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LEAD Innovation Blog

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Datum: 21-Jun-2019
Autor: Daniel ZAPFL

Fast Moving Consumer Goods - Die Top 15 Trends für 2019

 

Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie unterliegt nach wie vor durch veränderte Konsumentenpräferenzen, neue Technologien sowie Anpassungsmaßnahmen der etablierten Marken einem enormen Wandel. Die Prognose für die FMCG (Fast Moving Consumer Goods) - die 15 stärksten Food & Beverage Trends für das Jahr 2019, stellen wir Ihnen nachfolgend vor.

 

 

1. Blockchain-basierte Lieferketten

Die Blockchain in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie gewinnt als Schlüsseltechnologie im Bereich Supply Chain Management zunehmend an Bedeutung. So sorgte vergangenes Jahr der französische Einzelhändler Carrefour für Schlagzeilen, als er mit einer neuen Blockchainkette Pionierarbeit beim Tracking von Lebensmitteln leistete, um so die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen. Zum Thema Blockchain allgemein empfehlen wir unseren Blog „So verstehen Sie die Blockchain in 7 Minuten“.

 

2. Hyperlokale Lieferketten

Der Transport von Obst und Gemüse verursacht nicht nur unnötige Kilometer, sondern kann auch den Nährwert verringern. In Kombination mit dem Wunsch der Verbraucher, zu sehen, woher ihre Lebensmittel wirklich stammen, entstehen immer mehr hyperlokale Lieferketten. Hyperlokal bezieht sich dabei auf Lebensmittel, die in der Region zubereitet oder angebaut werden, wie z. B. Restaurantgärten. Das Black Swan Restaurant in Yorkshire zum Beispiel wurde 2017 zum „bestbewerteten Restaurant der Welt“ gekürt. Auf rund zweieinhalb Hektar Land wird fast alles Obst und Gemüse des Restaurants vor Ort oder im nahegelegenen Bauernhof der Eltern angebaut.

Trendsammlung Verpackung

 

3. Technologien zur Zuckerreduzierung

Food & Beverage Unternehmen setzen verstärkt neue Technologien ein, um den Zucker in ihren Produkten zu reduzieren und die Nachfrage der Verbraucher nach gesünderen Lebensmitteln zu befriedigen. Neben der Änderung ihrer Produktpalette nutzen die großen Lebensmittelkonzerne die Fortschritte in der Biotechnologie und neue Süßungsmittel.

 

4. Steigende Tendenz zu Eigenmarken

Einzelhändler investieren immer mehr in ihre Eigenmarken, um die Margen zu steigern und die Kundentreue zu stärken. Private Labels sind einer der dominierenden Trends im Bereich Fast Moving Consumer Goods und stellen eine zunehmende Bedrohung für traditionelle CPG-Marken dar. In der CPG-Branche verstärkt sich als Reaktion darauf der Trend zu Direct-to-Consumer (D2C)-Modellen, wobei die Hersteller über eigene Online- und Offline-Distributionskanäle ihre Endkundeninteraktion selbst direkt steuern.

 

5. Anti-Brand Marken

Darüber hinaus sind CPG-Unternehmen von einer neuen Art von Unternehmen bedroht, die Produkten mehr Priorität einräumen als dem Marketing und sich selbst als Anti-Brand-Marke bewerben. Das Startup Brandless bietet beispielsweise eine Reihe praktischer Bio-Produkte für drei Dollar an und ist mit dieser Geschäftsidee seit seiner Einführung im Juli 2017 sehr erfolgreich.

 

6. Nischenmärkte gewinnen an Bedeutung

Der Paradigmenwechsel weg vom Massenkonsum hin zum immer individuelleren Konsum und differenzierten Angeboten (Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit, Physiologie, etc.) lässt zahlreiche Nischenmärkte entstehen. Zwar sind die zugrundeliegenden Food & Beverage Trends nicht immer mit starkem Wachstum und hohen Gewinnen verbunden, mit Fokus auf Glaubwürdigkeit und Sympathie sollten sie jedoch nicht außer Acht gelassen werden.

 

7. Transparenz und Nachhaltigkeit

Konsumenten sind kritischer geworden und haben ein verstärktes Bedürfnis nach Transparenz in Hinblick auf Herkunft der Zutaten und Herstellungsverfahren. Dieser Rückversicherungsbedarf spiegelt sich in hohen Erwartungen an natürliche Produkte wie auch ethischen und ökologischen Ansprüchen an Produktion, Tierhaltung, Vertriebsweg und Verpackung. Der Druck auf Hersteller zur Veröffentlichung von „vollständigen und ehrlichen“ Produktinformationen steigt demzufolge. Erhebungen von Mintel und Nielsen zeigen, dass Konsumenten in Zukunft allerdings auch verstärkt dazu bereit sein werden, mehr für nachweisbar nachhaltige Clean Label-Produkte zu bezahlen.

 

8. Wellnessorientiertes Branding

Lebensmittelmarken nutzen zunehmend Wellness-Trends, um Transparenz, natürliche Inhaltsstoffe und die gesundheitlichen Vorteile von Produkten hervorheben. Das spiegelt sich auch in einem Trend zur Akquisition von „gesünderen“ Produktlinien.

 

9. Trend zu Alkoholarmut und Alkoholfreiheit

Der verantwortungsvolle Konsum von Alkohol entwickelt sich zu einem neuen Lebensstil. In Österreich geben 40 Prozent der Bierkonsumenten an, im Vergleich zu früher häufiger alkoholfreies Bier zu trinken. In Großbritannien stieg der Konsum von alkoholfreiem bzw. alkoholarmen Bier innerhalb der letzten zwei Jahre sogar um 57 Prozent an. Heineken, Adnams und Guinness sind nur einige Getränkeriesen, die vergangenes Jahr mit neuen Biersorten diesem Trend Rechnung getragen haben.

 

10. Cannabis-Drinks

Ein wachsender Trend am internationalen Markt sind Getränke mit legalisierten Cannabissorten. Die sogenannten CBD-Drinks enthalten nicht genug THC, um eine berauschende Wirkung hervorzurufen, haben aber laut Herstellern eine Vielzahl von positiven Wirkungen auf die Gesundheit. „Happy Hippie Kombucha“ ist beispielsweise ein prickelnder Tee, der mit gesunden Enzymen und Hanföl angereichert ist. Auch Bierhersteller sind auf diesen Zug bereits aufgesprungen. Der Absatz von Cannabis-Getränken erreichte im vergangenen Jahr 35,6 Mio. USD. Wenn sich der Aufwärtstrend fortsetzt, könnte Cannabis auch 2019 ein wichtiger Trend bleiben.

 

11. Schönheitsfördernde Lebensmittel

Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel, die Schönheitsvorteile versprechen, nehmen zu. Wenn die Nachfrage der Verbraucher ansteigt, ist zu erwarten, dass mehr Lebensmittelmarken und Einzelhändler in den Schönheitsbereich einsteigen werden.

 

12. Fermentierte Lebensmittel

Die Darmgesundheit hat sich als wichtiger Trend für das kommende Jahr etabliert. Das lässt sich auch am Kauf von Kombucha-Hersteller Organic & Raw Trading Co durch die Coca-Cola Company ablesen. Je mehr wissenschaftliche Beweise zugunsten von magenfreundlichen Lebensmitteln aufkommen, umso mehr werden Probiotika wie Kimchi, Miso, Kefir und Kombucha in unseren Lebensmittelregalen alltäglich.

 

13. Pflanzenbasierte Lebensmittel und Getränke

Der Markt für pflanzenbasierte Lebensmittel und Getränke ist weiterhin im Aufwind. So stiegen die Milchverkäufe auf pflanzlicher Basis im letzten Jahr um 3,1 Prozent, während die Kuhmilchverkäufe um 5 Prozent zurückgingen und  bis 2020 um weitere 11 Prozent sinken werden (Quelle: Mintel). Damit einher geht auch der Trend zu „Alternatives to All“, d.h. immer mehr Zutaten werden durch andere passende ersetzt. „The Good Seed Kefir“ Soda zum Beispiel setzt auf lokale, pflanzliche Zutaten und wird händisch in Melbourne abgefüllt. Es enthält Chrysanthemum variant, ist mit Honig gesüßt und wird nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin hergestellt.

 

14. Pflanzenprotein

Unternehmen beschäftigen sich verstärkt mit Pflanzenprotein als Ersatz für tierisches Eiweiß. Als erstes Pflanzenproteinunternehmen ging Anfang 2019 das Startup „Just“ an die Börse. In ausgewählten Restaurants soll noch dieses Jahr Fleisch aus dem Labor erhältlich sein. Erwartet wird eine Ausweitung des Trends auf neue Produkte wie Vitamine, Kaffee und Milch.

 

15. Snacking-Kultur mit Qualitätsanspruch

Durch die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt wird auch das Thema „Snacking“ immer wichtiger. Laut Innova geben 63 Prozent der Millenials an, Mahlzeiten durch Snacks zu ersetzen. Der Trend geht auch hier in Richtung organischer, hochwertiger und nachhaltiger Produkte.

 

Fazit: Fast Moving Consumer Good Trends 2019

Wie bereits im Jahr 2018 rangieren Gesundheit, Wellness, Nachhaltigkeit und Ethik ganz vorne in der Präferenzliste der Konsumenten – jedoch in noch höherem Maße. „Snacking“ auf hohem Niveau wird in Zukunft an Bedeutung gewinnen, ebenso pflanzenbasierte Lebensmittel und Getränke, Fleischimitate sowie Hanfprodukte. Im technologischen Bereich ist neben dem Einsatz von KI und Robotik mit einem Ausbau von Blockchain Anwendungen zu rechnen.

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Daniel ZAPFL

Born in Graz, Austria. After positions as project manager & head of innovation of the project management at LEAD Innovation, Daniel Zapfl has been responsible for the success of the innovation projects of our innovation partners since January 2018.

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