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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 13-Sep-2018
Autor: Daniel ZAPFL

Branchentransfer: Wie der Austausch mit Branchen zu neuen Anwendungen führt

 

Das eigene Branchensilo zu verlassen, zahlt sich immer aus. Von fremden Wirtschaftsbereichen lässt sich nicht nur viel fürs eigene Business lernen. Oft ergeben sich auch völlig neue Anwendungsfelder für die eigenen Technologien. Und damit neue Marktchancen. Lesen Sie in diesem Blogbeitrag, wie sich eine Innovation durch den Austausch mit anderen Branchen mehrfach vergolden lässt.

In unserer Wirtschaft ist es guter Brauch, sich vor allem mit Kollegen aus der Branche auszutauschen. Dafür gibt es Plattformen wie etwa Fachmessen, Awards und Interessenvertretungen. Die eigenen sich perfekt dafür, sich mit anderen Akteuren aus dem eigenen Wirtschaftsbereich zu vernetzen. Solche Kontakte sind sicherlich wichtig und wertvoll. Impulse für die eigene Innovationstätigkeit dürfen Sie sich davon aber kaum erwarten.

 

Auf bekannten Straßen gibt es wenig Neues zu entdecken

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“, so lautet ein bekanntes Zitat von Albert Einstein. Um neue Lösungen zu finden, ist das Ausbrechen aus den altbekannten gedanklichen Trampelpfaden also Pflicht. Das Gespräch mit Vertretern völlig anderer Branchen eröffnet Ihnen oft ganz neue Perspektiven. Durch den Besuch einer Fachveranstaltung einer Ihnen fremden Branche können Sie Ihr Wissen erweitern. Dennoch agieren Sie hier als eine Art Einhorn, das mit dem Fachjargon der übrigen Besucher wenig anzufangen weiß. Dementsprechend schwer ist es dann auch, wirklich substantielle Gespräche zu führen. Leichter ist es, Veranstaltungen zu wählen, an denen Vertreter aus vielen unterschiedlichen Branchen teilnehmen.

Produktfolder LEAD Transfer

 

Events mit einem bunten Mix an Branchen

Solche Events zum Generalthema „Innovation“ bietet LEAD Innovation schon seit einiger Zeit an. Bei den Seminaren lernen die Teilnehmer nicht nur verschiedene Innovationsmethoden kennen. Es bleibt auch genug Zeit, um sich untereinander auszutauschen. Noch lockerer ist die Atmosphäre bei „Afterwork Innovation“, wo Experten zunächst über ein vorgegebenes Thema referieren und dieses dann zur allgemeinen Diskussion stellen. Bei der ersten Ausgabe diese Veranstaltungsformates trafen Vertreter aus der Autoindustrie, der Bauwirtschaft, der Steuerungs- und Automatisierungstechnik und der Chemiebranche auf Mitarbeiter von Wirtschaftstreuhändern, Maschinen- und Anlagenbauern sowie Möbelherstellern. Auf welcher anderen Veranstaltungen ist der Branchenmix so bunt und gleichzeitig der Austausch zum Thema Innovation so tiefgründig?

Solche Events können durchaus den ersten Schritt zu einem Innovationstransfer darstellen. Denn dabei können Sie während eines lockeren Gesprächs von Problemen erfahren, für die Sie bereits die Lösung haben. Oder für die Sie eine Technologie haben, die die Probleme effizienter löst.

 

Die Technologie macht zwischen Mensch und Pizza keinen Unterschied

Ein ähnlicher Gedankengang muss das Management des Taxi-Konkurrenten Uber zum Launch von Uber Eats bewogen haben. Uber versteht sich ja selbst nicht als Taxiunternehmen. Denn letztendlich sind es ja selbständige Fahrer, die eine Person von A nach B befördern. Uber liefert lediglich die Technologie dazu, dass sich Angebot und Nachfrage in einer bisher noch nie so effizienten Art und Weise treffen. Genau diese Technologie eignet sich offenbar auch dazu, zwischen Restaurant, Lieferanten und Konsumenten zu vermitteln. Ein Uber Fahrgast und eine dampfende Pizza teilen sich dabei nie ein und das selbe Fahrzeug. In Wien werden die Speisen, wie in anderen Städten auch, vor allem mit dem Fahrrad ausgeliefert. Der Vorteil liegt als bloß in der Technologie, über die Uber bereits verfügte und für die das Unternehmen eine neue Anwendungsmöglichkeit fand.

 

So wie Türen lassen sich auch Waffen sichern

Eine solche Lösung hat auch die Münchener SimonsVoss AG gefunden. Das Unternehmen beschäftigt sich mit Schließsystemen für Gebäude und gilt als Pionier für digitale Schließsysteme. Dabei ersetzt ein elektronisches Zutrittsmedium den Schlüssel. Gegenüber herkömmlichen Türschlössern hat das einige Vorteile: Ein verlorenes Zutrittsmedium kann sofort gesperrt werden, Kopien sind unmöglich, jeder Zutritt ist dokumentierbar und Zutrittsrechte können zentral und spontan gewährt oder entzogen werden. Die von SimonsVoss entwickelte Technologie kann man nicht nur für die Sicherung von Türen verwenden. Grundsätzlich eignet sie sich auch, um Waffen zu sichern.

Die SimonVoss AG transferierte also das bestehenden Know-how, um intelligente Waffensicherungen zu entwickeln. Schlussendlich gründet SimonVoss ein eigenes Unternehmen, um das neue Angebot zu vermarkten. Armatix beschäftigt heute 30 Mitarbeiter und offeriert Waffensicherungssysteme für unterschiedliche Bedürfnisse. So gibt es etwa eine Lösung für Personen, die Waffen erben, aber selbst über keine Berechtigung verfügen und diese auch nicht verwenden wollen. Die so gesicherten Waffen lassen sich nur über ein Passwort entsperren, das telefonisch angefragt werden muss. Eine anderes Produkt ermöglicht den Einsatz der Waffe nur, wenn sich dieses ganz in der Nähe eines bestimmten Funkarmbands befindet. Wenn also dem Schützen die Waffe aus der Hand geschlagen wird, kann sie nicht abgefeuert werden.

 

Fazit: Innovation: Wie der Austausch mit Branchen zu neuen Anwendungen führt

Auf vergleichbare Ideen können Sie nur dann kommen, wenn Sie sich auch mit anderen Branchen auseinandersetzen. Um erste Kontakte zu knüpfen, reicht es oft schon, Veranstaltungen zu besuchen, die sonst nicht auf Ihrer Agenda zu finden sind. Solche Marktinnovationen oder Innovationstransfers können Sie freilich auch strategisch planen und gemeinsam mit einem Partner wie LEAD Innovation durchführen. Dabei spüren Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern und Experten auf, in welchen Branchen sich Ihre Technologie womöglich noch für Sie gewinnbringend einsetzen lässt. Danach kontaktieren Sie Vertreter aus der Branche, um die Chancen für eine gewinnbringende Verwertung Ihres Know-hows bzw. auch mögliche Partner dafür zu finden. Egal, wie Sie dann tatsächlich vorgehen: Beim Thema Innovation zahlt sich der Branchentransfer immer aus.

LEAD Transfer

Daniel ZAPFL

Born in Graz, Austria. After positions as project manager & head of innovation of the project management at LEAD Innovation, Daniel Zapfl has been responsible for the success of the innovation projects of our innovation partners since January 2018.

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