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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 14-Jan-2021

Was ist Rapid Prototyping?

Rapid Prototyping definiert eine Methode, die es Unternehmen ermöglicht, schon in der Phase der Planung eines Produktes ein Prototyp herzustellen. So kann eine frühe Erkennung von Makeln, Defekten oder Schwächen eines Produktes dazu beitragen, dass während des Produktprozesses hohe Kosten für Fehlerbehebungen entstehen. Hier können Sie nachlesen, in welchen agilen Methoden Rapid Prototyping zur Anwendung kommt.

Kernkompetenz des Rapid Prototyping ist es, Ideen zum frühest möglichen Zeitpunkt in „greifbare“ Prototypen umzusetzen, und diese am Kunden zu testen. Wichtig ist bei der Anwendung von Rapid Prototyping im Innovationsmanagement vor allem, dass eine Idee möglichst schnell visualisiert wird.

Ein gängiges und häufig eingesetztes Beispiel für Rapid Prototypen ist der 3D Druck, die Möglichkeit ein schnelles 3D- Modell mittels dieser Print-Variante herzustellen, kann viel Zeit und Kosten im Produktionsprozess sparen.

In vielen Definitionen des Prozesses, wird Rapid Prototyping mit 3D Druck gleichgestellt, wobei vor allem im Innovationsmanagement und in agilen Methoden auch andere Varianten, wie beispielsweise eine Skizze, ein Video, ein Flyer oder andere Formen der Visualisierung von Produkten und Dienstleistungen, Methoden von Rapid Prototyping sein können.

Im Endeffekt kann man als Unternehmen in den verschiedensten Bereichen durch diesen Prozess sein Produkt am Markt ausprobieren und abfragen, bevor man den gesamten Entstehungsprozess finanziert.

Rapid Prototyping kann in jedem Innovationsprozess oder Entwicklungsprozess angewandt werden, am Häufigsten findet es aber derzeit Anwendung in agilen Methoden. Folgende agile Methoden und deren Bezug zum Rapid Prototyping stellen wir Ihnen in diesem Blogbeitrag vor:

  • Design Thinking
  • Design Sprint
  • Lean Start up
  • Scrum

 

 

Design Thinking, Design Sprint, Lean Startup und Scrum

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Den „Anfang“ der agilen Methoden macht Design Thinking.

Diese agile Methode startet noch, bevor man genau weiß, wohin die Reise gehen wird. Vor der eigentlichen Ideengenerierung beschäftigt man sich mit dem sogenannten Problemraum, um herauszufinden, was denn der Kunde wirklich braucht. Man durchläuft weit gefasste Prozesse, in denen viele Ideen gesammelt, aber auch wieder verworfen werden. Dieser Prozess kann zeitlich sehr unterschiedlich sein und Tage bis Monate dauern.

Hier geht es noch nicht um die konkrete Richtung, in die sich ein Produkt bewegt, denn man sammelt so lange Ideen, bis man eine vorerst passende für sein Produkt oder sein Service hat. Aus dieser ersten Hypothese einer Idee wird dann aber möglichst schnell eine Visualisierung – und so geht es ins Rapid Prototyping.

 Im Design Sprint findet eine weitere mögliche Form von Rapid Prototyping statt, denn hier wird die Produktidee konkretisiert und das in einem kurzen Sprint von einer Woche. Nachdem man erforscht hat, was den Markt begeistern könnte, wird am Ende dieses Prozesse bereits ein Prototyp weiterentwickelt und beim Kunden abgetestet.

 Im nächsten Schritt kann Lean Startup zum Einsatz kommen, eine Methode, die testet, was der Kunde wirklich will und versucht heraus zu finden, wie der Prototyp beim Kunden ankommt. Beim Lean Startup startet man also bereits mit einer konkreten Hypothese oder Idee und baut einen ersten schnellen Prototyp, der gleich getestet wird mit dem Ziel, die Hypothese zu verwerfen oder anzupassen. In diesem schnellen Zyklus werden immer wieder Ideen visualisiert und verändert.

 Im vorerst letzten Schritt, kann Scrum seine Anwendung finden. In diesem iterativen Prozess kennt man die Produktanforderungen bereits und es wird in mehreren Teilschritten das Produkt entwickelt. Am Ende eines Sprints – dem Durchlauf eines Zyklus in Scrum, der zwischen 2 und 4 Wochen dauert – wird immer ein Prototyp bzw. ein greifbares Ergebnis vor dem Kunden präsentiert mit dem Ziel, möglichst rasch Feedback zu bekommen um dieses im nächsten Sprint wieder einarbeiten zu können und so den Prototyp zu detaillieren bis zum fertigen Produkt.

 Rapid Prototyping kann somit innerhalb aller agilen Methoden stattfinden, meist aber mit einem unterschiedlichen Detailierungsgrad.

Beispiele für Rapid Prototyping:

 Stellen Sie sich vor, Sie würden ein neues Konzept für eine Raumlandschaft für einen Kundenbereich eines Unternehmens entwickeln. Nach der Ideensammlung und der vorerst fertigen Produktidee entwickeln Sie einen „Prototyp“. Sie bauen den Prototyp mit einfachen Mitteln in einem Raum: Papp-Aufsteller, projizierte Bilder an der Wand, kleine Farbveränderungen oder eine animierte digitale Visualisierung, die die neue Raumlandschaft zeigt. Jetzt ist die „Marktforschung“ an der Reihe. Anhand der Reaktionen der Kunden wie Wirkung der neuen Raumaufteilung durch Beobachtung oder gezieltes Einholen von Feedback durch Interviews kann vorab getestet werden, was die Kunden in Ihrem Umfeld wohler fühlen lässt, bevor man den gesamten Bereich umbaut.

 Wieso Rapid Prototyping?

 Wenn Sie ein Produkt, ein Service oder eine Dienstleistung auf den Markt bringen wollen, können Sie mit dieser Methode im Vorfeld eine schnelle Analyse erstellen, die Ihnen helfen wird, die Schwächen und Fehler Ihres Produktes früh zu erkennen. Egal ob es sich um eine Dienstleistung oder ein materielles Produkt handelt, durch die Erstellung dieser Prototypen bzw. dem Rapid Prototyping-Prozess, können Sie direkt in Interviews und durch Kundenbeobachtung teure Produktions- und Entstehungskosten vermeiden, da ihr Prototyp bereits in der Entwicklung und vor Fertigstellung optimiert werden kann.

 Wie Sie anhand dieses Beitrages erkennen können, ist Rapid Prototyping viel mehr als „nur“ der 3D-Druck eines Produktes. Es hat auch mit der Erstellung von Skizzen, CAD-Zeichnungen, „Fake“-Produktflyern, Storyboards, Erklär-Videos oder dem Mock-up einer App/Website seine Berechtigung. Rapid Prototyping kann in vielen Entwicklungsbereichen Anwendung finden – von der Digitalisierung, über die App-Entwicklung bis hin zur klassischen Produktentwicklung.

 

Tanja ESCHBERGER

Born in Lower Austria. At LEAD Innovation she works as Head of Innovation and focuses on agile innovation management via SCRUM.

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