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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Wie Sensorik unseren Alltag erleichtert

 

Intelligente Sensorik erobert immer mehr den Alltag. Ultraschall, berührungslose Radar- und optoelektronische Lösungen sowie Lasertechnologien sind die aktuellen Trends in der Branche, die Innovationen vorantreiben. Welche Möglichkeiten sich in den Bereichen Healthcare, Smart Home und Automobilindustrie durch innovative Sensortechnologien auftun, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.  

Sensorik im Bereich Gesundheit und Wellness  

Einen großen Einsatzbereich finden innovative Sensortechnologien im Bereich Ambient Assisted Living sowie Gesundheit, Fitness und Vorsorge.

 

Biosensoren zur Überwachung der Körperchemie

Eine neue Generation von gewebeintegrierten Sensoren des kalifornischen Unternehmens Profusa eröffnen Menschen die Möglichkeit, ihre individuelle Körperchemie auf eine innovative Weise zu überwachen. Die Biosensoren sind nicht vom Körper isoliert, sondern arbeiten vollständig integriert innerhalb des Körpergewebes - ohne Metallgeräte und ohne Elektronik. Applikationen sind für die Bereiche Fitness, Wellness und Gesundheit geplant. Insbesondere für chronisch erkrankte Personen bietet diese Sensortechnik mehr Sicherheit und eine Erleichterung im Alltag.

 

High-Tech Sensor für Blutzuckermessung

Die neue Blutzuckermessung mit dem High-Tech Sensor FreeStyle Libre soll Diabetikern, die Insulin benötigen, das Leben mit ihrer Krankheit deutlich vereinfachen. Der von Abbott entwickelte Sensor wird am Oberarm befestigt und ermöglicht die Blutzuckermessung mit einem diskreten Scan. Der Sensor macht das sonst übliche Stechen obsolet und gibt darüber hinaus sehr viel mehr Einblick in den Glukoseverlauf als bisher.

Trendsammlung Textil

 

Der Schuh als hilfreicher Begleiter

Ob man nun durch einen Unfall oder aufgrund des Alters motorisch eingeschränkt ist, mit dem „Walkassist“ von Tec-Innovation werden Hindernisse rechtzeitig erkannt. Das im Schuh eingebaute Warnsystem verfügt über Abstandssensoren, einer Verarbeitungseinheit und gibt akustisch, haptisch oder visuell Feedback. Das akustische Feedback wird durch „Knochenkopfhörer” realisiert, wodurch die natürlichen Gehörgänge frei bleiben und Umweltereignisse gehört werden können.

 

Sturzmatten mit integrierten Sensoren 

Sturzmatten an sich sind ja nichts Neues. Innovativ ist jedoch die Ergänzung konventioneller Sturzmatten mit Sturzmattensensoren, die Belastungsänderungen auf der Matte registrieren und über die Koppelung mit einem Rufsystem rasch Hilfe herbeirufen.

 

Sensor-Medikamentenspender

Mit Sensoren ausgestattete Medikamentenspender entschärfen das Problem, die Einnahme von Medikamenten zu vergessen. Die einzunehmenden Arzneimittel werden zunächst in mehreren Fächern vorsortiert. Das Gerät erinnert dann durch ein Signal an die Einnahme und stellt die benötigten Medikamente zur gewünschten Uhrzeit bereit. Erst wenn ein Sensor erkennt, dass die Tabletten tatsächlich entnommen wurden, verstummt der Alarm.

 

Smart Textiles

Textilien mit integrierter Sensorik werden vermehrt im Gesundheits- und Wellnessbereich, aber auch in der Pflege eingesetzt. Insbesondere ältere Menschen, Sportler und Risikopatienten profitieren von innovativen Sensortechnologien. So können z.B. Textilien mit Sensorik neben Bewegungsüberwachung auch die Kontrolle der Körpertemperatur und der Atmung für bettlägerige Personen oder Babys übernehmen. Sensormaterialien sind für die verschiedensten Zwecke einsetzbar: 

  • Messung des Flüssigkeitslevels im Körper (zu gering/zu hoch)
  • Messung des Hautwiderstands
  • Erfassung der Vitalfunktionen (Herzschlag, Atemrhythmus, Temperatur)
  • Messung von Druck und Verformung (z.B. Druckstellenerkennung)
  • Monitoring von Bewegungsabläufen (Sportler, ältere Personen)

Da die in den Textilien eingearbeiteten Sensoren wesentlich dünner als ein Haar sind, werden sie für den Träger des Kleidungsstücks kaum wahrgenommen. Auch benötigen manche Sensoren keine Stromquelle, da sie selbst Strom erzeugen. Mehr zum Thema „Smart Textiles“ finden Sie in unserem Blog „7 Gründe, warum Wearables Textilien und Bekleidung revolutionieren werden“.

  

Sensortechnik in Fahrzeugen

Mit Kameras, Infrarot- und Ultraschallsensoren sowie Radarsensoren ermöglichen Fahrerassistenzsysteme, wie etwa autonome Notbremssysteme oder Einparkhilfen, Erleichterungen im Alltag und erhöhen zudem die Sicherheit im Straßenverkehr. Bereits seit etwa zehn Jahren bieten Autohersteller automatische Parkassistenten an, die über Ultraschallsensoren an Front und Heck den Lenker beim Einparken unterstützen. Das Auto vermisst dabei die Parklücke, das Lenkrad schlägt selbst ein und der Fahrer muss nur noch Gas und Bremse bedienen. Einen Schritt weiter sind bereits Luxusautos wie der innovative 7er BMW. Das seit Ende 2015 erhältliche Modell kann beispielsweise auch per Schlüsselfernsteuerung vollautomatisch einparken, ohne dass sich der Fahrer im Auto befinden müsste. Ein ähnliches System bietet Mercedes über eine Smartphone-App für die E-Klasse an.

Innovative, energieautarke Parkplatzsensoren erleichtern den Alltag ungemein, wenn es um die Parkplatzsuche in Ballungsräumen geht. Das Münchner Start-up Park Here ermöglicht eine effiziente Parkplatzsuche mit Hilfe von Sensoren, die freie Parkplätze erkennen und Informationen an z.B. Navigationssysteme, Apps und OEMs senden. Autofahrer können freie Parkplätze dann direkt ansteuern.

In Sachen autonomes Fahren haben Luxusautos die Nase vorne. Schon heute können einige Oberklasselimousinen unter speziellen Rahmenbedingungen und über kurze Zeitspannen autonom fahren. Für den neuen 7er BMW etwa schalteten die Ingenieure die Informationen der einzelnen Radarsensoren so zusammen, dass ein 360-Grad-Bild der Fahrzeugumgebung entsteht. Der BMW kann aktiv ausweichen und wenn man beim Spurwechsel auf Kollisionskurs kommt, verhindert der sogenannte aktive Seitenkollisionsschutz einen Zusammenstoß. Doch auch die Österreicher haben in diesem Bereich einiges zu bieten: Im September 2016 wurde vom Grazer Forschungszentrum Virtual Vehicle das erste autonom fahrende Testfahrzeug präsentiert. Bereits ab Frühjahr 2017 könnte der weiße Ford Mondeo laut Experten auf steirischen Straßen unterwegs sein.

Der Vollständigkeit halber sei hier auch noch erwähnt, dass die großen Hersteller wie Daimler  bereits seit einigen Jahren fieberhaft an autonom fahrenden Lastwagen arbeiten. „In den kommenden zehn Jahren werden wir bei Lkw mehr Veränderungen erleben als in den fünf Jahrzehnten davor“, so der damalige Chef der Truck-Sparte, Wolfgang Bernhard, im Interview mit manager-magazin.de.  Bereits im vergangenen Jahr hat der Fahrzeughersteller den Future Truck 2025 auf einem gesperrten Autobahnabschnitt bei Magdeburg getestet. Ebenso ist die Entwicklung autonom fahrender Traktoren bereits weit fortgeschritten. Mit einer Massentauglichkeit wird bereits in den kommenden Jahren gerechnet.

 

Sensortechnologie in Haus und Garten

Immer mehr elektronische Geräte nutzen Sensoren, um Aufgaben in Haus und Garten zu übernehmen. In Verbindung mit dem Internet können Geräte zusätzlich miteinander verknüpft werden und über Smart Home Lösungen Sicherheit und Komfort steigern. Dieses sogenannte Internet der Dinge (IoT) beinhaltet Netzwerke von datensammelnden Sensoren, Cloud-Computing und Maschine-zu-Maschine-Kommunikation.

Die Anwendungspalette der Sensortechnologie im eigenen Heim ist breit, von sensorgesteuertem Einbruch- und Brandschutz über die Steuerung von Heizung und Beleuchtung bis hin zu moderner Haushaltssteuerung. So gibt es bereits Putzroboter, die selbstständig die Wohnung reinigen, unabhängig vom jeweiligen Bodenbelag. Sensoren und Kameras stellen sicher, dass die Wohnung in allen Winkeln gereinigt wird und der Staubsauger Hindernisse umfahren kann. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren Wisch- und Fensterputzroboter oder automatische Rasenmäher. Auch durch Waschmaschine oder Geschirrspüler verursachte Wasserschäden in der Wohnung können in Zukunft durch Wassersensoren verhindert werden. So erkennt beispielsweise der Loxone Wassersensor Air ein- und austretendes Wasser und schlägt über einen Miniserver sofort Alarm. Und auch bei der Gartenarbeit leisten sensorgesteuerte Bewässerungssysteme sehr gute Dienste. Die Bewässerung erfolgt nicht nach vorprogrammierten Zeiten, sondern wie etwa beim VIRACUBE nur dann, wenn die Pflanzen tatsächlich Wasser benötigen.

  

Fazit: Den Winzlingen gehört die Zukunft

Intelligente Sensorsysteme sind in unserem Alltag allgegenwärtig. Sie geben Sicherheit, retten Leben und verbessern unsere Lebensqualität. Da immer mehr Lebensbereiche automatisiert und miteinander vernetzt werden, wird in Zukunft auch die Bedeutung innovativer Sensortechnologien steigen. Man darf gespannt sein, wie unser Alltag in fünf bis zehn Jahren aussehen wird.

Newsletter von LEAD Innovation

Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

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