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LEAD Innovation Blog

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Datum: 07-Mai-2019

Wie Inbound-Marketing in einem Konzern funktioniert

 

Oft wird Inbound-Marketing als wirksames Werbetool für kleine Betriebe genannt. Doch der Erfolg dieses neuen Ansatzes hat mit der Unternehmensgröße nichts zu tun. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, welche Vorteile Inbound-Marketing einem Konzern bietet.

Um mit Inbound-Marketing zu starten, sind keine sehr hohen Investments notwendig. Die dafür notwendige Software ist für wenige Euros zu haben und alles andere lässt sich am Beginn selbst abdecken. Trotz dieses Vorteils ist Inbound-Marketing kein Marketingtool, mit dem bloß kleine Unternehmen ihre Umsätze steigern können - im Gegenteil. Große Konzerne erzielen mit dem neuen Ansatz ebenso Erfolge.

Paper Innovationsmarketing

 

Nützliche Inhalte für Endkunden steigern die Markenbekanntheit

So konnte Viessmann, ein in Deutschland gegründeter Hersteller von Heiz- und Kühlsystemen, mit Inbound-Marketing seine Marktpräsenz in Italien erheblich stärken. In diesem Markt arbeitet der Konzern mit Installationsbetrieben zusammen, die die Geräte an ihre Endkunden weiterverkaufen. Den Endkunden jedoch bot Viessmann im Web kein attraktives Informationsangebot. Die Webseite des Herstellers war vor allem auf die Bedürfnisse der Installationsbetriebe zugeschnitten. 2015 beschloss der Konzern, die Bekanntheit der Marke bei den Endverbrauchern mit Inbound-Marketing zu steigern und dafür eine Marketing-Automation-Lösung zu verwenden. Viessmann publizierte in einem eigenen Blog auf die unterschiedlichen Buyer Personas abgestimmte Inhalte in Form von Artikeln, E-Books und Whitepapers. Verschiedene SEO-Maßnahmen verhalfen dem Content zu einem guten Ranking in den Suchmaschinen. Das Ergebnis: Die Anzahl der Website-Besucher und der Leads verdoppelte sich. Und: Zum ersten Mal kommuniziert Viessmann in Italien auch direkt mit den Endnutzern. Ein Dialog, der sich nicht nur positiv auf die Bekanntheit der Marke und den Umsatz auswirkt. Zu wissen, was den Endnutzer wirklich bewegt, ist auch notwendig, um in Zukunft Produkte zu entwicklen, die die wahren Bedürfnisse optimal abdecken.

 

Coca Cola punktet mit nützlichem und unterhaltsamen Inhalt

Dass sich Inbound-Marketing auch auf einem B2C-Markt eignet, mit den Käufern einen solchen Dialog zu führen, beweist der US-Getränkehersteller Coca Cola. So hat dieser bereits im Jahr 2011 seine "Content 2020" Mission gestartet und das Inbound-Prinzip dabei auf seine eigenen Bedürfnisse und die eines weltumspannenden B2C-Marktes zugeschnitten. Der Konzern will sich nicht mehr auf kreative Werbehighlights konzentrieren sondern nützlichen und unterhaltsamen Inhalt bieten. Das Online-Magazin "Journey" steht dabei im Mittelpunkt. Mit Geschichten und Ideen, die von der Zielgruppe geteilt und diskutiert werden, will der US-Konzern sicher stellen, dass die Marke im Gespräch und damit relevant bleibt.

 

Unternehmen wollen Inbound-Aktivitäten ausbauen

Inbound Marketing - oft auch als Content Marketing bezeichnet - kann also sowohl im B2B- als auch im B2C-Segment bestens funktionieren: Das berichtet auch eine Studie des Deutschen Marketing Verbandes aus dem Jahr 2018 . Der zufolge bewerten fast 60 Prozent der befragten Unternehmen ihre Inbound-Maßnahmen als erfolgreich. 78 Prozent versicherten, dass sie ihre Content-Marketing-Aktivitäten in den nächsten drei Jahren intensivieren wollen.

 

Die 8 Vorteile, die Inbound Marketing einem Konzern stiftet

Gerade wenn Konzerne Innovationen vermarkten wollen, weist Inbound Marketing mehrere Stärken auf:

  1. Konzernen stehen viele Möglichkeiten für Innovationen offen. Für die Entscheidung, welchen Themen sich das Unternehmen zuwenden soll, kann Inbound-Marketing eine wertvolle Basis liefern. Damit kann ein Konzern die Zielgruppe bereits sehr früh in den Innovationsprozess einbinden. Denn die Reichweite, die der Content zu einem ganz bestimmten Thema erzielt, lässt auf das Interesse des Marktes daran schließen. Hat ein Konzern mehrere Suchfelder aus verschiedenen Bereichen definiert, so kann er mittels Inbound-Marketing eruieren, welchem Gebiet die Zielgruppe den höchsten Stellenwert beimisst.
  2. Durch Blogbeiträge über Bereiche, in denen ein Konzern Innovationen vorantreibt, werden externe Personen darauf aufmerksam, die ansonsten keinerlei Anknüpfungspunkt mit dem Unternehmen gehabt hätten. Ein Konzern kann auf diesem Weg Experten oder auch LEAD User finden, die in die internen Prozesse eingebunden werden sollen.
  3. Da Inbound-Marketing versucht, potenziellen Käufern nützliche Antworten zu geben, muss sich ein Unternehmen mit der Zielgruppe sehr genau auseinandersetzen. Ist diese bekannt und in Buyer Personas dargestellt, dann lassen sich die Vorteile einer Innovation auch sehr genau an die Interessenten adressieren.
  4. So schnell wie eine Rabattaktion steigert Inbound-Marketing die Umsätze zwar nicht. Im Vergleich zu anderen Marketing-Werkzeugen wirkt es aber dennoch schnell. Ergebnisse sind oft schon nach 3 bis 6 Monaten spürbar. Gleichzeitig wirken die publizierten Beiträge sehr langfristig und werben - je nach Inhalt - auch noch Jahre nach der Veröffentlichung für den Konzern.
  5. Inbound-Marketing ist in einem Konzern selbst dann eine Querschnittmaterie, wenn man diesen Bereich an einen externen Dienstleister auslagert. Denn die Ideen für Content müssen immer aus den verschiedenen Abteilungen selbst kommen. Eine Schlüsselrolle dabei spielt der Vertrieb, weil er über den engsten Kontakt zum Kunden verfügt. Inbound Marketing führt also dazu, dass insbesondere die Marketing- und Vertriebsabteilung enger zusammenarbeiten.
  6. Im Vergleich zu vielen anderen Marketing-Tools lässt sich der Erfolg von Inbound-Maßnahmen sehr gut in Zahlen fassen. Marketing-Automation-Lösungen zeigen alle relevanten Key Performance Indicators (KPIs) auf einen Blick. Gerade in Konzernen ist es wichtig, Erfolge in Zahlen gießen zu können, um Budgets zu verteidigen oder gar zusätzliche Mittel zu bekommen.
  7. Die Inhalte, die ein Unternehmen in seinen eigenen Medienkanälen publiziert, können zu einer Wissensplattform für die eigenen Mitarbeiter werden. Diese hilft den Mitarbeitern dabei, sich über die unternehmensrelevanten Themen immer auf dem aktuellen Stand zu halten und so eine gemeinsame Sprache zu sprechen. 
  8. Inbound-Marketing zeigt sehr genau, wie ein Unternehmen agiert. Es ist damit möglich, komplexe Themen und die Rolle des Konzerns dabei differenziert darzustellen. Bewerber können sich also ein sehr genaues Bild von einer Firma machen. Inbound-Marketing ist damit also auch ein Werkzeug im immer schärfer werdenden "War for Talents".

 

Fazit: Wie Inbound Marketing in einem Konzern funktioniert

Konzerne haben von Natur aus mehr Möglichkeiten, mit der Zielgruppe zu kommunizieren. Bisweilen hindert sie ihre Größe daran, auf Augenhöhe mit Interessenten zu kommunizieren. Inbound-Marketing ist ein neuer Ansatz, der jedes werbetreibende Unternehmen dazu zwingt, einen Dialog mit dem Kunden einzugehen. Wie das gelingen kann, zeigen Coca Cola, Viessmann und noch viele weitere Konzerne vor.

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Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

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