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LEAD Innovation Blog

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5 Jobs, in denen Roboter Menschen ersetzen könnten

 

Innerhalb von 20 Jahren wird in den USA fast die Hälfte aller Jobs von Robotern erledigt werden, prognostiziert eine Studie der Universität Oxford. Der technische Fortschritt sorgt dafür, dass sich niemand wirklich sicher sein kann, nicht bald von Maschinen ersetzt zu werden. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, was Roboter heute schon so alles drauf haben. Sie werden überrascht sein, dass auch in diesen 5 Jobs bereits Roboter Menschen ersetzen - mehr oder weniger.

Wie der Branchenverband International Federation of Robotics (IFR) vor kurzem vorrechnete, gehört Österreich in Sachen Roboterdichte zu den weltweiten Spitzenreitern der Welt. Auf 10.000 Beschäftigten kommen derzeit 144 Roboter. Dieses Verhältnis bringt der Alpenrepublik Platz 14 auf dem weltweiten Ranking ein. Dieses dominiert schon seit dem Jahr 2010 Südkorea mit derzeit 631 Robotern - gefolgt von Singapur (488) und Deutschland (309).

 

Die Hälfte der Jobs geht innerhalb von 20 Jahren verloren

Die Roboter nehmen uns Menschen Arbeit ab - oder je nach Sichtweise - auch weg. Einer Studie, die die Universität Oxford schon im Jahr 2013 publiziert hat, geht davon aus, dass in den USA innerhalb von zwei Dekaden immerhin 47 Prozent aller Jobs verschwinden, weil sie von Robotern erledigt werden können.

Einige Berufe sind bereits fix in der Hand von Robotern, und das ist für uns auch selbstverständlich. Produktionsstraßen, an denen sich Schweißroboter an Schweißroboter reihen, überraschen heute niemanden mehr.

Doch welche Berufe fallen als nächstes weg? Der US-Autor, Technikexperte und Kenner des Silicon-Valley beantwortet diese Frage ganz einfach: „Fast jeder Job, bei dem jemand vor einem Bildschirm sitzt und Informationen verarbeitet, ist bedroht.“ Doch das ist eine eher konservative Einschätzung. Hier finden Sie 5 Jobs, von denen Sie überrascht sein werden, dass sie bereits von Maschinen mehr oder weniger zufriedenstellend verrichtet werden. Die Auswahl zeigt, wie vielfältig die Fähigkeiten der Roboter inzwischen sind.

Handbuch Kreativitätsmethoden

 

1) Postbote

Dieser Berufsstand hatte vielleicht früher einmal zusätzlich zur Postzustellung auch eine soziale Funktion. Heute ist die ob des Zeitdrucks nicht mehr unterzubringen. Doch Sendungen nur so schnell wie möglich von einem Ort  an einen anderen bringen, können Maschinen besser. Ihnen werden nun sicherlich Drohnen einfallen, an denen nicht nur Amazon oder DHL sondern auch die Österreichische Post experimentieren. Falsch gedacht. Denn wenn künftig diese autonomen Fluggeräte die Post zustellen würden, wäre unser Himmel schwarz. Der Transwheeler hingegen kommt auf der Straße bis zur Haustüre zum Empfänger. Das Gerät sieht so ähnlich aus wie ein Segway nur ohne Passagier. Noch handelt es sich um einen Prototypen. Aber vielleicht kombiniert man den Transwheeler auch mit einer Funktion, die kurze Unterhaltungen mit dem Adressaten der Sendungen erlaubt. Damit würde der Roboterpostbote wieder Sozialkontakte bieten können. Die Deutsche Post hingegen testet gerade einen so genannten „Zweierweg“. Sie stellt dem menschlichen Postboten einen Roboter als Lastenesel zur Verfügung, der bis zu 150 Kilogramm transportieren kann. Vielleicht ist dieser Weg sogar die bessere Lösung: Der menschliche Teil des Zustellteams spricht mit dem Empfänger, der mechanische trägt die Last.

 

2) Landwirt

Vielen von uns ist bisher entgangen, dass die Landwirtschaft eine hoch technologische Angelegenheit ist. Schuld an diesem Irrglauben sind wohl die bunten Bilder aus der Werbung, die Landwirte nur als naturverbundene, liebenswerte aber oft auch ein bisschen patscherte Zeitgenossen zeigen. Fakt ist, dass autonomes Fahren in der Landwirtschaft schon längst angekommen ist - wie der Traktorhersteller Lindner kürzlich erneut bewies. Doch das ist noch längst nicht alles. Mit relativ wenigen Mitteln und einer von Google befeuerten, über die Cloud verfügbaren Künstlichen Intelligenz realisierte der japanische Ingenieur Makoto Koike eine Gurkensortiermaschine für seine Eltern. Bisher sortierte seine Mutter das Gemüse in neun verschiedene Qualitätsstufen und zwar hinsichtlich Form, Frischegrad, Farbe, Kratzer und Stacheligkeit. Nun erledigt diese durchaus nicht einfache Aufgabe ein Roboter. An der Berner Fachhochschule wird gerade ein Feldroboter entwickelt, der Felder völlig autonom säen oder auch düngen kann und dabei um vieles effizienter arbeitet, als ein Mensch. Australische Forscher wiederum arbeiten an einem Roboter, der das Hüten und Treiben von Rindern und anderen Nutztieren übernimmt.

 

3) Sexarbeiterinnen und -arbeiter

Auch das älteste Gewerbe ist vor Robotern schon längst nicht mehr sicher. Freilich: Die  Pornoindustrie galt schon immer als Vorreiter der Digitalisierung - derzeit etwa beim Thema Virtual Reality. Dass nun aber auch smarte Hardware zum Einsatz kommt, überrascht dann doch. Das Unternehmen True Companion hat bereits einen Sexroboter namens Roxxy auf den Markt gebracht. Die Gummipuppe kann reden, zuhören und reagiert auch auf Berührungen. Ihr Äußeres entspricht aber noch sehr stark einem stereotypen Frauenbild - und ist wenig lebensecht. Das Thema Sexroboter indes ist kontroversiell und sorgt für jede Menge Aufmerksamkeit. Kürzlich ging in London die Love and Sex with Robots“-Messe über die Bühne. Die nächste ist bereits im Dezember an der University of Montana geplant.

 

4) Creative Director

Ideenreichtum und Kreativität sind zwei Gaben, die jeder von uns ausschließlich uns Menschen, vielleicht noch einigen Tieren, zuschreiben würde. Doch beides ist auch in Maschinen abbildbar, wie man so schön sagt. Dies beweist die Werbeagentur McCann Erickson Japan, die seit 2016 einen Creative Director Namens AI-CD beta im Einsatz hat. Zur Erläuterung: Kreativdirektoren denken sich in der Regel Werbekampagnen und Strategien aus. Dies leistet auch AI-CD beta. Das Gerät eruiert und evaluiert Daten, um die effektivste Strategie für Werbekampagnen zu entwickeln. So untersucht die Maschine etwa, ob sich Wetter, Standort oder bestimmte Ereignisse auf eine bereits laufende Kampagne auswirken. Oder AI-CD beta analysiert die Performance von Advertisements auf Kanälen wie YouTube, um daraus Schlüsse zu ziehen und Strategien zu entwickeln. Seine Ideen und Vorschläge bringt AI-CD beta übrigens dank eines Greifarms und der Fähigkeit, einen Stift zu bedienen, selbst auf Papier. Echte Kreative schreiben eben noch immer am liebsten mit der Hand. Selbst wenn sie aus Blech und Kunststoff sind.

 

5) Profisportler

Am Rande der Winterolympiade in Pyeongchang bewies eine Handvoll Roboter, dass sie auch Sportsgeist besitzen. Bei der "Ski Robot Challenge" galt es für acht Teams, einen etwa 80 Meter langen Riesenslalomparcours so schnell wie möglich zu meistern. Vorgabe war, dass die Rennläufer eine Mindestgröße von 50 Zentimeter aufweisen und über ein menschenähnliches Aussehen mit Knie und Ellbogengelenken verfügen. Wie ein Video der teilnehmenden Firma Minirobot beweist, geriet der Wettkampf aber dann zu einer Art Wettkullern. „Zfrech einigfoan“ würde der Slalomkommentator Hansi Hinterseer sagen. Hat er aber nicht, wohl auch weil der Wettbewerb kein Teil des offiziellen IOC-Programmes war. Robotersportler ignorierte das Internationale Olympische Komitee bisher. Mögen die Leistungen der Skiroboter an jene von Marcel Hirscher und Co noch lange nicht heranreichen: In anderen Sportarten ist die Leistung der Roboter durchaus beachtlich. Etwa beim Roboter Wrestling oder beim Roboterfußball. Die Veranstalter des RoboCup haben sich übrigens zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 ein Team autonomer humanoider Roboter zusammenzustellen, das den aktuellen Fußballweltmeister schlägt.

 

Fazit: 5 Jobs, in denen Roboter Menschen ersetzen könnten

Diese fünf Beispiele lassen die Vermutung zu, dass früher oder später wirklich fast jeder Job auch von einer Maschine erledigt werden kann. Das deutsche Institut für Arbeits- und Berufsforschung bietet einen Job-Futuromat im Web an. Dort können Sie Ihren Beruf eingeben und erfahren danach, welche und wie viele der damit verbundenen Tätigen schon heute Roboter erledigen können. Ein Tipp: Bei Yogalehrer sind es exakt Null Prozent - bei einem Anwalt für Strafrecht immerhin schon 17 Prozent.

Methoden zur Ideengenerierung und Bewertung

Franz Emprechtinger

Born in Ried im Innkreis. As former Head of Innovation, he was responsible for the entire project management and specializes in the areas of fuzzy front end and business model innovation.

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