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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 29-Jan-2019
Autor: Michael PUTZ

Wie Sie vom Outsourcing des Innovationsmanagements profitieren

 

Durch das Auslagern von notwendigen unternehmerischen Aufgaben, wie etwa dem Rechnungswesen oder der IT, können sich Unternehmen stärker auf ihren USP konzentrieren und schlagkräftiger agieren. Viele Entscheider können sich allerdings nicht vorstellen, Kernaufgaben wie das Innovieren von anderen erledigen zu lassen. Warum das Outsourcing des Innovationsmanagements auch Ihren Betrieb beflügelt, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.

Neues zu erfinden zählt zweifelsohne zu den Kernaufgaben jedes Unternehmens. Geradezu fahrlässig ist es, diesen Bereich dem Zufall zu überlassen. Folglich ist es notwendig, die eigenen Innovationsaktivitäten zu managen. Unter Innovationsmanagement sind dabei alle Aktivitäten zu verstehen, die Erneuerungen im Unternehmen fördern. Das können neue Produkte, neue Geschäftsmodelle oder neue Prozesse sein. Das Innovationsmanagement besteht dabei aus:

1) Der Gestaltung eines Umfeldes, in dem Ideen im Betrieb entstehen und zu Innovationen weiterentwickelt werden. Dies betrifft die Organisation und Unternehmenskultur.

2) Dem Innovieren selbst - angefangen von der Identifizierung relevanter Trends über die Formulierung von Suchfeldern und Ideen bis hin zur Entwicklung einer am Markt erfolgreichen Invention. Dieser zweite Aspekt des Innovationsmanagements erfordert Kreativität und Projektmanagement.

 

Innovationen sorgen dafür, dass der USP auch in Zukunft Umsätze generiert

Beim Innovieren bündelt eine Firma im besten Falle all ihre Kernkompetenzen, um den eigenen USP immer wieder aufs Neue in Nutzenversprechen für die eigenen Kunden zu übersetzen, die den ständig wechselnden Bedürfnissen und Anforderungen entsprechen. Einfach ausgedrückt: Das Innovationsmanagement sorgt dafür, dass ein Betrieb sein Alleinstellungsmerkmal aufrecht erhalten kann, dass dieser für bestehende oder neue Kunden einen relevanten Nutzen stiftet und somit auch in Zukunft Umsätze generiert. Dass die Geschäftsführung über diesen Bereich die volle Verfügungsgewalt und Kontrolle hat und in die eigenen Innovationsaktivitäten möglichst keine externen Personen einbinden will, ist angesichts deren Bedeutung nur verständlich.

 

Ingenieure sind die besseren Erfinder, aber die schlechteren Manager

Mit dieser Haltung läuft aber jede Organisation Gefahr, die eigene Innovationsaktivitäten von Zufällen und Emotionen abhängig zu machen und gleichzeitig die Bedürfnisse des Marktes zu ignorieren. Denn ein ganzheitliches Innovationsmanagement, das bei einer strukturierten Auseinandersetzung mit relevanten Trends beginnt und bis hin zur Vermarktung von Innovationen geht, ist in vielen auch großen Unternehmen aus dem D-A-CH-Raum wenig gebräuchlich. Dies liegt vor allem daran, dass besonders Fachleute, Techniker und Wissenschafter die Geschicke der großen Konzerne leiten. Dieser hohe Stellenwert des Ingenieurwesens hat sicherlich zu vielen, technisch atemberaubend ausgefeilten Lösungen geführt. Doch eine technisch herausragende Invention muss nicht notwendigerweise zu einer am Markt erfolgreichen Innovation werden. Denn wenn der Markt dafür fehlt, wird auch die tollste Erfindung zum teuren Flop.

 

Die Liebe zur eigenen Idee schadet dem Unternehmen

Verfügen Entscheidungsträger über ein hohes Fachwissen in ihrem Bereich, bringen sie sich logischerweise sehr stark in den Bereich Forschung- und Entwicklung ein und formulieren auch eigene Ideen. Dies bringt sie aber in die verzwickte Lage, eigene Ideen managen zu müssen. Dass man zu den eigenen Geistesblitzen eine emotionale Bindung aufbaut, ist bekannt. Es ist deshalb unmöglich, sie objektiv zu behandeln, zu bewerten und im notwendigen Fall eine No-Go-Entscheidung zu treffen. Emotionen haben bei Innovationen ebenso wenig verloren, wie beispielsweise bei Geldanlagen. Denn lässt man sich an der Börse von Gefühlen leiten, ist die Gefahr von schmerzhaften Verlusten überaus hoch. Viel erfolgsversprechender ist es, wenn CEOs Entscheidungen treffen, die auf objektiven Fakten und dem Know-how interner wie externer Fachleute fußen. Letzteres stellt sicher, dass in ein Innovationsprojekt auch andere Perspektiven, und nicht bloß jene des Unternehmens und seiner Mitarbeiter, einfließen.

 

Outsourcing von Innovationsmanagement schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen

Das Outsourcen von Innovationsmanagement bedeutet nicht, den Bereich Innovation aus der Hand zu geben. Die Entscheidung, welche Erfindungen auf den Markt gebracht werden sollen und welche nicht, muss weiter bei der obersten Führungsebene liegen. Ansonsten wäre es schwierig, intern mit der Innovation zu überzeugen und das Unternehmen würde ein solches Projekt auch kaum mittragen. Beim Outsourcing des Innovationsmanagements geht es darum, die optimale Grundlage zu schaffen, damit das Management fundiert entscheiden kann. Optimal bedeutet, dass der gesamte Innovationsprozess objektiv und nachvollziehbar abläuft. Um dies zu erreichen, haben sich diese zwei Modelle bewährt:

1) Zusammenarbeit mit einem externen Innovationspartner

Viele Wege führen nach Rom - das ist auch beim Erfinden nicht anders. Es gibt viele Ansätze, um relevante Trends zu erkennen, Ideen zu generieren, Konzepte daraus zu entwerfen und letztendlich Innovationen am Markt zu platzieren. Als externer Innovationspartner versteht sich LEAD Innovation als Spezialist für all diese Methoden und nicht als Berater für bestimmte Branchen. Durch seine hohe Expertise kann das Team von LEAD Innovation für jedes Projekt die dafür am besten passende Methode auswählen. Darüberhinaus bietet die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister viele Vorteile - unter anderem den Zugang zu einem internationalen Erfindernetzwerk. Dies ermöglicht es, externes Know-how und die Perspektive von Experten in ein Innovationsprojekt einfließen zu lassen.

Eine solche Kooperation kann auf ein Projekt bezogen sein, sie bewährt sich aber auch über einen längeren Zeitraum. Denn dabei lernt ein externer Innovationsdienstleister seinen Kunden besser kennen und kann ihn auch außerhalb von konkreten Projekten beraten. So sieht es LEAD Innovation als seine Pflicht an, seine Kunden auf Bereiche oder Prozesse aufmerksam zu machen, bei denen das Unternehmen Potenzial brach liegen lässt.

2) Eigene Abteilung oder Tochterunternehmen als externer Innovationsmanager

Einige große Konzerne haben eigene Unternehmen gegründet, um das Innovationsmanagement auszulagern. Der börsennotierte Chemiekonzern mit Sitz in Essen, Evonik, beschäftigt knapp 37.000 Mitarbeiter. Die bereits vor 20 Jahren gegründete Creavis fungiert als strategische Innovationseinheit des Konzerns. Die 150 Mitarbeiter konzentrieren sich auf mittel- und langfristige Innovationsprojekte, die die Strategie von Evonik unterstützen und neue Businessmöglichkeiten eröffnen. Creavis bündelt dabei das Fachwissen mehrerer operativer Einheiten von Evonik und ergänzt es mit externer Expertise.

Einen anderen Weg hat die Deutsche Telekom vor etwas mehr als 6 Jahren eingeschlagen. Mit dem Inkubator hub:raum hat der Konzern eine Schnittstelle zur schnell agierenden und kreativen Start-up-Welt geschaffen. Hub:raum hilft innovativen Gründern nicht nur mit Investments sondern auch mit Know-how, Technologie, seinem Netzwerk und sogar Räumlichkeiten (Co-Working-Spaces) dabei, ihre Geschäftsmodelle zum Laufen zu bringen. Dabei konzentriert sich hub:raum auf Produkte und Services, die das Angebot der Deutschen Telekom insgesamt erweitern können. Ein konkretes Beispiel: So unterstützt hub:raum etwa den Handy-Reparatur-Dienst Reparando dabei, das eigene Geschäft auszurollen und kann gleichzeitig den Kunden der Deutschen Telekom ein neues Service offerieren.

Solche selbstständigen Units, die Ideen von externen zu tragfähigen Business-Cases machen, haben inzwischen viele Unternehmen gegründet. Gebräuchlich sind dabei zwei Modelle: Venture Gesellschaften konzentrieren sich aufs Investieren. Business Angels oder Inkubatoren bieten externen Ideengebern auch in vielen anderen Bereichen Unterstützung an (Marktzugang, Managementerfahrung, Buchhaltung, Büroräumlichkeiten, ...), die für ein Unternehmenswachstum notwendig ist.

 

Fazit: Wie Sie vom Outsourcing des Innovationsmanagements profitieren

Innovationsmanagement auszulagern ist in so manchen Teppichetagen von Unternehmen völlig undenkbar. Niemand will das Ruder bei einem so wichtigen Kernbereich aus der Hand geben. Beim Outsourcen des Innovationsmanagements ist dies aber völlig unnötig. Denn welche Trends als relevant eingestuft, welche Ideen weiterverfolgt und welche Inventionen auf dem Markt lanciert werden sollen, entscheidet auch weiterhin die oberste Führungsebene. Das Outsourcing des Innovationsmanagements sorgt vielmehr dafür, dass diese weitreichenden Entscheidungen auf objektiven Fakten und der Expertise von internen und externen Experten basieren. Letztendlich sorgt das Outsourcing des Innovationsmanagements dafür, besser Entscheidungen zu treffen.

Innovations-Check

Michael PUTZ

Born in the Salzkammergut. After working for Shell and Porsche, he concentrated on innovation management as a study assistant at the Innovation Department of the Vienna University of Economics and Business Administration. In 2003 he founded LEAD Innovation and manages the company as Managing Partner. Lectures at MIT, in front of companies like Google or NASA.

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