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Welche Bestandteile hat ein Innovationsprozess?

Der Innovationsprozess schafft einen klaren Rahmen, der die Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle strukturiert und systematisch umsetzt. Wir zeigen Ihnen, welche Bestandteile ein Innovationsprozess beinhalten sollte und wie diese zusammenwirken. 

Ziele und Perfektionierung als Prozessbestandteil

Die Darstellung eines Innovationsprozesses beginnt meist mit der Ideengenerierung und endet mit der Markteinführung. In der Praxis hat es sich jedoch als sinnvoll erwiesen, Innovationsziele als übergeordnete Bestandteile eines Innovationsprozesses zu begreifen und den Prozess auf die Ziele abzustimmen.

Somit startet der Innovationsprozess nicht erst mit der Ideengenerierung, sondern bereits mit der Festlegung von Innovationszielen. In Abstimmung mit der Unternehmensstrategie sollten die einzelnen Ziele klar definiert werden, d.h.: Welche Innovationsarten werden angestrebt? Wo liegt der Fokus? Wie hoch soll der Innovationsgrad sein? Wie viele Innovationen werden in welchen Bereichen angestrebt?

Die Entscheidung für bestimmte Innovationziele markiert den Startpunkt des Innovationsprozesses und definiert die daraus abgeleiteten Strategien und Prozessschritte (Ideengenerierung, Konzept, Entwicklung, etc.).

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Weiters sollte der Innovationsprozess nicht mit der Markteinführung enden, sondern eine Phase der Perfektionierung integrieren, da im ersten Jahr nach Markteinführung vielfach Verbesserungsmaßnahmen erforderlich sind.

Die 7 Phasen im Innovationsprozess

Bestandteile eines Innovationsprozesses

Basierend auf diesen Prämissen, lassen sich neben den Innovationszielen als übergeordnetem Prozessbestandteil grundsätzlich sieben weitere Prozessschritte im Innovationsprozess bestimmen. Zwischen den einzelnen Schritten erfordert es immer eine Entscheidung (rote Pfeile), um zur nächsten Phase zu gelangen:

  1. Definition von Strategischen Suchfeldern
  2. Ideengenerierung
  3. Konzeptphase
  4. Entwicklung
  5. Konstruktion
  6. Markteinführung
  7. Perfektionierung

Das erfolgreiche Trio: Prozess-Methode-Struktur

Der Innovationsprozess umfasst neben dem Prozess im engeren Sinn auch die Innovationsmethode und die Innovationsstruktur. Zu jeder Phase im Innovationsprozess (WAS) gehören daher entsprechende Methoden (WIE) und Strukturen (WER):

  • WAS wird umgesetzt: Die einzelnen Schritte des Innovationsprozesses (Ideengenerierung, Konzeption, etc.)
  • WIE erfolgt die Umsetzung: Methoden und Tools für die jeweiligen Prozessstufen, zB. Innovation Roadmap, Lead User ProjektInnovationsstammbaum.
  • WER trifft die Entscheidungen: In der Ebene darunter – der Struktur – wird bestimmt, wer im Unternehmen die Verantwortung für den jeweiligen Prozessschritt innehat und Entscheidungen trifft.

Diese drei Ebenen erfordern eine entsprechende Abstimmung untereinander, um die ganzheitliche Gestaltung des Innovationsprozesses zu gewährleisten.

Strukturierter Prozess im Fuzzy Front-End 

In der frühen, vorgelagerten Phase - dem Fuzzy Front-End – existiert in Unternehmen häufig kein klar definierter Prozess, wie man zu Ideen kommt und welche davon in der Konzeptphase weiterbearbeitet werden sollen. Ein ganzheitlicher Innovationsprozess bildet auch diese Prozessschritte strukturiert im Innovationsprozess ab, um Innovationen besser planbar zu machen.

Die Phasen nach dem Fuzzy Front-End entsprechen dem „normalen“ Produktentwicklungsprozess in einem Unternehmen, der in der Regel mit der Entwicklung eines Produktes (oder einer Dienstleistung) in der F&E Abteilung beginnt.  

Entscheidungfindung durch Build-Measure-Learn 

Im Mittelpunkt der sogenannten „Lean Startup Methode“ steht der Feedback-Zyklus „Build-Measure-Learn“ nach Steve Blank - also Machen, Messen und Lernen. Ziel der Methode ist es, so schnell als möglich herauszufinden, welche Ideen, Konzepte, Produkte, etc. zukunftsträchtig sind und welche nicht weiterverfolgt werden sollten.

Der permanente Evaluationsprozess steigert die Erfolgswahrscheinlichkeit innovativer Projekte, da Fehlentwicklungen frühzeitig ans Licht kommen und darauf aufbauend fundierte Enscheidungen getroffen werden können. Innovationsentwicklung sollte daher generell diesem Bewertungsprozess folgen, und das bereits sehr früh im Innovationsprozess.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Iterative Hypothesentests im Sinne von Build-Measure-Learn können beispielsweise durchaus schon in der Ideengenerierung und Konzeptphase angewendet werden. Die beiden Phasen wechseln sich dann solange ab, bis eine passende Lösung gefunden wurde, die dann in die Entwicklung geht.

Es geht also nicht nur darum, Schritt für Schritt ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Prozess zu bauen, sondern auch unterschiedliche, alternative Lösungen zu testen. 

Fazit: 6 Phasen im Innovationsprozess 

Ein ganzheitlicher Innovationsprozess richtet sich an den Innovationszielen aus und integriert bewusst eine Phase der Perfektionierung, die der Verfeinerung und Adaption dient. Jede Phase sollte einem strukturierten Ablauf folgen, der entsprechende Methoden und Entscheidungsverantwortlichkeiten festlegt. Eine permanente Evaluation auf jeder Stufe des Innovationsprozesses ermöglicht es, F&E Ressourcen gezielt einzusetzen und die Innovationstätigkeit auf zukunftsträchtige Innovationen zu fokussieren.

 

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Florian Muthwill

Durch seine profunden Kenntnisse neuer Technologien und Trends ist Florian u. a. ein wichtiges Asset in Innovationsstrategieprojekten. Der freiwillige Feuerwehrmann ist ein echter hands-on Teamplayer und setzt sich entschlossen für positive Innovationskulturen ein. Als SDG und Circular Economy Experte legt er großen Wert auf Nachhaltigkeit auch in Kundenbeziehungen.
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