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LEAD Innovation Blog

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9 Gründe, warum bald jeder einen Tesla haben will

 

Umweltbewusstsein hin - Klimaabkommen her. Um die Autofahrer tatsächlich zum Umstieg auf umweltschonende Elektro-PKWs zu bewegen, musste Tesla das beste Auto der Welt bauen. Für eine zahlungskräftige Klientel ist das mit dem Model S schon einmal sehr gut gelungen. Welche 9 Gründe wirklich für eine Anschaffung sprechen und wie sich ein Tesla bei einer Probefahrt anfühlt, lesen Sie in diesem Beitrag.

„Achtung, Kopf bitte gerade halten.“ Der Fahrer eines Tesla Model S sollte alle Mitfahrenden warnen, bevor er das Gaspedal ganz nach unten drückt. Denn die Beschleunigung von 2,7 Sekunden von Null auf Hundert drückt die Körper der Insassen spürbar in die Sitzmöbel der Limousine. Solcherart lässt das Spitzenmodell Tesla S P100D gar Motorräder stehen. Von einem Porsche 911 einmal ganz zu schweigen. Doch eigentlich ist diese unglaubliche Beschleunigung nur eine Nebensache - wenn auch eine sehr beeindruckende.

 

Umstieg auf nachhaltige Mobilität versüßen

Wer ein solches Auto wie den Tesla bauen will, der muss eine starke Vision haben. Im Falle von Tesla lautet die so: „To create the most compelling car company of the 21st century by driving the world’s transition to electric vehicels.“ Also, die Welt mit dem geilsten Auto zum Elektroantrieb bringen. Und er muss diese Vision noch in Taten umsetzen. Auch das ist dem Unternehmen, in das Elon Musk im Jahr 2004 als Investor einstieg, bereits gelungen. Und zwar mit den Modellen, die der Autokonstrukteur bisher auf den Markt gebracht hat, sowie dem ganzen Drumherum. Denn Tesla stellt nicht bloß Fahrzeuge her, sondern offeriert eine Mobilitätslösung. Eine Rolle, mit der sich die etablierten Autokonstrukteure teils noch etwas schwer tun - von Car2Go und deren Nachahmer vielleicht einmal abgesehen.

Paper Ideenquellen

 

9 Dinge, die Tesla besser kann

Schon eine nur halbstündige Probefahrt macht den Unterschied zum althergebrachten PKW deutlich. Einen Unterschied, der im Wesentlichen auf 9 Gründen beruht:

 

1) Intuitive Bedienung fast ohne Knöpfe

Innovationen im Automobilbau haben in den letzten Jahrzehnten zumeist zu einem Mehr an Knöpfen jedweder Art geführt. Vergleichen wir einmal das spartanische Cockpit eines klassischen VW-Käfers mit dem einer aktuellen Oberklassen-Limousine. Angesichts der Fülle an Bedienelementen und Displays ist es schon erstaunlich, dass der Fahrer hin und wieder Zeit und Muße findet, auf die Fahrbahn zu achten. Beim Tesla ist das anders. Das Wesentliche zeigt ein Display, das sich ungefähr dort befindet, wo schon beim VW-Käfer der Tacho angebracht war. Ein zentrales 17 Zoll große Display rechts neben dem Fahrer dient als Schaltzentrale für alle Nebensächlichkeiten, die das Autofahren so mit sich bringt: Also Lieblingsmusik auswählen, Zielort ins Navi eingeben, E-Mails-Check, Kalender organisieren oder einfach nur im Web surfen. Ja freilich, das lenkt den Fahrer natürlich auch ab. Dafür gibt’s ja dann den Autopiloten und seit dem letzten Softwareupdate auch eine Sprachsteuerung.

 

2) Hände weg vom Steuer

Es ist hiererorts (noch) nicht erlaubt und darum befanden sich die Hände des Fahrers bei unserer Probefahrt auch immer am Steuer. Aber technisch könnte der Tesla schon weitgehend ohne menschliche Steuerung auskommen. Auf dem Display hinter dem Lenkrad ist ersichtlich, woran sich das Auto gerade orientiert. Diese Elemente, meist ist es die Straßenmarkierung, sind dann blau eingefärbt. Fehlt selbige, etwa auf Nebenstraßen oder im Baustellenbereich, versucht sich der Tesla einfach an den Vordermann dranzuhängen. Wie ausgefeilt der Autopilot von Tesla bereits ist, beweist dieses Video. Es ist auch möglich, das Auto autonom einparken oder auf Zuruf vorfahren zu lassen. Elon Musk will übrigens alle seiner Modelle mit der für ein autonomes Fahren notwendigen Technik ausrüsten. Einfach, weil er davon überzeugt ist, dass selbstfahrende Autos die Verkehrssicherheit erhöhen.

Hands off im Tesla

 

3) Knautschzone statt Motorraum

Der oder die Motoren des Tesla finden sich nicht im Motorraum, sondern unter dem Innenraum des Fahrzeugs. Damit liegt der Schwerpunkt des Autos tief. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Tesla bei einem Unfall überschlägt, sinkt dadurch erheblich. Im Motorraum ist im Model S eine Schiene aus ultrafestem Borstahl verbaut. Sie sorgt für eine effektiven Energieabsorbierung bei einem Aufprall. Bei der Probefahrt wurden diese Sicherheitsfeatures allerdings keinem Test unterzogen. Bei der Sicherheitsbewertung EURO-NCAP erreichte der Tesla die höchstmögliche Bewertung von fünf Sternen.

 

4) Über Nacht ein besseres Auto

Von Neuwagen sind wir ja alle gewohnt, dass sie an Wert verlieren. Bei einem Tesla ist das irgendwie anders: Das Auto wird ständig besser; es reift sozusagen. Dank der über Nacht eingespielten Software-Updates werden die Funktionen des Vehikels teilweise erheblich erweitert. So spielte Tesla eine von den Kunden geforderte Anfahrtshilfe für den Berg - kostenlos - in die Autos ein. Das aktuelle Software Update 8.0 beinhaltet ganz besonders viele Neuerungen, wie einen neuen Media-Player und Sprachsteuerung und einen verbesserten Auto-Piloten. Bei letzterem setzt Tesla auf Schwarmintelligenz: Jedes Model S gibt seine Telemetriedaten anonymisiert in eine Datencloud weiter. Wenn nun alle Model S Fahrer bei einer Kurve auf 30 km/h abbremsen, wird sich das der Autopilot merken und dies in Zukunft - falls das dann legal ist - selbständig auf diese Geschwindigkeit abbremsen.

 

5) Mobilitätspartner statt bloß Auto

Ein Tesla ist ein fahrender, mit einer Cloud verbundener Computer. Wenn etwa das Betriebssystem die Termine seines Fahrers kennt, dann sorgt es für einen wohl temperierten Innenraum, sobald die Fahrt losgeht. Den besten Zeitpunkt dafür kennt der Tesla genau, denn das System weiß über das Verkehrsgeschehen und die Route dank Cloud-Anbindung in Echtzeit Bescheid. Selbständiges Einparken ist auch kein Thema mehr. Eine eigene App stellt eine ständige Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug her: So lässt sich via Smartphone die verfügbare Reichweite überprüfen, das Schiebedach öffnen oder den Tesla orten. Mit all diesen Features, die durch ständige Softwareupdates sicherlich noch erweitert werden, wird der Tesla mehr als ein Auto. Er wird zu einer gesamten Mobilitätslösung, die den Fahrer pünktlich und richtig temperiert ans Ziel bringt.

 

6) Technisch Robust

Elektroautos benötigen generell viel weniger Bauteile als PKWs mit Verbrennungsmotoren. Denn ein E-Motor ist technisch viel simpler als ein Verbrennungsmotor. Und: Ein E-Motor benötigt kein Getriebe. Der E-Motor dreht sich einfach rückwärts, wenn der Fahrer den „Rückwärtsgang“ einlegen will. Der Tesla kommt deshalb mit erheblich weniger Bauteilen aus, als ein Fahrzeug, das mit fossilen Energieträgern befeuert wird. Die Tesla-Antriebseinheit ist außerdem so ausgelegt, dass sie eine Million Meilen (1,6 Millionen Kilometer) wartungsfrei übersteht.

 

7) Durchdachte Energieversorgung

Das noch lückenhafte Netz der Stromtankstellen wird oft als Nachteil für Elektroautos ins Treffen geführt. Und der langwierige Tankvorgang auch. Das mag für einige Stromtankstellen-Systeme vielleicht stimmen.Tankstelle im Vergleich

Das Super-Charger-Netz von Tesla, das im Prinzip auch Nicht-Tesla-Fahrern zur Verfügung steht, macht es aber recht einfach, das Auto schnell wieder aufzutanken. 4.703 Supercharger Ladeplätze an 744 Stationen gibt es derzeit. 11 Davon stehen in Österreich. Innerhalb von 20 Minuten ist der Akku schon wieder halb voll und die Reise kann fortgesetzt werden. Die Energie beim Super-Charger-Netz ist übrigens gratis. Tankrechnungen werden so zum Fremdwort. Im Alltag wird der Tesla aber ohnehin ähnlich genutzt wie das Smartphone. Am Tag wird es benutzt und über Nacht zuhause aufgeladen. Auch dafür hat Elon Musk schon ein ressourcenschonendes Modell entworfen. Durch die Fusion von Tesla mit Solar City, dem größten Anbieter von schlüsselfertigen Solaranlagen in den USA, werden alle Tesla Fahrer bald eine neue, günstige Energiequelle für ihre Autos haben. Ein kürzlich von Elon Musk vorgestellter Solarziegel speist die Power Wall von Tesla. Dieser Speicher versorgt die Haushaltsgeräte aber auch das Elektro-Auto mit Strom aus der Sonne.

 

8) Direkter Kontakt zum Hersteller

Tesla vertreibt seine Autos über einen reinen Direktvertrieb und gewährt keine Rabatte. Das hat für den Kunden durchaus Vorteile gegenüber dem konventionellen Vertrieb von PKWs. Etwa den, dass der Händler, der seinen Kunden großzügige Rabatte auf Neuwagen gewährt, diese nicht über seine hauseigene Werkstätte wieder zurück verdienen muss. Anders ausgedrückt: Tesla-Werkstätten wollen, dass der Kunde zufrieden ist. Viele, an Autohändler angeschlossene Werkstätten, sind indes dazu angehalten, auch fette Gewinne und damit die zuvor gewährten Rabatte zu erwirtschaften. Und sei es auch mit der einen oder anderen nicht unbedingt notwendigen Reparatur. Das Murren der Kunden wird dabei in Kauf genommen.

 

9) Günstige Betriebskosten

Der Anschaffungspreis eines Tesla Model S von 80.000 Euro aufwärts ist wahrlich stattlich. Obwohl die Normverbrauchsabgabe (NoVA) wegen des Elektroantriebs entfällt. Die Betriebskosten sind indes niedrig, weil die motorbezogene Versicherungssteuer nicht anfällt. Und, wie bereits erwähnt: Das Tanken beim Super-Charger ist kostenlos. Der Treibstoff ist also zumindest teilweise gratis.

 

Fazit: 9 Gründe, warum bald jeder einen Tesla haben will

Die erste Ausfahrt mit einem Tesla ist vergleichbar mit der Erfahrung, das erste im Jahr 2007 auf den Markt gebrachte iPhone zu bedienen. Freilich, die Funktionalität der damals als perfekte Business-Smartphones verbreiteten Blackberry-Geräte war jener des iPhones ähnlich. Nur ging am iPhone alles viel flotter, einfacher und war zudem noch hübsch anzusehen. Man fragte sich: Warum funktionierte bisher alles so schlecht? Wenn man von einem Tesla S dann in eine etwa gleich teure Oberklassenlimousine mit Verbrennungsmotor steigt, fühlt man sich irgendwie in die Vergangenheit versetzt. Zurück in der Blackberry-Zeit. Aber die ist bekanntlich schon lange vorbei.

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Michael PUTZ

Born in the Salzkammergut. After working for Shell and Porsche, he concentrated on innovation management as a study assistant at the Innovation Department of the Vienna University of Economics and Business Administration. In 2003 he founded LEAD Innovation and manages the company as Managing Partner. Lectures at MIT, in front of companies like Google or NASA.

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