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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 12-Sep-2018
Autor: Michael PUTZ

Neue Patente: warum 14 von 15 LEAD User Projekten erfolgreich sind

 

Innovationen sind kein Zufall, sondern planbar. Mit der LEAD User Methode nutzen Sie das Wissen und die Motivation von Experten, die selbst an einer Verbesserung eines Produktes oder an völlig neuen Lösungen interessiert sind. So erhalten Sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Konzepte für neue Patente, die am Markt reüssieren. Dies können wir anhand unserer eigenen Erfolgsstatistik belegen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie auch, wie erfolgreich die LEAD User Methode tatsächlich ist, und dass sie selbst bei kniffligen Aufgaben zum Erfolg führt.

 

Open Innovation erlaubt Blick über den Tellerrand

Die LEAD User Methode ist ein Ansatz, der zum Instrumentarium der Open Innovation gehört. Bei all diesen Techniken beziehen Sie die Außenwelt in Ihren Innovationsprozess mit ein. Viele weltbekannte Unternehmen haben mit Open Innovation schon zahlreiche Patente entwickelt und Produkte am Markt gelauncht, die auch besonders erfolgreich sind. 3M etwa. Das Multi-Technologieunternehmen, das weltweit rund 90.000 Mitarbeiter beschäftigt, bedient sich schon seit einigen Jahren der LEAD User Methode.

 

LEAD User bringen Signature Innovations hervor

Anfang der Nuller-Jahre hat Eric von Hippel, der Begründer der LEAD User Methode, die Marktchancen von Innovationenvon 3M miteinander verglichen. Der Professor an der Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat mit seiner Untersuchung nachgewiesen, dass jene Patente, die von LEAD Usern mitentwickelt wurden, ein achtmal so hohes Umsatzpotenzial aufwiesen, als Produkte, die unter Einsatz anderer Innovationsmethoden entstanden. Eine weitere Erkenntnis: LEAD User Projekte führten meist zu ganz neuen Produktlinien - also echten Signature Innovations. Traditionellere Innovationsmethoden hingegen brachten meist bloß Verbesserungen oder Erweiterungen von bestehenden Produktfamilien hervor.

Handbuch LEAD User Methode

 

Durchbruchsinnovation trotz interner Widerstände

Wie die LEAD User Methode unter erschwerten Bedingungen Durchbruchsinnovationen hervorbringen kann, zeigt ein Projekt, das LEAD Innovation für ein Kundenunternehmen im vergangenen Jahr erfolgreich abschließen konnte.

Die Ingenieure und Mitarbeiter der firmeneigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines international tätigen Elektronikkonzerns standen schon Jahrzehnte vor einem Problem: Sie wollten einen Schutzschalter entwickeln, der selbst wenig bis gar keinen Strom verbraucht, aber dennoch einen höheren Schutz gegenüber Kurzschlüssen aufweist.

Nach einem, gemeinsam mit LEAD Innovation, durchgeführten Roadmap-Projekt bekam diese harte Nuss wieder Aktualität. Denn dieser strategische Plan für Innovationsprojekte wies recht deutlich darauf hin, dass es sich bei stromlosen bzw. -sparenden Schutzschaltern um ein Zukunftsthema handelt, dem sich das Unternehmen stellen musste. Schutzschalter sind in vielen Geräten im Einsatz, die mit elektrischem Strom betrieben werden. Das kleine aber wichtige Bauteil ist in Waschmaschinen ebenso zu finden wie in Industrieanlagen, Baumaschinen oder medizinischen Geräten.

 

Zu viel Wissen kann blind machen

Bei Herausforderungen, an denen sich Experten schon längere Zeit die Zähne ausbeissen, treten zwei Phänomene auf. Einerseits wächst die Menge an vorhandenem Wissen. Andererseits kommt es zu einem immer stärker werdenden negativen Effekt, den Experten als functional fixedness bezeichnen.

Dieser Begriff aus Psychologie beschreibt das Phänomen, dass Personen bestimmte Objekte nur ihrem eigentlichen Zweck entsprechend verwenden, und nicht auf die Idee kommen, es anders zu nutzen. In die Welt der Innovationen übersetzt heißt functional fixedness, dass die Experten und Entwickler nur in jene Bahnen weiterdenken, innerhalb derer sie nach Lösungen suchen bzw. sich dieser schon sehr nahe wähnen. Der Blick auf völlig neue, vielversprechendere Wege bleibt ihnen verwehrt. Genau in dieser Sackgasse befand sich das erwähnte Elektronikunternehmen.

 

Mut zu schwierigem Suchfeld wurde belohnt

Trotz dieser äußerst schwierigen Voraussetzung entschied sich das Management dafür, sich auf ein Suchfeld einzulassen, das viele Mitarbeiter des Unternehmens selbst als ein Perpetuum mobile ansahen. Doch dann kam die Überraschung: Innerhalb der zweitägigen LEAD User Konferenz konnten die LEAD User gemeinsam mit einigen Mitarbeitern der Firma und dem Team von LEAD Innovation ein patentfähiges Konzept für einen energiesparenden Schutzschalter erarbeiten.

Ein Erfolgsfaktor dabei: LEAD User aus einer anderen Branche, hier kamen sie aus der Medizintechnik, brachten ihr Wissen rund um Herzschrittmacher ein. Denn bei der Entwicklung dieses Gerätes standen die Ingenieure vor einer nahezu gleichen Herausforderung: sie mussten eine Technik finden, die wenig Energie verbraucht und verlässlich gegen Kurzschlüsse schützt.

 

Unternehmen überwand das „Not-invented-here-Syndrom“

Innerhalb des Elektronikkonzerns stieß dieses Konzept aber auf Widerstand. Ein Phänomen, das häufig dann auftritt, wenn Mitarbeiter eines Betriebes eine Innovation nicht selbst entwickelt haben. Experten bezeichnen dies als „Not-invented-here-Syndrom“. Die Geschäftsführung bewies allerdings einmal mehr Mut, meldete das Patent an und brachte das Produkt schlussendlich erfolgreich auf den Markt.

 

Eigene Statistik bestätigt Erfolg der LEAD User Methode 

Dieses herausfordernde LEAD User Projekt ist eines von 15, das wir im vergangenen Jahr begleitet haben. Davon haben 14 Konzepte auch Patente hervorgebracht. Bisweilen produziert ein LEAD User Projekt gleich mehrere Patente. Wenn am Schluss eines Projektes kein Patent steht, ist dies aber nicht unbedingt ein Misserfolg. Nicht alle neuen Konzepte sind patentfähig - können aber das Unternehmen durchaus weiter bringen und fit für die Zukunft machen.

 

Fazit: Neue Patente: warum 14 von 15 LEAD User Projekten erfolgreich sind

Die bei 3M durchgeführte Untersuchung von Eric von Hippel hat gezeigt, dass aus LEAD User Projekten Novitäten entstehen, die hohe Umsätze versprechen und dem Unternehmen neue Geschäftsfelder eröffnen können. Die hohe Erfolgsquote der LEAD User Methode können wir Ihnen anhand der Ergebnisse unserer eigenen Projekte bescheinigen. Wichtig ist es, die Methode und ihre Ergebnisse auch gegen interne Widerstände durchzusetzen. Dies zeigt einmal mehr das oben beschriebene Fallbeispiel. Bedenken Sie: Je höher der Innovationsgrad, desto schwieriger ist es, das Konzept für Neues gegenüber interner Barrieren durchzusetzen. Kurz gesagt: Der Weg ist zwar steinig, aber am Ziel warten Patente für Signature Innovations, die die Zukunft Ihres Betriebs sichert oder Sie gar in völlig neue Märkte vorstoßen lässt.

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Michael PUTZ

Born in the Salzkammergut. After working for Shell and Porsche, he concentrated on innovation management as a study assistant at the Innovation Department of the Vienna University of Economics and Business Administration. In 2003 he founded LEAD Innovation and manages the company as Managing Partner. Lectures at MIT, in front of companies like Google or NASA.

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