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Kompetenzen Innovationsmanager: diese 7 sind Voraussetzung

Die Wirtschaft dreht sich immer schneller. Ideen zur Marktreife zu bringen, wird für Unternehmen immer wichtiger. Innovationsmanager:innen sind deshalb gefragte Leute. Was diese alles können müssen, lesen Sie in diesem Beitrag. 

Das Berufsbild selbst ist noch jung, aber mittlerweile bereits in vielen Unternehmen etabliert. Als derjenige, der Ideen zu Innovationen macht, ist der bzw. die Innovationsmanager:in eine zentrale Schnittstelle im Unternehmen. Er muss die Sprache der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ebenso verstehen, wie die des Controllings, des Vertriebs und des Marketings. Er muss über alle Trends Bescheid wissen, die für seinen Arbeitgeber relevant sind oder in Zukunft werden könnten. Er muss sich in die Perspektive der Kunden hineinversetzen können. Und er muss für eine Idee kämpfen können, selbst wenn der größte Widerstand aus dem eigenen Unternehmen kommt. Gibt es solche Wunderwuzzis überhaupt?

Innovationsmanager:in: Eine Person mit vielen Eigenschaften 

Eine genaue Analyse der erforderten Fähigkeiten und Kenntnisse hilft, diese Frage zu beantworten. Hier finden Sie eine Liste der Eigenschaften, die ein:e Innovationsmanager:in auf jeden Fall mitbringen muss:

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  1. Organisiert: Ihr:e Manager:in fürs Neue kann Projekte planen, organisieren und durchführen und hat dabei ein Auge auf zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen. Je präziser Sie Ihr Innovationsprojekt verfolgen, desto besser ist der Output. Verschobene Termine, unvollständig abgearbeitete To-Do-Listen oder nicht geschriebene Protokolle sind häufige Gründe dafür, dass aus einer guten Idee letztendlich nichts wird. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass Ihr:e Innovationsmanager:in ein:e gute:r Projektmanager:in ist. 
  2. Zielorientiert: Das Ziel des bzw. der Innovationsmanager:in ist die Innovation, also die Summe aus Invention und Markterfolg. Die Person muss also den Zug zum Tor haben, wie man so schön in der Fußballsprache zu sagen pflegt. Der Blick aufs Ganze darf nicht verloren gehen. Das Verzetteln in Details birgt auch immer die Gefahr, auf Barrieren zu stoßen, die unüberwindbar erscheinen. Das Motto sollte sein: „Geht nicht, gibt’s nicht“. Eine gewisse visionäre Eigenschaft feuert jedes Team an und bringt dem Vorhaben noch mehr Drive.
  3. Redegewandt: Innovationsmanager:innen sind, wie zuvor erwähnt, eine zentrale Schnittstelle im Unternehmen. Sie müssen die Sprache der verschiedensten Abteilungen und die der Kund:innen, Lieferant:innen und Partner:innen sprechen. Und dies möglichst überzeugend. Zudem besteht ein Innovationsprojekt aus vielen Meetings, die ein:e Innovationsmanager:in moderieren muss. Gute Redner:innen sind also gefragt. 
  4. Mehrsprachig: Ideenreichtum, Kreativität und Innovationsbereitschaft kennen keine sprachlichen Grenzen. Englisch ist die bedeutendste Weltsprache der Gegenwart – ihr:e Innovationsmanager:in sollte sie in Wort und Schrift beherrschen. Auch um die internationalen Entwicklungen problemlos verfolgen zu können.
  5. Lernfähig: Der Berufsalltag von Innovationsmanager:innen besteht aus dem Umgang mit Neuem. Eine schnelle Auffassungsgabe und Lernfähigkeit ist dabei wichtig. Innovationsmanager:innen sollten sich sehr schnell eine Mitsprachekompetenz aneignen können. Dies bedeutet, dass sie imstande sind, mit ihrem Gegenüber fachlich auf Augenhöhe zu kommunizieren. Detailwissen aus allen Bereichen ist dafür nicht notwendig, die Kenntnis über grundlegende Funktionsprinzipien eines Bereiches hingegen schon. 
  6. Neugierig: Innovationsmanager:innen müssen Trends früh erkennen. Eine gesunde Neugierde hilft dabei enorm. Denn dadurch wird das Aufspüren von neuen Entwicklungen und der Blick über den eigenen Branchentellerrand zu einer lustvollen Tätigkeit und nicht Teil der Arbeit, die so mancher von uns zwischen zwei möglichst nahe beieinander liegenden Zeitpunkten erledigt haben will.
  7. Streitlustig: Innovationsmanager:innen dürfen Konflikte nicht scheuen. Sie beschäftigen sich mit Veränderungen. Diese führen bekanntlich zu Widerständen. Das beginnt schon bei der Position Innovationsmanager:in selbst. Manch anderer Kolleg:innen im Unternehmen wird damit nichts anzufangen wissen. Schließlich ist das Unternehmen ja Jahre oder gar Jahrzehnte davor auch ohne Innovationsmanager:in ausgekommen. Warum sollte das in der Zukunft nicht möglich sein? Innovationsmanager:innen müssen sich also erst einen Platz in der betrieblichen Hackordnung erkämpfen und Konflikte austragen können. Und: Als Schnittstelle zu nahezu allen Abteilungen wird Ihr:e Innovationsmanager:in das eine oder andere Mal auf Kolleg:innen mit unterschiedlichen Meinungen stoßen. Konflikte sind also vorprogrammiert. So fern sie professionell und sachlich ausgetragen werden, ebnen sie oft Wege fürs Neue. Und genau das wollen sie ja.  

Innovationsmanager:innen sind beim Chef angesiedelt

Falls Sie über eine Matrixorganisation  verfügen, so ist dies nicht einfach zu empfehlen, denn üblicherweise findet Innovation zwischen Markt und Technologie statt. Also bei einer klassischen Organisationsform zwischen FuE und Marketing. Da in vielen Unternehmen das Marketing jedoch als ‚Werbeabteilung‘ missverstanden wird und die FuE hauptsächlich mit Anpassungen der bestehenden Produkte nach Kund:innenwünschen beschäftigt ist, sollten Sie in Betracht ziehen,  Innovationsmanager:innen als Stabsteile der Geschäftsführung einzusetzen. Das bedeutet noch mehr Arbeit für Sie, aber es geht schliesslich um die Zukunft Ihres Unternehmens. 

Externe Innovationsmanager:innen sind flexibler

Eine andere Möglichkeit, Innovation direkt beim Chef anzusiedeln, ist es, die Dienste externer Innovationsmanager:innen in Anspruch zu nehmen. Dafür müssen Sie freilich keine neue Stelle ausschreiben, sondern die Dienste eines geeigneten Dienstleisters in Anspruch nehmen. Bedenken Sie, dass externe Innovationsmanager:innen noch weitere wichtige Soft-Skills mitbringen müssen. 

Ein:e externe:r Innovationsmanager:in kennt Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter:innen kaum. Sie bzw. er muss mit einem Team, dessen Mitglieder oft schon jahrelang miteinander bekannt sind, zusammenarbeiten. Ein:e externe:r Innovationsmanager:in muss also in kürzester Zeit die Dynamik dieses Teams verstehen. Er muss erkennen, wer in diesem Team was zu sagen hat. Er muss zwischen den Zeilen lesen können. Kurz: Die Person muss es schnellstmöglich schaffen, vom Team nicht mehr als „Fremdkörper“ wahrgenommen zu werden. 

Da ein:e externe:r Innovationsmanager:in in vielen unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen tätig ist, muss sie bzw. er imstande sein, sich äußerst schnell mit dem Wesen einer Branche vertraut zu machen. Die Person muss sich Wissen noch schneller aneignen können, als ein:e interne:r Innovationsmanager:in. Denn dieser setzt sich normalerweise nur mit der Branche seines Arbeitgebers und einigen verwandten Bereichen auseinander. Freilich: ein:e externe:r Innovationsmanager:in stellt vor allem einmal das Werkzeug zur Verfügung, mit dem Sie eine Idee zur Marktreife bringen. Dennoch darf die Person nie den Eindruck vermitteln, dass er sich in einer Branche nicht auskennt. Denn dann werden Sie und Ihre Mitarbeiter:innen zurecht fragen: „Was will mir die Person den beibringen?“

Fazit: Lassen Sie Ihre:n Innovationsmanager:in auch Innovationsmanager:in sein

Wie Sie sehen, ist die Liste der Anforderungen an eine:n Innovationsmanager:in ebenso lang wie vielseitig. Eine gute Basis für die Tätigkeit bildet ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften, idealerweise mit Schwerpunkt auf Innovation. Die Position als Innovationsmanager:in beinhaltet auch viel kleinteilige Recherchearbeit oder Kaltakquise, um erste Kund:innen zu finden und deren Meinung einzuholen.

Die Rolle von Innovationsmanager:innen ist im Unternehmen extrem exponiert. Aus diesem Grunde sollten Sie Ihre:n Innovationsmanager:in auch zugestehen, nur als Innovationsmanager:in tätig zu sein. Bisweilen finden sich Stellenausschreibungen, die diese Position mit anderen wie Produkt- oder Qualitätsmanager:in vermischen wollen. Damit machen Sie weder dem bzw. der Innovationsmanager:in noch sich eine Freude. Warum? Der Umgang mit Unsicherheiten und Risiken gehört für Innovationsmanager:innen zum Arbeitsalltag, während sich Projekt- oder Qualitätsmanager:innen in etablierten Wegen bewegen. Wenn nun ein:e Mitarbeiter:in beides machen muss, dann wird er sich tendenziell auf das Sichere, also Etablierte konzentrieren. Einfach, weil er dort vorzeigbare Ziele leichter erreichen kann. Die Beschäftigung mit dem unsicheren Neuen, die noch dazu auf interne Widerstände stößt, unterbleibt dann.

Sicher. Ein:e Innovationsmanager:in kann sich erst ab einer bestimmten Betriebsgröße rechnen. Sollte Ihr Betrieb für eine:e eigene:n Innovationsmanager:in zu klein sein, dann nehmen Sie externe Dienste in Anspruch. Der rechnet sich auf jeden Fall.

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Florian Muthwill

Durch seine profunden Kenntnisse neuer Technologien und Trends ist Florian u. a. ein wichtiges Asset in Innovationsstrategieprojekten. Der freiwillige Feuerwehrmann ist ein echter hands-on Teamplayer und setzt sich entschlossen für positive Innovationskulturen ein. Als SDG und Circular Economy Experte legt er großen Wert auf Nachhaltigkeit auch in Kundenbeziehungen.
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