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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 13-Sep-2018

Interview: Neue Verantwortungen bei LEAD Innovation

 

LEAD Innovation macht Unternehmen durch Innovationsmanagement erfolgreicher. Seit mittlerweile 15 Jahren begleitet das von Michael Putz 2003 gegründete Wiener Unternehmen als erster und führender Innovationspartner in Europa seine Kunden dabei, Innovationen zu strukturieren, planen, entwickeln und zu vermarkten. Selbst hat das Unternehmen auch Wachstum zu verzeichnen. Daniel Zapfl und Franz Emprechtinger sprechen exklusiv über ihre neuen Aufgaben in der Welt des Innovationsmanagements und berichten darüber, wie die Vision von LEAD Innovation für das Geschäftsjahr 2018 aussieht.

Frage: Ihr beide bekleidet seit Jahresbeginn - für euch - neue Positionen und damit neue Verantwortungen bei LEAD Innovation Management. Was werden als (zukünftiger) Partner bzw. Head of Innovation eure Aufgaben sein?

Daniel Zapfl: Meine Aufgaben als Partner sehe ich zunächst im Vorantreiben von Geschäftsbeziehungen mit Innovationspartnern und der Repräsentation von LEAD Innovation als Auftrag nach außen. Des Weiteren unterstütze ich die Teams rund um die Innovation Manager in Projekten mit meiner Expertise. Oberstes Ziel ist es, Innovationsprojekte gemeinsam zum Erfolg zu führen. Gerne denke ich auch über Strategische Dinge bei LEAD Innovation nach und habe damit begonnen, Strategien zu entwickeln, um eine angestrebte Internationalisierung zu erreichen. Es geht bei LEAD Innovation um langfristige Innovationspartnerschaften. Diese versuche ich auf- und auszubauen.

Franz Emprechtinger: Meine neue Position des Head of Innovation meint die Leitung des Bereiches Projektabwicklung. Ich koordiniere die Ressourcen jener Kolleginnen und Kollegen, die Projekte bei LEAD Innovation abwickeln und versuche durch den Überblick sämtlicher Aktivitäten Synergien zwischen den Projekten zu erkennen. Darüber hinaus gehört es zu meinen Aufgaben, die Schnittstelle zu anderen Bereichen von LEAD Innovation (etwa dem Business Development) darzustellen. Die Weiterentwicklung der angewandten Innovationsmethoden ist der dritte große Aufgabenbereich. Selbstverständlich werde ich auch weiterhin ausgewählte Innovationspartner in der Projektarbeit betreuen.

 

Frage: Wie sieht ein typischer Tagesablauf eines Head of Innovation und eines Partners denn beispielhaft aus?

Daniel Zapfl: Ich beginne beispielsweise in der Früh damit, zu schauen, welche neuen Themen die Welt und die Industrie bewegen. Zudem betreibe ich ein Screening von Inhalten, vor allem für Projektpartner. Ich denke über unterschiedlichste Industrien nach, versuche dabei, „fehlende Puzzleteile“ zu erkennen, und dadurch Mehrwert für unsere Innovationspartner zu stiften. Neben dem Netzwerken, einer Tätigkeit, die in meinem täglichen Sein bei LEAD Innovation nie fehlt, erfolgt auch ein regelmäßiger Austausch mit Innovationspartnern. Zudem steige ich mit potentiellen Kunden ins Thema Innovationsmanagement ein und widme mich mit ihnen den Basics. Als Partner trete ich hier als Sparringpartner für Innovationspartner auf und denke auch in laufenden Projektaufgabenstellungen. Natürlich unterstütze ich bei LEAD Innovation zusätzlich die Innovation Teams. Eine Tätigkeit, die in Zukunft nicht nur mehr in Österreich, sondern auch global orientiert passieren wird. Dies wird dementsprechend mit vielen Dienstreisen verbunden sein.

Franz Emprechtinger: Den typischen Tagesablauf als Head of Innovation gibt es zu meiner Freude nicht. Bin ich im Office, dann ist der Tag von vielen internen Abstimmungen geprägt, sowohl formell als auch informell. Ich agiere hauptsächlich als Anlaufstelle für Fragestellungen der Innovation Manager. Gleichzeitig wirke ich in der Projektarbeit als Innovation Methods Expert inhaltlich mit. Für ausgewählte Innovationspartner bin ich nach wie vor als Projektleiter tätig und bei ihnen vor Ort.

Vorlage Projektteam Zusammenstellung

 

Frage: Open Innovation ist bei euch gerade durch das Einbinden eines „Erfinder- bzw. Expertennetzwerkes“ ein täglicher Bestandteil eurer Arbeit. Seht ihr „Open Innovation“ als reale Umsetzung von modernem Innovationsmanagement oder funktioniert das auch ohne Einbeziehung externer?

Daniel Zapfl: Auch, wenn viele Unternehmen glauben, dass sie nur für sich arbeiten und es ohne die Einbindung von Externen funktioniert, bin ich der Meinung, dass das Wissen, das Mitarbeiter ins Unternehmen bringen, von außen kommt. Für mich gibt es kein ausschließliches, funktionierendes Closed Innovation. Das Wissen entspringt nicht zu 100% aus dem Kern des Unternehmens. Das Wissen kommt von außen, es wird nur intern verarbeitet. Jede Art von Innovation, wird durch Wissen von außen beeinflusst. Meiner Meinung nach, waren die letzten großen Innovationssprünge, nur durch Austausch mit Personen von außen möglich. Es wird zukünftig immer wichtiger sein, Problemstellungen mit externen Wissensträgern zu teilen. Ich sehe Open Innovation als Beschleuniger, um Barrieren zu überspringen. Ein treffendes Beispiel für diesen Diskurs ist etwa die Automotive-Industrie, in der OEM’s beispielsweise nur mehr etwa 20% der Wertschöpfungstiefe bewusst bei sich halten. Problemstellungen und auch der Problemlösungsradius werden gezielt an Lieferanten übertragen. Ein Trend gegen 15% ist klar abzusehen. Meiner Meinung nach gelingt die beste Innovation unter Einbindung von Externen. Entweder durch Co-Creation oder einer Feedback Schleife. Dies sei dahingestellt.

Franz Emprechtinger: Betrachtet man die engste Definition von Open Innovation, so lautet diese, Leute in einem Entwicklungsprozess mit einzubinden. Weiter gefasst wäre aber schon eine Diskussion Open Innovation. Open Innovation Methoden kann man sich bedienen. Ich rate daher entschieden ab, alles nur intern zu lösen genauso wie ausschließlich externes arbeiten hier ebenso nicht zielführend ist. Für mich spielt in dieser Frage der Grundsatz: „Es gibt keine Wahrheit am Schreibtisch“ eine große Rolle.

 

Frage: Wie generiert sich dieses Erfinder- bzw. Expertennetzwerk und ist es möglich, diesem beizutreten?

Daniel ZapflDurch 2 Arten können Personen unserem Erfinder- bzw. Expertennetzwerk beitreten: Entweder durch proaktives Melden, indem sich die Personen auf unserer Website eintragen und bei uns melden, weil sie sich als erfinderische Menschen sehen. Oder durch konkrete Problemstellungen in dem wir die LEAD User Suche durchführen. Hier erfolgt eine Identifizierung von Erfindern. Einerseits Erfinder, die Probleme lösen können, und aber andererseits auch als Experten aus unterschiedlichsten Feldern und Branchen fungieren. Personen, die in das Netzwerk kommen, also LEAD User (fortschrittliche Tüftler, Pioniere und Vordenker) wissen es oft nicht, dass sie es sind. Sie sind sich oftmals gar nicht bewusst, dass sie in das Netzwerk passen, weil sie oft aus einer anderen Branche kommen. Diese Personen besitzen aber alle die Fähigkeit, Problemstellungen anzuregen. Ohne das eigentliche Ziel, es zu sein, werden sie zum Erfinder, weil sie es intrinsisch sind.

Franz Emprechtinger: Das Erfinder- bzw. Expertennetzwerk generiert sich durch Kontakte aus der Zusammenarbeit mit Open Innovation Projekten. Das umfasst Experten aus Technik und Markt. Durch die Abwicklung von über 250 Projekten gibt es im Netzwerk für jegliches Problem Ansprechpartner. Jeder kann beitreten. Jeder der mit uns zusammenarbeitet, ist dabei.

 

Frage: Was spricht dafür, das Innovationsmanagement komplett auszulagern und es in die Hände eines externen Innovationspartners zu legen?

Daniel Zapfl: Wie vieles andere auf der Welt, wo bei 0 begonnen wird, ist es auch hier sinnvoll, einen Lehrer zu haben. Ein Experte hebt das Thema Innovationsmanagement schnell auf ein professionelles Level, damit dieses nicht verdampft. Innovationsmanagement ist das Bindeglied zwischen Markt und Technologie. Meist noch als Stabstelle der Geschäftsleitung angesiedelt - eine Position, die wenig Fehler verzeiht. Es zeugt für Unternehmen von Professionalität, jemanden zu holen, der rasch Struktur schaffen kann und hier Wissen auch aus vielen anderen, branchenfremden Projekten mitbringt und den Sparringpartner in der Umsetzung mimt. Langfristig ist das Ziel, die Innovationspartner so fit zu machen, dass sich der Bereich Innovationsmanagement im Unternehmen etabliert und auch rechnet.

Franz Emprechtinger: Langfristig spricht nichts dafür, dass man das Innovationsmanagement komplett auslagert. Es geht in erster Linie darum, sich Unterstützung zu holen. Der Grad der Unterstützung richtet sich nach dem Reifegrad des Unternehmens im Bereich Innovationsmanagement. Steht man noch ganz am Anfang, spricht vieles für eine komplette Auslagerung. Davon ausgehend gilt es, strukturiertes Innovationsmanagement schrittweise aufzubauen. In jedem Fall bringt man als externer Partner den Blick über den Tellerrand mit. Als Externer kann man auch Dinge ansprechen, die intern schwierig zu argumentieren wären.

 

Frage: Man hört immer mehr über Design Thinking. Welche Rolle spielt dieser Begriff für euch im Innovationsmanagement?

Franz Emprechtinger: Design Thinking in seinen Grundzügen bedeutet, dass man unter Einbeziehung von Kunden die Probleme versteht, Prototypen erarbeitet, mit Kunden testet und daraus lernt. Nicht einmal, sondern immer wieder. Die Denkweise von diesem Zirkel kann auf jedes Projekt angewandt werden. Ein Suchfeldabgleich mit LEAD Usern etwa ist nichts anderes, als eine Hypothese zu testen. Der Grundsatz wird immer angewandt. Bei der LEAD User Methode im speziellen Fall werden fortschrittliche Nutzer in die Ideation mit eingebunden.

 

Frage: Warum fokussiert man sich bei LEAD Innovation nicht auf bestimmte Branchen und was seht ihr als das Besondere an eurem Unternehmen? Was hebt LEAD Innovation von anderen ab?

Daniel Zapfl: Es geht hier immer um die Frage: „Was möchte ich erfinden?“ Nicht: „Welche Branche möchte etwas Neues erfinden?“. Der richtige Ansatz ist, dass wir schauen, welche Innovationsarten wir mit welchen Methoden bearbeiten können. Hier sind wir mit Methodenwissen gut gesattelt. Es ist keine Frage der Industrie oder der Branche. Organisationen ähneln sich. Egal, wie die Aufbauorganisation in einem Unternehmen aussieht, haben wir die Möglichkeit, Methoden richtig einzusetzen. Somit ist es nicht erforderlich, uns auf eine bestimmte Branche zu fokussieren. Im Gegenteil: Wir können uns auf jede Organisation fokussieren und bieten für jede Organisation auch den Weg zur Innovation.

 

Frage: Was macht Innovation für euch persönlich aus, seht ihr euch auf einem Gebiet selbst als auch als LEAD User, so wie jene Experten, die ihr zur Entwicklung von Durchbruchsinnovationen einbindet?

Daniel Zapfl: Innovation betrachte ich immer einhergehend mit einer gewissen Erleichterung und Vereinfachung von komplexen Dingen. Der Terminus Simplicity liegt für mich mit Innovation in enger Verwandtschaft. In Anwendung ist die Bedeutung von Innovation sehr einfach: Innovativ sind Inventionen, die sich durchsetzen. Es kommt immer auf die Einfachheit in der Anwendung an. Das unterscheidet eine Invention von der Innovation. Wenn ich als User ein Produkt oder eine Dienstleistung einfach beherrschen kann. Als LEAD User sehe ich mich nur in der Weiterentwicklung von Innovationsmethoden. Die Weiterentwicklung erfolgt im täglichen Einsatz. In meinem privaten Konsumverhalten würde ich mich eher als Early Adopter bezeichnen. Zum Beispiel im Bereich Smart Home oder bei technischen Gadgets.

Franz EmprechtingerMit diesen Aussagen gehe ich zu 100 Prozent konform. Eine Innovation ist für mich etwas Neues, das Markterfolg aufweist und Nutzen stiftend ist. Markterfolg hat es, wenn es einfach ist. Als LEAD User betrachte ich mich selbst beim Anspruch der Anwendung von Innovationsmethoden für jede Innovationsart und Branche. Privat sehe ich mich im Sport und allem was zu Technology gehört, als Early Adopter.

 

Frage: Welches Produkt, Prozess, Service, Dienstleistung oder Geschäftsmodell müsste eurer Meinung nach für die Menschheit unbedingt noch erfunden werden?

Daniel Zapfl: Ich träume bzw. wünsche mir so etwas, wie mein personalisiertes Wissensmanagement - nur für mich und meine Person, wo, wie bei Google, Informationen aus der Vergangenheit abgerufen werden können. Aus meiner Vergangenheit könnte es möglich sein, Wissen abzurufen und wiederherzustellen. 

Franz Emprechtinger: Schön wäre es, einen Weg zu finden, wie man die Reisezeit verkürzen kann. Innovativ wäre es, an den gewünschten Ort zu kommen, ohne dass man reisen muss. Neben dem autonomen Fahren, an dem schon gearbeitet wird, ist also die drastische Verkürzung der Zeit eine Innovation der Zukunft.

 

Frage: Welche Trends der Zukunft seht ihr im Innovationsmanagement, denen man unbedingt Beachtung schenken sollte und warum?

Daniel Zapfl: Allgemein gesehen, nimmt der Trend Richtung Open Innovation stark an Fahrt auf. Der Öffnungsprozess ist noch lange nicht am Ende – dieser beginnt erst. Die Verkürzung aller Prozesse im Unternehmen durch neue Methoden und bestehende Prozesse und Prozessbilder kürzer zu setzen, sind Trends der Zukunft. Methoden aus der Softwareentwicklung werden eine große Rolle spielen. Zeit ist ein Treiber. Agile und Scrum werden erst den Weg ins Innovationsmanagement finden für die fertigende Industrie. Das Innovationsmanagement selbst steckt aber in den Kinderschuhen. Die Entwicklung kann noch viel besser gemacht werden. Wir sind der Meinung: So wie kein Produktlaunch ohne Marketingkonzept mehr funktioniert wird es auch keine Produktentwicklung mehr ohne Innovationsmanagement geben.

Franz Emprechtinger: Es geht sehr stark um das Überdenken von Präsenzzeit, und darum, laufende Kommunikation aufrecht zu erhalten. Anhaltende Trends sind die Kombination von unterschiedlichen Innovationsarten. Es gibt keine Hardware ohne Software. Kein Produkt funktioniert ohne Service. Innovation ist kein einmal stattfindendes Ereignis, sondern ein integrativer Ansatz. Nicht nur eine Entwicklung, sondern ein gesamtes Ökosystem einer Anwendung ist betroffen – intern wie extern.

 

Frage: Zum Schluss ein kleiner Ausblick. Welche Vision verfolgt LEAD Innovation im neuen Geschäftsjahr 2018 als führender Innovationspartner?

Daniel Zapfl2018 wird es darum gehen, neue Methoden auf den Prüfstand zu stellen und diese unseren Innovationspartnern zur Verfügung zu stellen. Wir wollen Methoden ausarbeiten, die leicht anwendbar sind. Methodenentwicklung ist der große Fokus. Methoden, die es wert sind, eingesetzt zu werden. Wir wollen nicht jedem Hype folgen, sondern entwickeln, und marktfähig bleiben. Ziel von LEAD Innovation ist es natürlich, auch neue Innovationspartner zu gewinnen und bestehende glücklich zu machen.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Innovationskultur

Alexander NOVAK

Born in Vienna, Austria. Initially a research analyst, he now works as a Business Development Manager at LEAD Innovation and is responsible for inbound marketing.

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