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LEAD Innovation Blog

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Datum: 11-Sep-2018

Wie Sie mit einem Innovationsstammbaum Innovationsziele definieren

 

Innovationsziele als übergeordnete Bestandteile eines Innovationsprozesses markieren den Startpunkt des Innovationsprozesses und definieren die daraus abgeleiteten Strategien und Prozessschritte. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie mit einem Innovationsstammbaum Ihre Innovationsziele für das Unternehmen ableiten und definieren können.

Was ist ein Innovationsstammbaum?

Wenn es um die Definition von Innovationszielen geht, stellen sich zunächst viele Fragen: 

  • Welche Innovationsarten werden angestrebt: Liegt der Fokus auf Produkten oder sind auch neue Prozesse oder neue Technologien relevant?
  • Wie hoch soll der Innovationsgrad sein: Geht es nur um das Facelift eines Produktes oder wird eine Durchbruchsinnovation angestrebt?
  • Wie viele Innovationen pro Jahr sollen in welchen Bereichen umgesetzt werden?

Eine effektive Möglichkeit zur Definition und Formulierung von Innovationszielen liegt in der Analyse der Innovationsvergangenheit eines Unternehmens. In Gesprächen mit erfahrenen Mitarbeitern Ihres Unternehmens können Sie leicht herausfinden, welche Produkte, Prozesse, Technologien oder Services im Unternehmen als innovativ bewertet werden. Der LEAD Innovationsstammbaum dient dann zur grafischen Darstellung der Innovationen der Vergangenheit. Er schafft eine Übersicht der Innovationen und zeigt, mit welchen Innovationen Sie in der Vergangenheit am Markt erfolgreich waren – denn aus der Vergangenheit können wichtige Schlüsse für die Zukunft gezogen werden.

Um das Bild der Innovationsvergangenheit zu vervollständigen, kann der Innovationsstammbaum zusätzlich durch einen Flopstammbaum ergänzt werden. Es werden hier dann jene Innovationen abgebildet, die entweder in einem sehr frühen Entwicklungsstadium oder auf dem Markt gescheitert sind. Die Erkenntnisse daraus sind ebenso lehrreich für künftige Innovationsziele wie ein Innovationsstammbaum.

 

Identifikation von Innovationen

In einem nächsten Schritt erfolgt die Unterscheidung zwischen einer Invention und einer Innovation. Von einer echten Innovation spricht man nach Schumpeter dann, wenn eine Invention, also eine Idee, auch auf dem Markt erfolgreich war. Durch einen Abgleich der Produkte, Prozesse, Technologien oder Services mit einem definierten Erfolgsmerkmal lässt sich einfach herausfinden, was tatsächlich eine Innovation war. Somit erscheinen am Innovationsstammbaum jene Produkte, die nicht nur als innovativ gelten, sondern die auch Erfolg am Markt aufweisen.

 

Innovationsstammbaum abbilden

Sobald Sie definiert haben, was eine Innovation für Ihr Unternehmen ist, können Sie mit der Entwicklung Ihres Innovationsstammbaumes beginnen. Die identifizierten Innovationen der Vergangenheit werden dabei nach Produktgruppen oder ähnlichen Kriterien kategorisiert und chronologisch geordnet abgebildet. Damit werden drei Dinge sichtbar:

  • Innovationsart und Innovationsgrad: Welche Innovationen können Sie aufgrund der Vergangenheit von Ihrem Unternehmen erwarten? Hatten Sie den Fokus auf Produktinnovationen oder haben Sie auch viele neue Prozesse oder Technologien eingeführt? Waren Sie bisher mit Signature Innovations oder Nachahmerprodukten erfolgreich? Verfügt Ihre Forschungs- und Entwicklungsabteilung auch über die Kapazitäten für eine Durchbruchsinnovaton?
  • Anzahl und Zeitabstände: Wie viele und wie regelmäßig platzieren Sie Innovationen am Markt? Der Stammbaum zeigt Ihnen detailliert, in welchen Zeitabständen Ihr Unternehmen wichtige Innovationen hervorgebracht hat. Daraus lässt sich dann ableiten, in welchen Zeiträumen Sie sich die nächsten Innovationsziele setzen können. 
  • Zukunftsträchtige Bereiche: In welchen Bereichen lohnen sich Innovationen besonders? Wo soll der Fokus der Innovationen liegen? Der Innovationsstammbaum gibt Aufschluss über Produktgruppen, mit denen Sie in den vergangenen Jahren besonders erfolgreich waren. Er zeigt aber auch, in welchen Bereichen Bedarf an Innovationen besteht, da hier beispielsweise bereits seit vielen Jahren keine Innovation mehr platziert wurde.  
  • Muster: Welche Muster haben Sie bisher zu erfolgreichen Innovationen oder Flops geführt? Ein Innovationsstammbaum hilft Ihnen, erfolgreiche Muster zu identifizieren und für Ihre zukünftige Innovationstätigkeit anzuwenden (z.B. die Entwicklung von Innovationen mit LEAD Usern). Ein Flopstammbaum hingegen zeigt, was zum Flop geführt hat und was Sie beim nächsten Projekt besser machen können. Beide Stammbäume unterstützen Sie dabei, das Risiko von Flops zu minimieren.
  • Branchenzyklen: Steht Ihre Branche vor einer Durchbruchsinnovation? Disruptive Innovationen treten in jeder Branche in bestimmten Zeitabständen auf. Wenn Sie Ihre Branche genauer analysieren, erkennen Sie, ob eine solche Innovation in näherer Zukunft zu erwarten ist oder nicht. Indem Sie die Entwicklungszyklen Ihrer Branche über Ihren Innovationsstammbaum legen, können Sie Ihre Innovationstätigkeit darauf ausrichten – oder Sie kreieren selbst eine Durchbruchsinnovation.

Anhand eines Innovationsstammbaums können Sie somit viel für die Zukunft ablesen – von der Anzahl der Innovationen über Innovationsgrad und Innovationsart bis hin zur Mustererkennung gibt Ihnen der Stammbaum einen Überblick, was ihr Unternehmen leisten kann. In Kombination mit der Trend- und Bedürfnisentwicklung der Zukunft lassen sich wichtige Erkenntnisse für künftige Innovationsvorhaben sowie Innovationsziele ableiten.

 

Fazit: Wie Sie mit einem Innovationsstammbaum Innovationsziele definieren

Der Innovationsprozess beginnt nicht erst mit der Ideengenerierung, sondern bereits mit der Festlegung von Innovationszielen. Der Innovationsstammbaum, den Sie auch durch einen Flopstammbaum ergänzen können, bildet Ihre Innovationsvergangenheit ab. In Kombination mit der Analyse von Trends lassen sich daraus fundierte Innovationsziele sowie die Roadmap für Ihr Unternehmen ableiten. So kann beispielsweise auf einen Blick festgestellt werden, dass ein Produkt bald überaltert sein wird, das Marktbedürfnis jedoch nach wie vor gegeben ist und ein neuer Trend innovative Lösungen in der Zukunft erfordert. Je mehr Sie daher über Ihre Innovationsvergangenheit wissen, desto detaillierter können Sie Ihre Innovationsziele planen und desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit für Flops.

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Tanja ESCHBERGER

Born in Lower Austria. At LEAD Innovation she works as Innovation Manager and focuses on agile innovation management via SCRUM.

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