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LEAD Innovation Blog

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Datum: 10-Okt-2018
Autor: Daniel ZAPFL

Wie Roadmaps Ihnen zeigen, wann Industrie 4.0 für Sie relevant wird

 

Industrie 4.0 ist ein Megatrend und in aller Munde. Was darunter genau zu verstehen ist, ist durchwegs unklar. Die Unsicherheit, wann das Thema für das eigene Unternehmen relevant wird, ist deshalb groß. Roadmaps informieren Sie darüber, wann Sie sich mit Industrie 4.0 und der Anwendung in Ihrer Firma genauer befassen sollten.

Industrie 4.0 hat für einen Megatrend einen sehr ungewöhnlichen, fast biederen Ursprung. Die Deutsche Bundesregierung hat den Begriff kreiert, als sie 2011 einen Arbeitskreis ihrer High-Tech-Strategie so taufte. Heute beschreibt der Ausdruck weit Bedeutenderes. Viele verstehen darunter bereits die vierte Industrielle Revolution, die mindestens ebensoviele gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen hervorrufen wird, wie die drei davor. Zur Erinnerung:

  1. Industrielle Revolution: In den 1780er-Jahren ermöglichten die ersten, durch Wasser oder Dampf angetriebene Produktionsanlagen die Mechanisierung der Produktion.
  2. Industrielle Revolution: Um 1870 erlaubten dann der Einsatz von elektrischem Strom und die ersten Fließbänder arbeitsteilige Massenproduktion.
  3. Industrielle Revolution: Dank Elektronik und IT können Maschinen ab den 1970er-Jahren ganze Produktionsschritte selbst erledigen.

 

Mit Intelligenz zu Einzelstücken

Die 4. industrielle Revolution, die wir gerade jetzt erleben, beschreibt die Digitalisierung der Fertigungstechnik. Ziel dabei ist eine intelligente Fabrik und Logistik, die Ressourcen effizienter einsetzt. Zudem bezieht sie Kunden und Geschäftspartner in die Produktion und den Wertschöpfungsprozess mit ein.

Produktfolder LEAD Roadmap

 

Sowohl die Maschinen als auch die Produkte selbst haben in der Industrie 4.0 Prozessoren und Sensoren an Bord, und sind über Funkverbindungen miteinander vernetzt. Sie sind sozusagen intelligent. Angefangen von der Beschaffung des Rohmaterials bis hin zum verkaufbaren Produkt können die Anlagen die Produktion völlig selbst steuern - ohne menschliches Zutun.

Konkret: Die Maschinen wissen über Lagerstände bescheid, sie wissen, wann ein Service ansteht und melden selbst, wenn Fehlfunktionen drohen. Vor allem wissen die Produktionsanlagen auch, was der Kunde wünscht. Denn mit dem letzten Glied der Wertschöpfungskette sind sie ebenfalls vernetzt. Eine solcherart intelligente und vernetzte Produktion kann auch Einzelstücke zu Konditionen von Großserien herstellen.

 

Wirschaft fühlt sich oft überfordert

In der Theorie erscheinen die Möglichkeiten der Industrie 4.0 verlockend. Die Praxis sieht indes leider anders aus. Konkrete Anwendungsbeispiele wie das voll integrierte Lieferketten-Management der Brau Union sind noch Mangelware. Vielfach fühlt sich die Wirtschaft von der intelligenten Fabrik schier überfordert.

 

Fallen Sie nicht aus der Wertschöpfungskette

Ignorieren können Sie diesen Megatrend dennoch nicht. Selbst wenn Sie nicht in einer produzierenden Branche tätig sind. Denn wie jedes andere Unternehmen auch, hat auch das Ihre einen Platz in der Wertschöpfungskette. Spätestens wenn sich eine Ihrem Unternehmen vor- oder nachgelagerte Firma dem Thema Industrie 4.0 zuwenden, müssen Sie reagieren. Denn wenn Ihre Schnittstellen nicht mehr mit jenen der anderen Glieder der Wertschöpfungskette kompatibel sind, dann droht Ihr Betrieb aus ebendieser herauszufallen. Wenn Sie das Thema indes proaktiv angehen, eröffnet sich die Chance, durch Digitalisierung zusätzliche Bereiche der Wertschöpfungskette zu übernehmen.

 

Roadmaps helfen, Megatrends zu entzaubern

Eine Roadmap kann Ihnen ganz genau zeigen, wann Sie sich mit Megatrends, konkret mit dem Megatrend Industrie 4.0, näher befassen müssen. Um zu einer erfolgreichen Roadmap zu gelangen, benötigen Sie folgende Zutaten: Ein Trenduniversium, das Sie mit dem Zeitstrahl verknüpft haben und Ihre Innovationsvergangenheit.

 

Roadmap, und was nun?

In der Praxis haben sich zwei Modelle bewährt, den Megatrend Industrie 4.0 in der Roadmap abzubilden:

  1. Industrie 4.0 findet innerhalb Ihrer allgemeinen Roadmap Niederschlag. Das Thema können Sie dann noch weiter in einzelne Untertrends aufteilen, um die Präzision zu erhöhen. Themen können etwa Hardware, Software, Technologie und dergleichen sein. Wichtige Indikatoren, um den für Sie relevanten Zeitpunkt anzuzeigen, sind die Aktivitäten Ihrer Lieferanten, Partner und auch Konkurrenten.
  2. Sie können auch eine eigene Roadmap zum Thema Industrie 4.0 erstellen. Diese repräsentiert dann eine zweite Sichtweise oder eine weitere Ebene. Diese speziell auf einen Megatrend fokussierte Roadmap können Sie dann über Ihre allgemeine Roadmap darüber legen - oder eben nicht. Je nachdem, aus welcher Perspektive Sie die Zukunft Ihres Unternehmens betrachten wollen. Denn Megatrends können sich auch langsamer durchsetzen, als allgemein erwartet. Denken Sie bloß an das „papierlose Büro“, das in kaum einem Unternehmen wirklich komplett eingetreten ist. Ein Blick auf die Zukunft ohne Industrie 4.0 kann daher auch lehrreich sein.

 

Egal, welches Modell Sie wählen: Auf Basis Ihrer Roadmap können Sie dann strategische Suchfelder ableiten. Ein solches könnte lauten: „Wie mache ich meine Intralogistik für Industrie 4.0 in den nächsten fünf Jahren fit?“ oder "Welche Änderungen muss ich im ERP System berücksichtigen?". Danach sollten Sie ein internes Projektteam damit beauftragen, dieses Suchfeld zu präzisieren. Denn auf große Themen sollten Sie immer mit kleinen Schritten zugehen. Das rät auch ein ausgemachter Industrie-4.0-Experte wie Ralf Nejedl, der bei der Deutschen Telekom das Machine-to-Machine-Geschäft in Europa verantwortet. „Einen Piloten starten, und daraus lernen“, rät er in einem Interview.

 

Fazit: Wie Roadmaps Ihnen zeigen, wann Industrie 4.0 für Sie relevant wird

Industrie 4.0 verspricht eine faszinierende Zukunft und zahlreiche neue Möglichkeiten. Das Thema ist komplex, entwickelt sich in rasender Geschwindigkeit ständig weiter, und wird auch Ihren Betrieb vor neue Herausforderungen stellen. Geraten Sie aber nicht in Schockstarre, und setzen Sie sich mit Industrie 4.0 in Ruhe auseinander. Finden Sie mithilfe von Roadmaps heraus, wann der Trend auch hierzulande und für Sie relevant wird. Und bedenken Sie: Auch den höchsten Berg besteigt man am besten durch die ersten kleinen Schritte.

Integratoren Industrie 4.0

Daniel ZAPFL

Born in Graz, Austria. After positions as project manager & head of innovation of the project management at LEAD Innovation, Daniel Zapfl has been responsible for the success of the innovation projects of our innovation partners since January 2018.

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