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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 13-Sep-2018

Welche Mitarbeiter und Partner braucht man für eine Marktinnovation?

 

Mit einer Marktinnovation können Sie mit Ihrem bestehenden Produktportfolio und Ihrem Know-how neue Absatzmärkte erschließen. Die Erfahrung zeigt, dass bei einer erfolgreichen Marktinnovation das Knüpfen von hundert neuen Kontakt notwendig ist. Ein anderes Erfolgskriterium ist die Einbindung der richtigen Mitarbeiter in ein solches Projekt. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, welche Personen Sie in welchen Phasen einer Marktinnovation einbinden sollten.

Wenn Sie neue Expansionsmöglichkeiten suchen, können Sie solche mit einer Marktinnovation ohne allzu großen Investitionen durchführen. Die, im Vergleich zu anderen Innovationsarten, relativ niedrigen Kosten sind allerdings nicht der einzige Vorteil: durch eine Marktinnovation gewinnen Sie neue Partner, können Ihr Business auf eine breitere Basis stellen und vermindert damit Ihr Risiko. Wenn Ihre Technologie neu ist für die Branche, in die Sie eintreten,  dann haben Sie noch dazu einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den etablierten Marktteilnehmern.

Unter einer Marktinnovation dürfen Sie nicht die Expansion in neue Regionen verstehen. Vielmehr stoßen Sie dabei mit Ihrem bestehenden Produktportfolio, dem Know-how oder der Technologie in neue Branchen vor. Eine Marktinnovation gliedert sich in sechs Phasen. Damit der Eintritt in neue Märkte gelingt, müssen Sie sich für die einzelnen Etappen die geeigneten Partner und Mitarbeiter aussuchen.

Produktfolder LEAD Transfer

 

Analysieren Sie, welchen Nutzen Ihr Betrieb tatsächlich stiftet

Was Ihre Firma wirklich kann, wissen Sie und Ihre Belegschaft am besten. Sie sollten Mitarbeiter aus der Technikabteilung und Produktmanager damit betrauen, den Kernnutzen Ihres Portfolios oder Ihrer Technologie sowie Ihre Kernkompetenz klar zu beschreiben. Versuchen Sie mit diesem Team, die Funktion, den Nutzen und die Eigenschaften Ihrer Produkte und Technologien zu abstrahieren.

Ein Beispiel dafür: Das Vorarlberger Traditionsunternehmen Getzner Textil beherrscht eine spezielle Webtechnik für die Herstellung besonders dicker und funktionaler Stoffe. Diese Technologie nutzte das 190 Jahre alte Unternehmen bisher, um afrikanische Bekleidungsdamaste und Modestoffe für Hemden herzustellen. Die spezielle Webtechnik eignet sich jedoch auch für andere Anwendungsfelder: Getzner Textil erweiterte mit diesem Know-how das Sortiment um Corporate Fashion und die Herstellung technischer Stoffe.

 

Wichtig: Betrachten Sie Ihre Kernkompetenz aus unterschiedlichen Perspektiven

Die genau Analyse des Nutzens, den Ihr Betrieb generiert, bildet die Basis für eine erfolgreiche Marktinnovation. Diesem Schritt sollten Sie also die höchste Bedeutung beimessen. Ihre Kernkompetenz kennen Sie und Ihre Mitarbeiter ganz genau. Allerdings können Sie und Ihre Belegschaft diese nur aus der eigenen Perspektive aus betrachten. Aus Ihrem Blickwinkel könnten Sie wichtige Aspekt übersehen. Externe Personen haben eine andere Sicht auf Know-how. Möglicherweise fragen Sie Geschäftspartner oder -freunde oder Berater jetzt schon um Rat, bevor Sie wichtige Entscheidungen treffen. Solche Sparringpartner können Ihnen bei der exakten Analyse Ihrer eigenen Kompetenz helfen.

Ein Beispiel aus der Welt des Sports illustriert dieses Phänomen ganz klar: es ist fast unmöglich, die eigenen Schwächen bei der Lauftechnik zu entdecken. Das gelingt nur, wenn Sie ein Trainingspartner oder Coach beobachtet. Denn aus dieser Perspektive ist es klar ersichtlich, ob Sie wertvolle Kraft vergeuden und wie Sie Ihr Leistungspotenzial auch auf die Straße bringen.

 

Externe Dienstleister helfen, Branchen zu finden, in denen Ihr Know-how gefragt ist

Wenn Sie Ihre Kernkompetenz klar definiert haben, können Sie sich auf die Suche nach Branchen begeben, in denen diese gefragt sind. Dabei kann Ihnen ein Dienstleister wie LEAD Innovation mit seiner internen Kompetenzdatenbank weiterhelfen. Dessen Erfahrung und zusätzliche Recherche helfen bei diesem Abgleich. Das ergibt dann eine Longlist von Branchen, in denen Ihr Know-how prinzipiell gefragt ist.

 

Analysen und Gespräche verraten, ob sich ein Engagement wirtschaftlich rechnet

Auf Basis dieser Longlist können Sie nun jene Branchen herausfiltern, die sich für Ihren Betrieb auch wirtschaftlich rechnen. Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie die Märkte analysieren und die prägenden Trends aufspüren. Kurz: Versuchen Sie zu verstehen, wie die jeweilige Branche tickt. Um das herauszufinden, ist der Besuch von Branchenveranstaltungen als erster Schritt empfehlenswert. Hier erfahren Sie, wer die relevanten Player sind, vor welchen Herausforderungen der Markt steht und welche Hürden es aktuell zu überwinden gibt. Auf solchen Veranstaltungen können Sie auch Kontakte mit Vertretern von Forschungsinstituten, Universitäten, Interessenvertretungen, anderen Branchennewcomern und relevanten Marktplayern knüpfen. Die Gespräche mit dieser Gruppe sowie mit den Early Adopters helfen Ihnen abzuschätzen, welche Rolle Sie in einer Branche spielen könnten. Wenn Sie das Knüpfen von Kontakten und das Recherchieren für die wirtschaftliche Analyse nicht selbst erledigen wollen, kann dies ein Dienstleister wie LEAD Innovation übernehmen.

 

Top-Management entscheidet über die engere Auswahl

Nachdem Sie die Frage der Wirtschaftlichkeit eines Engagements geklärt haben, sollten Sie nun beschließen, welche Branchen in die engere Auswahl kommen. Über die Shortlist sollte immer das Topmanagement entscheiden, weil es die Strategie eines Unternehmens betrifft. Es ist Sache der obersten Führungsebene, darüber zu urteilen, welche Branchen zum Unternehmen passen und wie hoch die Kosten für einen Markteintritt sein dürfen. Bei Produktentwicklungen beispielsweise muss das Topmanagement nicht notwendigerweise eingebunden sein. Diese können Sie mit dem richtig zusammengestellten Innovationsteam realisieren. Fixer Teil eines solchen Teams ist dabei der Machtpromotor, der den Innovationsprozess aufgrund seiner Position in der Firmenhierarchie beeinflussen kann.

 

Treten Sie zunächst als potenzieller Partner und nicht als Verkäufer auf

Ist die Shortlist der in Frage kommenden Branchen erstellt, folgen zahlreiche Gespräche mit Branchenvertretern, Early Adopters und potenziellen Partnern. Gerade bei letzterer Gruppe ist es wichtig, die Vertreter der richtigen Abteilung zu kontaktieren. Ein Einkäufer eines potenziellen Interessenten ist der falsche Ansprechpartner. Denn noch haben Sie ja nichts Konkretes zu verkaufen. Sie müssen Ihr Know-how bzw. Ihre Produkte so anpassen, dass sie für die neue Branche attraktiv sind. Das bedeutet, dass Sie etwas gemeinsam mit dem jeweiligen Markt entwickeln müssen. Das ist selbst dann der Fall, wenn Sie Ihre Produkte alleine und nicht gemeinsam mit einen Partner in der neuen Branche anbieten wollen. Zielführender ist es deshalb, wenn sich Mitarbeiter aus der Entwicklungsabteilung, aus dem Produktmanagement und aus der Geschäftsführung Ihrer Firma mit Vertretern von potenziellen Partnern treffen, die ähnlichen Abteilungen angehören. Diese Konstellation stellt sicher, dass der Wille, etwas gemeinsam oder für die Branche erarbeiten zu wollen, im Vordergrund steht.

 

Über das Go oder das No-Go entscheidet das Topmanagement

Die Informationen und Gespräche aus den vorangegangenen Phasen geben Ihnen Aufschluss über Absatzchancen und potenzielle Partnerschaften der auf Ihrer Shortlist befindlichen Branchen. Entscheiden Sie sich nun für jenen Markt, der Ihnen am lukrativsten erscheint. Diesen Beschluss zu fassen, ist Sache der obersten Führungsebene. Sie ist dann auch gefragt, um die ersten Partnerschaften und Verträge mit Vertretern der neuen Branche zu fixieren.

 

Fazit: Welche Mitarbeiter und Partner braucht man für eine Marktinnovation?

Eine Marktinnovation ist eine sehr ressourcenschonende Alternative, um neue Absatzmärkte und Wachstumspotenziale zu erschließen. Gleichzeitig ist es aber auch eine Innovationsart, an der sehr viele verschiedene Personen direkt oder indirekt beteiligt sind. Es ist dabei erfolgsentscheidend, wer in welcher Phase des Projekts involviert ist, und wer nicht. Selbst wenn Sie Ihr Produkt und Ihre Technologie nur marginal an die Erfordernisse des neuen Marktes anpassen: Versuchen Sie zunächst einmal genau zu lernen, wie eine Branche tickt, bevor Sie etwas verkaufen wollen.

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Franz Emprechtinger

Born in Ried im Innkreis. As Head of Innovation, he is responsible for the entire project management and specializes in the areas of fuzzy front end and business model innovation.

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