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LEAD Innovation Blog

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Datum: 19-Feb-2019

5 Vorteile, die New Business Development mit sich bringt

 

Einen unbekannten Markt mit einer neuen Erfindung erfolgreich zu erschließen birgt enormes Risiko. Angesichts der Disruption, der sich so gut wie jede Branche stellen muss, etabliert sich New Business Development zu einer interessanten Alternative, um neue Umsätze zu generieren. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, welche Vorteile für diese Innovationsart sprechen.

Wenn es um Innovationen geht, dann ist Neues, vorher in dieser Form noch nicht da Gewesenes im Spiel. Doch egal, ob es sich um ein neues Service, eine Produkt-, Geschäftsmodell- oder auch Marktinnovation handelt - zumindest ein Aspekt ist bei Erfindungen bekannt und für das Unternehmen gewohnt. Meist ist es der Markt: Firmen entwickeln neue Produkte, um die gleichen oder ähnliche Kunden anzusprechen. Bei einer Geschäftsmodellinnovation versuchen die Betriebe auf eine neue Art Umsätze zu generieren. So ist der Sportartikelhandel etwa immer erfolgreicher damit, Sportgeräte zu vermieten und nicht mehr nur zu verkaufen. Die Kundenschicht und der Markt sind aber die gleichen. Bei einer Marktinnovation versucht das Unternehmen zwar in eine neue Branche vorzustoßen. Allerdings mit einem schon existierenden Produkt, einer vorhandenen Technologie oder zumindest einer Kompetenz, die er an die Erfordernisse der neuen Branche anpasst.

 

Beim New Business Development betritt das Unternehmen völliges Neuland

Wenn es ein Betrieb wagt, mit einer völlig neuen Erfindung auf einem ihm bis dato unbekannten Markt vorzudringen, dann spricht man von New Business Development. Diese Innovationsart weist den höchsten aller Neuigkeitsgrade auf. Denn dabei ist für das Unternehmen alles neu: Das Produkt oder der Service, die entsprechenden Prozesse, das Geschäftsmodell, der Markt und seine Kunden. Es erübrigt sich fast zu erwähnen, dass dieser Weg zu neuen Erlösquellen mit einem sehr hohen Risiko verbunden ist. Unmöglich ist es aber nicht, ihn zu beschreiten. Angesichts der zuvor bereits genannten Disruption, die viele Branchen bereits erfasst hat und wohl alle in den nächsten Jahren völlig verändern wird, erscheint New Business Development immer attraktiver.

 

Wird ein Totalverlust in Kauf genommen, ist das Risiko einschätzbar

Diese Innovationsart eignet sich vor allem für Betriebe, die sich zumindest für einige Jahre auf stabile Umsatzquellen verlassen können. Denn diese Organisationen können es sich aufgrund ihrer starken Position leisten, mit einem New Business Development zu scheitern. Denn wenn im Vornherein mit einem Totalausfall gerechnet wird, dann ist logischerweise auch das Risiko einschätzbar. Und völlig sinnlos ist es bekanntlich auch nicht, einen Flop zu landen - solange die Firma aus den Fehlern lernt.

 

Mit diesen 5 Vorteilen ist beim New Business Development zu rechnen

Zugegeben, der erste Vorteil wird wohl keiner Kosten-Nutzen-Rechnung standhalten. Aber es gibt noch fünf weitere, die New Business Development zu einer ernstzunehmenden Alternative für alle andere Innovationsarten werden lässt:

 

1) Die Wachstumsbranche ist frei wählbar und Kannibalismus deshalb ausgeschlossen

Wenn ein Betrieb mit etwas Neuem in einer neuen Branche Umsätze generieren will, dann kann er sich genau jenen Markt aussuchen, der die meisten Wachstumsraten verspricht. Ohne, dass er damit sein angestammtes Geschäft in irgendeiner Weise negativ beeinflussen oder sich sogar selbst kannibalisieren muss. Freilich: Im Vorhinein lässt sich die Entwicklung einer Branche nie mit Sicherheit vorhersagen. Doch mit der richtigen Vorgangsweise lässt sich ein vielversprechender Markt entdecken, dessen Entwicklung in einem gewissen Rahmen abschätzbar ist.

 

Beispiel: Infineon geht in die Luft

Ein Beispiel: Der
deutsche Chiphersteller Infineon hat vor einiger Zeit den Bereich Drohnen für sich entdeckt. Das Unternehmen hält diesen Markt für vielversprechend: Denn bereits für die sehr kleinen Modelle sind die Anwendungsmöglichkeiten enorm und die Entwicklung steht erst am Anfang: So eröffnen die kleinen Fluggeräte etwa der Landwirtschaft völlig neue Perspektiven und Möglichkeiten. Die elektrisch betriebenen Flugobjekte können freilich nicht nur Bilder und Videos anfertigen und ihren User spielerisch in die Rolle eines Piloten versetzen. Bereits heute schon können Drohnen Waren transportieren und ausliefern. In weiterer Folge werden Drohnen wohl auch Personen befördern. Dabei sind Drohnen sozusagen die Einstiegsdroge für eine elektrisch betriebene Luftfahrt. Die ist zwar schwer umzusetzen - bitter notwendig hätten wir sie aber alle schon jetzt: Denn wie die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO rechnet, könnte sich der Anteil des Flugverkehrs an den weltweiten CO2-Emissionen bis zum Jahr 2040 vervierfachen.

Infineon beschäftigt sich mit Drohnen, weil diese den Einstieg in einen für die nahe Zukunft sehr vielversprechenden neuen Markt darstellen. Für dieses Abenteuer hat Infineon
schon einen Partner gefunden, der sich mit Risiken bestens auskennt: Red Bull. Gemeinsam mit dem für sein Sponsorship von Extremsportlern bekannten Getränkehersteller will man das Drohnengeschäft entwickeln und dafür junge Talente als Mitarbeiter gewinnen: Das Video, in dem sich ein Wakeboarder von einer Infineon-Drohne durch einen wildromantischen Flusslauf in Slowenien ziehen lässt, genierte bereits jetzt mehr als zehntausend Zugriffe - für ein Unternehmensvideo eine beachtliche Anzahl. Die in dem Clip sichtbare Drohne ist übrigens das erste fertige Produkt des Emerging Application Labs des Konzerns. Dieses Kreativlabor von Infineon, in dem Studierende und Experten miteinander an Neuem tüfteln, soll neue Anwendungsmöglichkeiten für Computerchips finden.

 

2) Durch New Business Development lernt sich ein Unternehmen selbst besser kennen

Die Anzahl der potenziellen negativen wie positiven Überraschungen bei einem New-Business-Development-Projekt ist groß. Deshalb sollte sich keine Firma dabei von sich selbst überraschen lassen. Bevor ein Betrieb mit einer Invention auf einem unbekannten Markt aktiv wird, sollte er ganz genau über sich selbst Bescheid wissen. Dabei reicht es nicht aus, das eigene technologische Können zu kennen. Technisches Know-how sollte bei einem solchen Vorhaben nicht überbewertet werden, denn ein solches kann sich ein Unternehmen - etwa durch Partnerschaften oder Investitionen in Startups - vergleichsweise leicht aneignen oder zukaufen. Entscheidend ist vielmehr, auf die Frage "Wer bin ich" eine Antwort zu haben. Werte, Firmen-DNA und die Unternehmenskultur sind jene Kriterien, die ein New-Business-Development-Projekt scheitern oder zu einem Erfolg werden lassen.

 

3) Wenn potentielle Kunden analysiert werden, rücken die bestehenden wieder in den Fokus

Ein Unternehmen, das mit New Business Development erfolgreich sein will, muss sich mit dem anvisierten Markt und den Kunden sehr genau auseinandersetzen. Die Firma ist darauf angewiesen, Bedürfnisse oder Probleme zu entdecken, die eine Gruppe von Menschen beschäftigt, die groß genug ist, um mit einer entsprechenden Lösung auch Gewinne zu erzielen. New Business Development macht es notwendig, aus der Perspektive der Kunden zu denken und zu agieren. Dieses hohe Maß an Kundenorientierung, mit der sich ein Betrieb bei New Business Development auseinandersetzen muss, ist er von seiner Stammbranche nicht gewohnt: Denn viele Unternehmen glauben, den Markt, auf dem sie schon lange Jahre gutes Geld verdienen, auch genau zu kennen. Dass dies nicht der Fall ist, zeigt die hohe Anzahl von Inventionen, die nicht zu Innovationen, sondern zu Flops werden. Ein New-Business-Development-Projekt kann also dazu führen, dass die Kunden, mit denen eine Firma ihre Umsätze generiert, mehr in den Fokus rücken. Dieser Effekt stärkt das Kerngeschäft.

 

4) Eine New-Business-Unit dient als Labor für die eigene Unternehmenskultur

Eine Unit, die New Business vorantreiben soll, bloß mit langjährigen Mitarbeitern zu besetzen, ist weder sinnvoll noch üblich. So wie das Infineon in seinem Emerging Application Lab tut, arbeiten in einer solchen Organisationseinheit auch externe Experten oder Partner mit. Dabei etabliert sich auch ganz von selbst eine neue Unternehmenskultur. Denn externe Kräfte sind andere Arbeitsweisen gewohnt und meist nicht gewillt, sich der Kultur des Mutterschiffs zu unterwerfen. Diese Art der Kooperation kann sehr anstrengend sein und birgt auch immer das Risiko, zu scheitern. Gleichzeitig kommen die in der New-Business-Unit vertretenen Mitarbeiter eines Betriebes mit einer neuen Art des Zusammenarbeitens oder des Projektmanagements wie etwa Scrum in Berührung. Diese neu erworbenen Kompetenzen und Erfahrungen versuchen sie dann auch in ihrem angestammten Bereich anzuwenden. Ein New-Business-Development-Projekt kann auch die Kultur eines ganzen Unternehmens bereichern. Was dies betrifft, können große Corporates von externen Kräften noch einiges lernen.

 

5) Die Türen öffnen sich für neue Partnerschaften

Ein New-Business-Development kann kein Unternehmen völlig auf sich allein gestellt zum Erfolg führen. Wie bereits oben erwähnt, ist es schon in der Frühphase notwendig, externe Fachkräfte oder auch auf Innovationsmethoden spezialisierte Partner wie LEAD Innovation miteinzubeziehen. Einerseits, um bei einem solchen risikoreichen Unterfangen auf die eigene Perspektive angewiesen zu sein und andererseits, um das Suchen und Auffinden von Möglichkeiten in einem strukturierten und nachvollziehbaren Prozess abzubilden. LEAD Innovation verfügt zudem noch über ein viele Branchen umspannendes Netzwerk. Dies vereinfacht einerseits die Recherche nach Bedürfnissen und Problemen, für die noch keine Lösungen existieren. Auch das Auffinden von Partnern, mit dem dann der neue Markt gemeinsam erschlossen werden kann, wird dadurch erheblich leichter. Weil New Business Development allein nicht möglich ist, kann ein solches Projekt auch dazu dienen, ein gesamtes Unternehmen ans Partnering zu gewöhnen. Dieses Kompetenz wird angesichts immer kurzfristig agierender, schnellerer und komplexerer Märkte bekanntlich wichtiger.

 

Fazit: 5 Vorteile, die New Business Development mit sich bringt

New Business Development ist nichts für schwache Nerven. Doch wenn eine Firma im Vornherein weiß, worauf sie sich einlässt und zudem so gut aufgestellt ist, einen Totalausfall zu verschmerzen, kann sie mit dieser Innovationsart nur gewinnen. Nicht nur durch die Erfindung, die dem Betrieb dann Umsätze on top beschert. Sondern auch durch viele Erfahrungen und Partnerschaften, die das angestammte Geschäftsfeld und die eigene Unternehmenskultur bereichern.

Innovations-Check

Julian Eberling

Born in Vienna. Since 2018 "Certified Service Design Thinker" he has been pursuing his passion as Innovation Manager at LEAD Innovation.

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