsprojekten aus.

 

Wie lässt sich die Situation verbessern?

  • Transparente Entscheidungsstrukturen und regelmäßige Gate-Meetings erleichtern im Innovationsmanagement die Arbeit an Neuem.
  • Achten Sie darauf, dass die Belegschaft intern gut vernetzt ist. Damit wird die Zusammenarbeit verbessert und Prozesse beschleunigt.
  • Und, auch in diesem Fall zählt nichts mehr als die Innovationskultur: Offenheit, Risikofreude und Veränderungsbereitschaft sind der Schlüssel für erfolgreiche Innovationen.

Innovationserfolg kann nur ganzheitlich geschehen

Es gibt vielerlei Gründe, warum Innovationsprojekte oder neue Produkte am Markt scheitern. Meistens hängt ein Fehlschlag nicht mit der Qualität einer Idee zusammen, sondern mit deren Umsetzung. Ergo: es hat interne, organisatorische Ursachen.

Hier müssen die Unternehmensführung und das Innovationsmanagement ansetzen.

Stimmen die Rahmenbedingungen, die Innovationen fördern und stärken, können Unternehmen mit den gleichen Ressourcen wesentlich höhere Innovationserfolge und somit zusätzliche Erträge verzeichnen. Innovationserfolg ist daher immer von mehreren Faktoren abhängig: Von der Innovationsstrategie den Strukturen, den Methoden und Prozesse sowie der Innovationskultur.

Tipp: Probieren Sie den Methodenfinder, um die passende Innovationsmethode für Ihre Situation zu finden. Mit dem kostenlosen Tool erheben Sie Ihre Ausgangslage und erhalten Tipps für den nächsten Schritt in Ihrem Innovationsvorhaben. 

Sie wollen mehr darüber erfahren, wie diese Faktoren zusammenhängen, das folgende Paper liefert die Antworten.  

 

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Tanja Eschberger-Friedl

Tanja begleitet Sie mit ihrer klaren und fokussierten Arbeitsweise im strategischen Innovationsmanagement und bei der erfolgreichen Entwicklung von Produkt-, Prozess- und Marktinnovationen. Tanja richtet den Blick stets auf das Wesentliche. Ihr Anspruch: ganzheitliche Lösungen. Dabei bringt sie ihr Fachwissen als Scrum Master und Agile Coach ein.
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