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Innovation mit Methodik in der Medizintechnik

Einerseits sind neue Entwicklungen technologiegetrieben, worin viel Potential für neue Lösungen besteht. Auf der anderen Seite existiert auch ein hoher Innovationswunsch, da Gesundheit im Mittelpunkt steht.

Der Kostendruck im Gesundheitswesen steigt ständig und damit auch der Bedarf an effizienten und wirksamen Lösungen für die Behandlungen. Und genau hier setzt die Innovation an, die aber Methodik braucht, um die Potentiale heben zu können.

Hohe Ansprüche der Medizintechnik-Branche

Die Medizintechnik ist eine wachstumsstarke und innovative Branche. Die Ansprüche der Branche sind hoch. Deutschland möchte sich beispielsweise als Leitanbieter für Medizintechnik im internationalen Wettbewerb positionieren.

Diese Ansprüche können durch ein professionelles Innovationsmanagement und Innovationsmethoden bedient werden. Das Umfeld, in dem die Branche agiert, ist gekennzeichnet von Komplexität im Sinne von zum Beispiel Technologien, Zertifizierungen für den Marktzugang oder klinischer Erprobung.

Auf der anderen Seite bieten aber gerade Innovationen die Chance, bessere Lösungen anzubieten, den hohen Anforderungen des Gesundheitswesens gerecht zu werden und damit das Wachstum voranzutreiben.

Lead User Methode Download

 

 

Innovationspotential in der Medizintechnik 1:
Technologieintensität und Chancen durch Technologietransfer

Der Forschungsaufwand ist extrem hoch. Die F&E umfasst viele Disziplinen wie zum Beispiel die Medizin oder die Technik. Viele verschiedene Technologien und Wissenschaften verzahnen sich in der Medizintechnik, wie Sensorik, Bildgebung, Analytik, Hygiene, Biotechnologie, Material- oder Fertigungstechnologien.

Durch dieses umfangreiche Spektrum ist das Potential durch Lernen von anderen Branchen im Sinne eines Technologietransfers sehr hoch. Das erfordert Open Innovation in der Praxis – ein Öffnen des Innovationsprozesses und ein Vernetzen mit Partner:innen aus der Branche aber auch aus fremden Branchen.

Innovationspotential in der Medizintechnik 2:
Prozess- und Systemlösungen und neue Geschäftsmodelle

Es reicht nicht aus, nur technologiegetrieben zu agieren. Der Trend geht in Richtung Prozess- und Systemlösungen, wo der gesamte Behandlungsprozess abgedeckt wird. Auch das Potential für neue Geschäftsmodelle mit beispielsweise Leistungserbringern auf Basis von Lösungen wie Pay-per-use oder Leasing ist groß.

Auch das erfordert neue Innovationsmodelle. Durch Open Innovation werden die Grenzen zu anderen Branchen aufgeweicht. Durch die Kooperation mit relevanten Akteur:innen werden neue Optionen geschaffen. Beispielsweise kann durch die Einbindung von Unternehmen aus der Informationstechnik oder Biotechnologie ein Schritt in Richtung Systemanbieter:innen gegangen werden.

Aber um wirklich einen Schritt weiter gehen zu können, muss man die Akteur:innen wie Kund:innen, Anwender:innen und Patient:innen, sowie die Prozesse und Anforderungen vollständig verstehen.

Chancen durch professionelles Innovationsmanagement

Forschung und Innovation bilden das Fundament für den Geschäftserfolg in der Medizintechnik. Ein professionelles Forschungs- und Innovationsmanagement, wie es die meisten Unternehmen schon betreiben, ermöglicht, dass

  • hohe Effizienz bei der Technologieentwicklung durch Know-How- und Technologietransfer gewonnen wird.
  • Marktlogiken neu definiert werden, und sich die Medizintechnik durch neue Geschäftsmodelle beispielsweise zum Systemanbieter entwickelt.

Diese beiden Punkte erfordern vor allem ein Öffnen des Innovationsprozesses mit Fokussierung auf Vernetzung und Kooperation:

  • Forschungskooperationen, Technologietransfer und Cross-Industry-Innovation eröffnen breite Zugänge zu neuen Technologien.
  • Enge Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Praxis, um Anwendungen, Prozesse und Anforderungen zu antizipieren und exakt zu verstehen.
  • Kooperation mit Akteur:innen in der Entwicklung und Bereitstellung von Lösungen, um neue Geschäftsmodelle zu definieren.

Bei der Recherche nach Innovationsmethoden für die hohen Ansprüche der Medizintechnik zeigt sich die Lead User:innen Methode als sehr optimal. 

Lead User:innen Methode für die Medizintechnik

Die Lead User:innen Methode ist ein Lösungsansatz, um besonders fortschrittliche Anwender:innen und Innovator:innen – die Lead User:innen – in den Kreationsprozess mit einzubinden. Ein Lead User:innen hat folgende Charakteristika:

  • Lead User:innen sind in ihren Bedürfnisse und ihrem Informationsstand dem Massenmarkt einen Schritt voraus.
  • Lead User:innen ziehen selbst aus der Innovation, die es zu entwickeln gilt, einen großen Nutzen.
  • Lead User:innen sind oftmals selbst Innovator:innen und Tüftler:innen.

Weiters werden bei der Lead User:innen Methode Innovator:innen aus analogen Bereichen eingebunden. Das sind fortschrittliche Nutzer:innen oder Pionier:innen aus problemverwandten bzw. analogen Feldern. Dabei wird das Thema abstrahiert, meist auf technologische oder anwendungsbezogene Ebene, im Sinne, wer hat ein ähnliches Problem bzw. Thema. Beispielsweise beschäftigt sich der Lifthersteller mit Bremstechnologien, schaut sich nach Expert:innen in anderen Branchen um und wird dabei in der Luftfahrt fündig. 

Hohe Innovationskraft durch die Lead User:innen Methode

Bei der Lead User:innen Methode wird zu Beginn das Suchfeld definiert, wofür neue Innovationen gesucht werden. Die Basis sind Recherchen und Analysen zu Trends und Bedürfnissen. Nach der Identifikation von geeigneten Lead User:innen werden in gemeinsamen Workshops Ideen generiert und zu innovativen Konzepten weitergesponnen.

Und exakt diese Vorgehensweise bringt große Vorteile bei der Entwicklung von Innovationen in der Medizintechnik:

Zugang zu neuen Lösungsmöglichkeiten

Durch Einbindung von Lead User:innen und damit Expert:innen aus analogen Bereichen erhält man auch Zugang zu neuen Lösungsmöglichkeiten und Technologien. Die Zusammenarbeit und der Blick über den Tellerrand eröffnen einen mächtigen Lösungshorizont.

Durch die Einbindung von Expert:innen und Lead User:innen aus analogen, also auch branchenfremden, Bereichen steigt die Kreativität exorbitant und man erfährt einen Zugang zu neuen Technologien, die man sonst nicht am Radar gehabt hätte.

Ein großer Vorteil ist, dass man dann bei der Entwicklung der Technologie und Lösung nicht bei null anfangen muss. Man kann bei den Partner:innen – sprich Lead User:innen – schon auf anwendungstechnisches Know-How zugreifen und kann damit den Innovationsprozess beschleunigen.

Hohes Verständnis des Marktes führt zu Innovationserfolg

Durch das Einbinden von Kund:innen, Benutzer:innen, aber auch Stakeholder:innen aus dem Anwendungsumfeld und aus vor- und nachgelagerten Bereichen gewinnt man ein extrem hohes Verständnis zu den Bedürfnissen und Treibern.

Und da die Produkte der Medizintechnik eine sehr hohe Anwendungskomplexität haben, ist das genau der Erfolgsfaktor für eine gelungene Produktinnovation. Denn immerhin scheitern die meisten neuen Produkte aufgrund eines mangelnden Verständnisses über die Bedürfnisse und Prozesse von Kund:innen und Anwender:innen und erhalten dadurch wenig Akzeptanz.

Die Lead User:innen Methode hilft, genau dieses breite Anwendungsspektrum mit allen Bedürfnissen, Wünschen und Risiken zu identifizieren und in die neuen Produkte einfließen zu lassen.

Vernetzung mit Akteuren als Basis für neue Geschäftsmodelle

Durch die Einbindung von Kund:innen, Nutzer:innen, Stakeholder:innen und Expert:innen entstehen neue Erkenntnisse und Anknüpfungspunkte, die die Basis für eine neue Geschäftslogik bzw. Geschäftsmodell sind.

Einerseits erhält man durch die multifunktionalen Perspektiven neue Ideen. Andererseits baut man durch die Vernetzung im Workshop auch ein starkes Netzwerk für den Zugang zu Know-How oder auch für Kooperationen zur weiteren Entwicklung, zur Umsetzung und Vermarktung auf. 

Beispiel Ivoclar Vivadent: Entwicklung einer neuen Dentalkeramik

In einem Innovationsprojekt bei Ivoclar Vivadent war das Ziel eine neue Dentalkeramik zu entwickeln. Das Kund:innenbedürfnis war bekannt und das finale Produkt war ebenfalls klar. Aber es fehlte der Weg dorthin, nämlich die technische Lösung.

Im Zuge einer Technologiebewertung wurden sechs verschiedene Technologien zur Lösung gegenübergestellt. Die Entscheidung fiel auf die für die Anforderungen optimalste Technologie, die aber hatte für die Anwendung noch nicht die notwendige Reife.

Zur Entwicklung und zum Aufbau des erforderlichen Wissens wurde ein Lead User:innen Projekt mit ausschließlich Lead User:innen aus analogen Bereichen gestartet. Im Zuge des Projektes entstand dann ein neuer, innovativer Technologieprozess, um das neue Produkt in Serie zu fertigen. 

Fazit: Innovation mit Methodik in der Medizintechnik

Die Medizintechnik ist eine sehr starke und relevante Branche mit einem hohen Wachstumspotential. Innovation ist dabei der Hebel zum Erfolg, aber auch eine große Herausforderung, denn die Ansprüche der Branche sind komplex und hoch.

Um die Innovationspotentiale gewinnbringend zu nutzen, braucht es die richtige Methodik und genau hier hilft die Lead User:innen Methode. Denn mit der Lead User:innen Methode erhält man Zugang zu den umfangreichen Bedürfnissen aller Anspruchsgruppen und zu neuen Lösungen und Technologien, die die Basis für neue Produktinnovationen aber auch neue Geschäftsmodelle sind – kurz gesagt: eine Innovation mit Methodik.

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Angela Hengsberger

Geboren in Wien. Sie war bei Lead Innovation für die Geschäftsentwicklung mit den Funktionen Marketing, Vertrieb und Kommunikation zuständig.
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