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LEAD Innovation Blog

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Datum: 06-Aug-2019

MIT-Workshop: Wie LEAD User Innovationen für Erstaunen sorgten

 

25 Teilnehmer waren zum Vortrag von Michael Putz an der MIT Sloan School of Management in Boston geladen. Von der großen Anzahl der LEAD User Projekte, die Putz und sein Team bisher durchgeführt hatten, zeigten sich die Vertreter von NASA, General Mills, Goodyear und Eliteuniversitäten wie das Dartmouth College oder die Harvard Business School beeindruckt. Ebenso wie von der Tatsache, dass 14 von 15 LEAD User Projekten ein patentfähiges Konzept hervorbringen. Lesen Sie in diesem Blogartikel über die Veranstaltung, zu der Michael Putz vom Erfinder der LEAD User Methode selbst, von Eric von Hippel, eingeladen wurde. 

Forum für Wirtschaft und Wissenschaft

Um 11 Uhr begann Michael Putz im Raum E62-450 im vierten Stock der MIT Sloan School of Management seinen Vortrag zum Thema „Why I only have repeat LEAD User projects with founder-owned firms.“ Das Referat fand im Rahmen eines MIT Innovation Lab Meetings statt, bei dem sich regelmäßig hochkarätige Wissenschafter mit Vertretern der Wirtschaft austauschen, und geriet zu einer sehr intensiven Diskussion. Allerdings einer Diskussion, von der Michael Putz selbst fachlich nur sehr wenig mitnehmen konnte. Beide hatten erwartet, sich mit Anwendern der LEAD User Methode austauschen und für sich und ihr Unternehmen einiges lernen zu können. Als Putz aber die Frage stellte, welcher von den 25 Teilnehmern in den letzten zwölf Monaten ein LEAD User Projekt durchgeführt hätte, ragte keine einzige Hand nach oben. Als dann ein Teilnehmer nicht begreifen wollte, warum LEAD User ohne Bezahlung zur LEAD User Konferenz kommen und die Innovation entscheidend mitentwickeln, war Putz klar: Hier sitzt ein Publikum, das von der praktischen Anwendung der LEAD User Methode wenig Ahnung hat. Denn genau diese Frage bekommen Putz und sein Team sehr oft zu hören - und zwar immer von Leuten, die mit der LEAD User Methode noch nicht sehr viel anfangen können.

Handbuch LEAD User Methode

 

LEAD User Netzwerk erweitert

„Ein LEAD User erhofft sich von einer bestimmten Innovationen einen großen Nutzen für sich selbst und darum wird er immer ohne Bezahlung an einer einschlägigen LEAD User Konferenz teilnehmen“, beantwortet Putz dann die Frage. Ein Mediziner unter dem Publikum, der sich selbst als Tüftler betätigt, konnte lange nicht begreifen, warum jemand einer Firma kostenlos sein Wissen zur Verfügung stellen sollte. Doch am Ende kam genau dieser Teilnehmer zu Michael Putz und meinte, er würde für LEAD User Projekte aus seinem Themengebiet gerne mitmachen - auch ohne Honorar. Putz konnte im Rahmen dieser Veranstaltung zumindest sein Netzwerk an möglichen LEAD Usern erweitern.

 

Warum sich die LEAD User Methode innerhalb von Unternehmen nicht etabliert

Hauptthema der Diskussionsveranstaltung war freilich, warum sich die LEAD User Methode als Standardwerkzeug gerade innerhalb von börsenotierten Unternehmen nicht etablieren kann. Drei Hauptgründe sind dafür verantwortlich:

 

1) Lack of trust and vision

Oft können sich Top-Manager nicht vorstellen, dass ein Innovationsteam innerhalb einer zweitägigen LEAD User Konferenz eine Durchbruchsinnovation erfindet. Teilweise fehlt in der Teppichetage überhaupt der Glaube an eine Durchbruchsinnovation. Hier herrscht die Meinung vor, dass sich Herausforderungen, an denen die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung jahrelang scheitert, nicht mit Hilfe von externen Experten und einer professionellen Moderation innerhalb von sehr kurzer Zeit meistern lassen. „Es war leider auch kein einziger CEO bei der Veranstaltung“, bedauert Putz. Die Vertreter der Wirtschaft im Publikum kamen allesamt aus dem mittleren Management. Und sie alle plagte das gleiche Problem: Dem Top-Management Geld für Innovationsprojekte zu entlocken.

 

2) Not invented here-Syndrom

Die Widerstände gegen Inventionen, die nicht die eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung erdacht hat, sind extrem hoch. Die wenigen Mitarbeiter, die am gesamten LEAD User Prozess und dann auch an der LEAD User Konferenz teilnehmen, müssen dann den Rest der Belegschaft von den entwickelten Konzepten überzeugen. Das ist für viele eine Aufgabe, die sie ohne Hilfe eines externen Experten nicht meistern können.

 

3) Fehlende Routine bei der Anwendung der LEAD User Methode

Ständig Innovationen zu entwickeln, ist zwar wichtig, aber dennoch ist es keine Aufgabe, die zum normalen Alltagsgeschäft gehört. Bedeutende Novitäten entwickeln Betriebe oft auch nur alle fünf Jahre oder gar in noch größeren Zeitabständen. Ein Unternehmen hat selbst also kaum Routine darin, ein LEAD User Projekt durchzuführen. Dass jedes Unternehmen zwar Open-Innovation-Projekte machen wolle, aber die Übung und Routine dazu fehle, betonten die Vertreter der NASA. Deshalb benötigt man einen Partner, der über diese Routine verfügt. Wie Putz bei seinem Auftritt an der MIT Sloan School of Management lernen musste, gibt es allerdings nicht sehr viele Betriebe oder Dienstleister, die über Routine bei der LEAD User Methode verfügen. „Wir sind wahrscheinlich Weltmarktführer, was die Anzahl der LEAD User Projekte betrifft“, so Putz. Auch Eric von Hippel hat ein Unternehmen gegründet, um die LEAD User Methode auch in der Wirtschaft zu verbreiten. Er verfolgte den Ansatz, den Unternehmen die LEAD User Methode beizubringen. LEAD Innovation hingegen versteht sich als Partner, der Betriebe durch den LEAD User Prozess begleitet. Hippel selbst meinte einmal, dass der Ansatz von Putz der bessere sei. Eric von Hippel verfolgt mit seinem privatwirtschaftlichen Unternehmen übrigens keine Projekte mehr.

 

Metaebene für Innovationsmanagement gibt es nicht

Mit seinem Vortrag erfüllte Michael Putz die Vorstellung von Gastgeber Eric von Hippel nicht ganz. Dieser hätte gerne auf einer Metaebene über die LEAD User Methode sinniert. Putz hält das für wenig sinnvoll: „Das Innovationsmanagement ist durchaus mit einer Krebstherapie zu vergleichen. Es gibt auch nicht DIE Methode, um die Krankheit zu heilen. Sondern eben sehr viele verschiedene Arten, die auf das Krankheitsbild und den Patienten abgestimmt sind.“

 

Fazit: MIT-Workshop: Wie LEAD User Innovation Beispiele für Erstaunen sorgten

Ausgezahlt hat sich der Besuch am MIT, den Putz und Eidenhammer zwischen Geschäftsterminen in Kuala Lumpur und Portland eingeschoben haben, aber dennoch. Nicht nur wegen des - möglichen - neuen LEAD Users für Innovationen aus der Medizin. „Mit einem Unternehmen, das einen Vertreter zur Diskussionsveranstaltung entsandt hat, haben wir einen Folgetermin vereinbart“, freut sich Putz. Und ein Besuch an einer US-Eliteuni bringt auch immer neue interessante Kontakte mit sich. „Ich war auch überrascht, wie stark etablierte Unternehmen ihre Abteilungen für Innovationsmanagement schon in der Frühphase des Innovationsprozesses strukturieren“, meint Putz. Auch die Kombination von Closed und Open Innovation hat den Geschäftsführer von LEAD Innovation fasziniert. „Mit dem Paradigmenwechsel von Closed- auf Open-Innovation entsteht aber eine dritte Form, die mindestens so wichtig ist wie die beiden anderen“, sagt Putz. Damit meint er das Corporate Venturing und auch viele andere Kooperationsmöglichkeiten zwischen findigen Tüftlern, oft einfach als Makers bezeichnet, und etablierten Unternehmen. Ein aktuelles Projekt namens „Industry meets Makers“ gibt Einblick, wie vielfältig diese Formen sein können. Dabei schreiben große, etablierte Unternehmen Briefings für bestimmte Problemstellungen aus, die Bastler, Tüftler oder auch Startups lösen sollen. Das Projekt, das erst im April dieses Jahres gestartet wurde, hat eine enorme Eigendynamik entwickelt und teils schon nahezu fertige Konzepte hervorgebracht. Wo? Vor allem in Wien aber auch dem Rest von Österreich!

Die 4 Phasen der LEAD User Methode

Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

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