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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 11-Sep-2018
Autor: Michael PUTZ

5 Faktoren, wie Sie Innovationsflops vermeiden

 

Innovationsflops kosten viel Zeit und Geld. Bis zu 90 Prozent aller Produktinventionen setzen sich auf dem Markt nicht durch. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Wir beleuchten fünf Faktoren, die für eine erfolgreiche Innovationstätigkeit entscheidend sind und Durchbruchsinnovationen ermöglichen.

Faktor: Management Commitment und Budget

Um Innovationsflops zu vermeiden, muss das Commitment von Geschäftsführung, Vorstand oder Eigentümer vorhanden sein: Die Grundlage jeder erfolgreichen Innovation ist ein klarer Auftrag vom Management, in dem die Innovationsziele, der Zweck und die Erwartungen an das Innovationsmanagement definiert sind. Dazu gehört auch die Festlegung der Verantwortlichkeiten, Budgets und Rahmenbedingungen. Fehlen diese Voraussetzungen, dann geht Innovationsvorhaben entweder auf halber Strecke die Luft aus oder der strategische Abgleich findet nicht statt. Mehr dazu in unseren Beitrag „Die Geschäftsführung als Innovationshemmnis - 6 Tipps, was man dagegen tun kann“.

 

Faktor: Das richtige Team zusammenstellen

Eine sehr gute Basis für die Zusammenstellung des richtigen Innovationsteams bietet das Promotorenmodell von Professor Eberhard Witte. Demnach sind Promotoren Personen, die einen Innovationsprozess intensiv und aktiv fördern. Ihre Hauptaufgabe ist es, Barrieren im Zusammenhang mit Innovationsprozessen im Unternehmen abzubauen und zu überwinden. Dabei gibt es verschiedene Typen von Promotoren.

  • Der Machtpromotor ist auf einer hohen Hierarchiestufe angesiedelt und hat die Aufgabe, Überzeugungsarbeit für das Innovationsvorhaben zu leisten (siehe Faktor 1). Aufgrund seiner Position im Unternehmen kann er den Innovationsprozess wesentlich beeinflussen. Er ist dafür verantwortlich, dass eventuelle Barrieren im Unternehmen aus dem Weg geräumt und Budgets für die nächsten Entwicklungsphasen freigegeben werden.
  • Der Fachpromotor bringt relevantes Fach- und Methodenwissen ein. Er kennt sich in der Branche aus, weiß was schon versucht oder erfunden wurde und welche Patente es bereits gibt.
  • Der Prozesspromotor verfügt über eine hohe Organisationskenntnis, koordiniert, organisiert und steuert Abläufe und Zielvorstellungen. Er kennt sich mit den Bereichen und Abteilungen aus, die für ein Innovationsvorhaben integriert werden müssen, um das Not invented here-Syndrome zu vermeiden. Der Prozesspromotor hat somit vor allem eine verknüpfende und vermittelnde Funktion.

 

Vorlage Projektteam Zusammenstellung

Da Marketing und Werbung zunehmend an Bedeutung gewinnen, sollten Sie zusätzlich eine Person aus Ihrer Marketing- oder Vertriebsabteilung in den Innovationsprozess miteinbeziehen. Damit wird gewährleistet, dass auch die Marktseite im Innovationsprozess durch entsprechendes Innovationsmarketing Berücksichtigung findet und Sie mit ihrer Invention am Markt Erfolg haben.

 

Faktor: Suchfelddefinition und Trend Fit

Ein wesentlicher Punkt, um Innovationsflops zu vermeiden, ist die klare Definition von Suchfeldern. Dabei handelt es sich um die Festlegung strategischer Themenfelder auf Basis von Märkten, Produktfeldern oder Technologien, wo ein Unternehmen innovieren möchte. Durch strategische Werkzeuge wie Trend-, Technologie- und Marktanalysen können Suchfelder identifiziert werden.

Eine der ersten und wichtigsten Fragen im Innovationsprozess ist daher, für wen etwas Neues erfunden werden soll. Solange Sie diese Frage nicht klar beantworten können, tappen Sie im Dunkeln. Beim Brainstorming gefallen Ihnen vielleicht manche Ideen, andere wiederum gar nicht –  eine fundierte Bewertung dieser Ideen ist jedoch nicht möglich, da Sie gar nicht genau wissen, für wen die Idee einen Nutzen stiften soll.

 

Faktor: User Integration

In der fehlenden User Integration liegt die größte Stolperfalle für einen Flop. Denn vergessen Sie den User einzubeziehen und  – anknüpfend an den dritten Faktor Suchfelddefinition – beantworten Sie nicht klar die Frage, für wen etwas erfunden wird, dann entwickeln Sie am Markt vorbei.

User mit Kunden gleichzusetzen wäre in diesem Zusammenhang zu kurz gegriffen. Anwender finden sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette – das kann der Bauarbeiter sein, der ein bestimmtes Produkt auf der Baustelle verwendet oder der Enduser, der das errichtete Gebäude als Bewohner nutzt. 

Bei der User Integration ist aber auch entscheidend, nicht irgendeinen Anwender, sondern einen trendführenden User einzubeziehen. Das kann etwa ein LEAD User bei komplexen Innovationen sein oder ein Early Adopter bei Innovationsvorhaben mit einem niedrigeren Innovationsgrad. Nur rund zwei Prozent aller Anwender erfüllen allerdings die Voraussetzungen, in der Innovationsentwicklung mitzuarbeiten.

 

Faktor: Von analogen Feldern lernen

Oft ist der Neuigkeitsgrad einer Innovation zu gering, da man sich in der Produktentwicklung lediglich auf inkrementelle Verbesserungen, also Optimierung und Weiterentwicklung, konzentriert und nicht den großen Sprung schafft. Um Innovationsflops zu vermeiden, ist es daher sehr hilfreich, sich mit Analogien zu beschäftigen, analoge Felder zu integrieren und von ihnen zu lernen.

Beim Arbeiten mit Analogien erfolgt mithilfe systematischer Methoden und der Nutzung des Know-how von LEAD-Usern ein Wissenstransfer aus anderen Fachgebieten. Gewohnte Denkmuster können aufgebrochen und neue Lösungsansätze für Probleme entwickelt werden. Zusätzlich schont diese Vorgangsweise das F&E- Budget und reduziert den Zeitaufwand für Innovationsentwicklungen.

 

Fazit: Innovationsflops vermeiden

Um Innovationsflops zu vermeiden, muss das Management hinter dem Innovationsvorhaben stehen, das Innovationsteam sinnvoll zusammengesetzt sein und die Innovation für den Markt entwickelt werden. Letzteres lässt sich durch eine klare Definition von Suchfeldern, die Einbeziehung von fortschrittlichen Usern und die Nutzung von Analogien umsetzen. Mehr zum Thema Innovationsflops lesen Sie in unserem Beitrag „3 Beispiele für Innovationsflops, von denen Sie lernen können“.

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Michael PUTZ

Born in the Salzkammergut. After working for Shell and Porsche, he concentrated on innovation management as a study assistant at the Innovation Department of the Vienna University of Economics and Business Administration. In 2003 he founded LEAD Innovation and manages the company as Managing Partner. Lectures at MIT, in front of companies like Google or NASA.

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