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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 26-Apr-2018

Warum MIT-Professor Eric von Hippel LEAD Innovation nach Boston einlud

 

Am 25. Juli 2016 wird der Gründer und Geschäftsführer von LEAD Innovation an der MIT Sloan School of Management in Boston einen Vortrag vor Experten aus Wirtschaft und Universitäten halten. In diesem Blogbeitrag lesen Sie nicht nur, was Michael Putz dem Erfinder der LEAD User Methode, Eric von Hippel, sowie etwa 40 weiteren hochkarätigen Zuhörern von NASA, Google, Ford oder der Harvard Business School erzählen wird. Sondern Sie erfahren auch, wie es zu dem ungewöhnlichen Vortrag an der Eliteuni kam und welche Rolle der Hurrikan Sandy im Jahr 2012 dabei spielte.

 

Meeting statt Marathon

Im Herbst 2012 flog Michael Putz hoch motiviert und gut trainiert nach New York, um am dortigen Marathon teilzunehmen. Der ist sehr begehrt: Von den 500.000 Bewerbern bekommen nur etwa 47.000 Läufer dann tatsächlich ein Ticket. Es zählt also nicht nur die Fitness - auch eine Portion Glück ist für eine Teilnahme notwendig. New York wurde allerdings zu dieser Zeit von Hurrikan Sandy heimgesucht. Dennoch hielt der damaligen Bürgermeister Michael Bloomberg lange an der Durchführung des Sportevents fest. Erst knapp 35 Stunden vor dem Startschuss sagte er die Veranstaltung ab und gab damit auch dem öffentlichen Druck nach. Er würde sich zu sehr um die Athleten kümmern, als um die Sorgen und Schäden von zehntausenden Bürgern - so die Argumentation damals.

Produktfolder LEAD User Products

Michael Putz war etwas enttäuscht, beschloss aber, den Aufenthalt in den USA gleich beruflich zu nutzen. Denn der Erfinder der LEAD User Methode, mit der Putz und sein Unternehmen zum damaligen Zeitpunkt bereits fast zehn Jahre arbeitete, lehrte im nicht allzu weit entfernten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston. Direkten Kontakt zu Eric von Hippel hatte Putz bereits vor der Gründung seines Unternehmens bzw. während seines Studiums. Der Kontakt zur Wissenschaft war jedoch zwischen dem "User" der LEAD User Methode und den Universitäten abgekühlt. 

 

150 erfolgreiche LEAD User Projekte

Das Treffen zwischen von Hippel und Putz verlief ausgesprochen positiv. Der Wissenschafter war beeindruckt, als Putz ihm eröffnete, dass er seinen Namen in den letzten zehn Jahren öfter in den Mund genommen hat, als den seines Vaters. Ebenso erstaunt war der Wissenschafter auch darüber, dass LEAD Innovation bereits 150 LEAD User Projekte durchgeführt hat. So viele wie kein anderes Unternehmen, das diese Methode für die Entwicklung von Innovationen verwendet. Durch diese Erfahrungen konnte LEAD Innovationen, das im Jahr 2003 als Startup gegründet wurde, die LEAD User Methode derart verfeinern, dass bei diesem Prozess garantiert eine Durchbruchsinnovation herauskommt. Dieses erste Treffen hatte zur Folge, dass sich Putz und von Hippel nun regelmäßig austauschten - sei es über E-Mail, Skype oder auch bei mehreren persönlichen Treffen auf Geschäftsreisen, die ihn in der Nähe des MIT's brachten.

 

Nicht lehren sondern führen?

Grund eines solchen Treffens war dann auch der Versuch, Eric von Hippel wollte „seine“ LEAD User Methode auch selbst zu kommerzialisieren. Ein eigens dafür gegründetes Unternehmen sollte den Firmen zeigen, wie sie die LEAD User Methode selbst anwenden können. Doch Eric von Hippel machte zunehmend die Erfahrung, dass sich die LEAD User Methode dort nicht als Standardwerkzeug etablierte. Putz brachte eine interessante Metapher in die Diskussion ein. Da viele Unternehmen nur alle paar Jahre oder gar Jahrzehnte nach einer Durchbruchsinnovation suchen, ist diese Suche durchaus mit dem Bau eines neuen Bürogebäudes vergleichbar. Und dieses Bürogebäude realisiert ein Unternehmen auch nicht selbst, sondern überträgt diesen Auftrag an Architekten. 

Das Konzept von LEAD Innovation sei deshalb auch ein völlig anderes, als jenes, nachdem Eric von Hippels Unternehmen agiert. LEAD Innovation führt als Spezialist für die Innovationsmethode die Kundenunternehmen erfolgreich durch den Prozess, bis am Ende ein patentfähiges Konzept steht. LEAD Innovation ist deshalb auch kein Berater, sondern mehr ein Moderator und Enabler. Ähnlich wie ein guter Architekt. LEAD Innovation erfindet keine Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle selbst neu. Sondern LEAD Innovation weiß, welche Experten dem Unternehmen dabei inhaltlich helfen können und wie der Innovationsprozess ablaufen muss, um von Erfolg gekrönt zu sein.

 

Externe Helfer statt Silodenken

„Mich hat die LEAD User Methode schon während meines Studiums fasziniert, und zwar weil sie die Möglichkeit eröffnet, andere Industrien, Branchen und Ideengeber in den Innovationsprozess mit einzubeziehen“, erinnert sich Putz an seine Zeit als Student und später Studienassistent an der Wirtschaftsuniversität Wien. Denn bis heute konzentrieren sich Unternehmen auf sich selbst, oder schauen sich bestenfalls in der eigenen Branche um, wenn sie eine Lösung für ein Problem suchen. „Zum Thema 'selbst schließendes Fenster' könnte ein Fensterhersteller aber von der Autoindustrie lernen, denn die hat selbstschließende Autotüren bereits entwickelt“, bringt Putz ein anschauliches Beispiel.

 

Spezialist fürs Überwinden von Hindernissen

Die zahlreichen LEAD User Projekte, die LEAD Innovation schon durchgeführt hat, haben Michael Putz und sein Team aber auch zu Spezialisten werden lassen, wenn es um die Überwindung von internen Hürden von Innovationen geht. Diese gehorchen einer einfachen Rechnung: Je höher der Innovationsgrad, desto höher sind auch die Widerstände, die innerhalb eines Unternehmens zu überwinden sind. Denn je größer der Neuigkeitsgrad einer Innovation, desto höher auch die Anzahl der Mitarbeiter, die diese Innovation als bedrohlich empfinden. LEAD Innovation hat in den 13 Jahren seines Bestehens so viele Unternehmen begleitet, dass das Team um Michael Putz weiß, wie man mit diesen Vorbehalten wirklich umgeht. Manchmal handelt es sich nur um den verletzten Stolz der eigenen Ingenieure, weil sie nicht selbst die Erfindung entwickelt haben, sondern weil dabei externe Fachleute mitgeholfen haben.

 

Innovation beginnt bei der richtigen Suche

Diese Ängste vor Innovationen können aber auch durchaus begründet sein, wie ein simples Beispiel eines auf Stricktechnik spezialisierten Unternehmen zeigt, das medizinische Stützstrümpfe herstellt. Wenn es nun eine Innovation gäbe, die dem Träger eine ähnliche Wirkung verspricht, allerdings in der Fertigung geklebt anstatt gestrickt werden könnte, dann wäre ein Großteil der Jobs in der Firma bedroht. Auch das Unternehmen selbst käme in Schwierigkeiten, denn die Strickmaschinen wären dann überflüssig. Dieses Unternehmen könnte die Innovation ignorieren und so weitermachen wie bisher. Dann wird es allerdings über kurz oder lang von der Konkurrenz eingeholt werden, sofern sich die Innovation als kostensparender, bequemer - kurz der bisher verwendeten Technologie überlegen zeigt.

 

Das Strickunternehmen könnte allerdings auch sagen, ich will eine Innovation finden, die meine Produkte verbessert, die ich aber auch mit meiner bisherigen Belegschaft und meinem Maschinenpark erzeugen kann. Kurz - das Unternehmen könnte ein Suchfeld definieren, mit dem es selbst und seine Mitarbeiter besser leben kann. Mittels der LEAD User Methode würde sich dann eine neue Technologie finden lassen, mit dem das Unternehmen bessere Strickstrümpfe erzeugen kann und die der Klebetechnologie, die bereits ein Konkurrent erfunden haben könnte, ebenbürtig oder gar überlegen ist.

 

Inhabergeführte Unternehmen schätzen die LEAD User Methode

In den 13 Betriebsjahren von LEAD Innovation hat sich gezeigt, dass inhabergeführte Unternehmen offener gegenüber der LEAD User Methode sind und deshalb auch immer wieder darauf zurückgreifen. Diesen Aspekt hat Michael Putz für seinen Vortrag gewählt, der am 25. Juli im Raum E62-450 im vierten Stock der MIT Sloan School of Management in Boston stattfinden wird. Der Titel des 45-Minuten-Vortrages lautet „Why I only have repeat Lead User projects with founder-owned firms“. Michael Putz dazu: „Wir achten bei jedem unserer Projekte darauf, dass der Eigentümer an einem der ersten Treffen des Innovationsteams mit dabei ist. Um ihm zu zeigen, wie kreativ und toll es ist, mit Experten und Vertretern anderer Branchen zusammenzuarbeiten.“

Warum klappt die LEAD User Methode bei börsenotierten nun nicht so gut? „Managern der mittleren Ebene, die für Innovationen zuständig sind, ist es wichtig, dass sie sagen können, dass es ihr Projekt war“, so Putz. Der Umstand, dass an einer erfolgreichen Innovation auch noch externe Fachleute mitgewirkt haben, wird da gerne verschwiegen bzw. nicht gerne gesehen. „Eigentümer sind hier nicht so eitel und können es vertragen, wenn eine erfolgreiche Idee nicht von ihnen selbst oder aus dem eigenen Unternehmen stammt“, ergänzt Putz. Eigentlich einleuchtend. Denn einem Manager eines börsennotierten Unternehmens geht es um die eigene Karriere, dem Eigentümer indes um die Zukunft seines eigenen Betriebs.

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Ad Personam: 

Michael Putz wurde 1976 im Salzkammergut geboren. Er studierte Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Spezialgebiet Entrepreneurship & Innovation, Markt- und Meinungsforschung. Nach Berufserfahrungen bei SHELL und PORSCHE konzentrierte er sich als Studienassistent an der Abteilung für Innovation der WU Wien auf Innovationsmanagement. 2003 gründete er LEAD Innovation.

 

 

Die 4 Phasen der LEAD User Methode

Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

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