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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 13-Sep-2018

Kompetenzen Innovationsmanager: diese 7 sind Voraussetzung

 

Die Wirtschaft dreht sich immer schneller. Ideen zur Marktreife zu bringen, wird für Unternehmen immer wichtiger. Innovationsmanager sind deshalb gefragte Leute. Was diese alles können müssen, lesen Sie in diesem Beitrag. Hier können Sie auch ein Muster einer Stellenausschreibung downloaden. Falls Sie gerade selber einen Innovationsmanager suchen.

Das Berufsbild selbst ist noch relativ neu. Als derjenige, der Ideen zu Innovationen macht, ist der Innovationsmanager eine zentrale Schnittstelle im Unternehmen. Er muss die Sprache der Forschungs- und Entwicklungsabteilung ebenso verstehen, wie die des Controllings, des Vertriebs und des Marketings. Er muss über alle Trends Bescheid wissen, die für seinen Arbeitgeber relevant sind oder in Zukunft werden könnten. Er muss sich in die Perspektive der Kunden hineinversetzen können. Und er muss für eine Idee kämpfen können, selbst wenn der größte Widerstand aus dem eigenen Unternehmen kommt. Gibt es solche Wunderwuzzis überhaupt?

Vorlage Projektteam Zusammenstellung

 

Innovationsmanager: Eine Person mit vielen Eigenschaften 

Eine genaue Analyse der erforderten Fähigkeiten und Kenntnisse eines Innovationsmanagers hilft, diese Frage zu beantworten. Hier finden Sie eine Liste, welche Eigenschaften ein Innovationsmanager auf jeden Fall mitbringen muss:

  1. Organisiert: Ihr Manager fürs Neue kann Projekte planen, organisieren und durchführen und hat dabei ein Auge auf zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen. Je präziser Sie Ihr Innovationsprojekt verfolgen, desto besser ist der Output. Verschobene Termine, unvollständig abgearbeitete To-Do-Listen oder nicht geschriebene Protokolle sind häufige Gründe dafür, dass aus einer guten Idee letztendlich nichts wird. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass Ihr Innovationsmanager ein guter Projektmanager ist. 
  2. Zielorientiert: Das Ziel Ihres Innovationsmanager ist die Innovation, also die Summe aus Invention und Markterfolg. Die Person muss also den Zug zum Tor haben, wie man so schön in der Fußballsprache zu sagen pflegt. Der Blick aufs Ganze darf nicht verloren gehen. Das Verzetteln in Details birgt auch immer die Gefahr, auf Barrieren zu stoßen, die unüberwindbar erscheinen. Das Motto sollte sein: „Geht nicht, gibt’s nicht“. 
  3. Redegewandt: Innovationsmanager sind, wie zuvor erwähnt, eine zentrale Schnittstelle im Unternehmen. Sie müssen die Sprache der verschiedensten Abteilungen und die der Kunden, Lieferanten und Partner sprechen. Und dies möglichst überzeugend. Zudem besteht ein Innovationsprojekt aus vielen Meetings, die ein Innovationsmanager moderieren muss. Gute Redner sind also gefragt. 
  4. Mehrsprachig: Ideenreichtum, Kreativität und Innovationsbereitschaft kennen keine sprachlichen Grenzen. Englisch ist die bedeutendste Weltsprache der Gegenwart - ihr Innovationsmanager sollte sie in Wort und Schrift beherrschen. Auch um die internationalen Entwicklungen problemlos verfolgen zu können.
  5. Lernfähig: Der Berufsalltag eines Innovationsmanagers besteht aus dem Umgang mit Neuem. Eine schnelle Auffassungsgabe und Lernfähigkeit ist dabei wichtig. Innovationsmanager sollten sich sehr schnell eine Mitsprachekompetenz aneignen können. Dies bedeutet, dass sie imstande sind, mit ihrem Gegenüber fachlich auf Augenhöhe zu kommunizieren. Detailwissen aus allen Bereichen ist dafür nicht notwendig, die Kenntnis über grundlegende Funktionsprinzipien eines Bereiches hingegen schon. 
  6. Neugierig: Innovationsmanager müssen Trends früh erkennen. Eine gesunde Neugierde hilft dabei enorm. Denn dadurch wird das Aufspüren von neuen Entwicklungen und der Blick über den eigenen Branchentellerrand zu einer lustvollen Tätigkeit. Und nicht Teil der Arbeit, die so mancher von uns zwischen zwei möglichst nahe beieinander liegenden Zeitpunkten erledigt haben will.
  7. Streitlustig: Innovationsmanager dürfen Konflikte nicht scheuen. Sie beschäftigen sich mit Veränderungen. Diese führen bekanntlich zu Widerständen. Das beginnt schon bei der Position Innovationsmanager selbst. Manch anderer Kollege im Unternehmen wird damit nichts anzufangen wissen. Schließlich ist das Unternehmen ja Jahre oder gar Jahrzehnte davor auch ohne Innovationsmanager ausgekommen. Warum sollte das in der Zukunft nicht möglich sein? Innovationsmanager müssen sich also erst einen Platz in der betrieblichen Hackordnung erkämpfen und Konflikte austragen können. Und: Als Schnittstelle zu nahezu allen Abteilungen wird Ihr Innovationsmanager das eine oder andere Mal auf Kollegen mit unterschiedlichen Meinungen stoßen. Konflikte sind also vorprogrammiert. So fern sie professionell und sachlich ausgetragen werden, ebnen sie oft Wege fürs Neue. Und genau das wollen sie ja.  

 

Innovationsmanager sind beim Chef angesiedelt

Falls Sie über eine Matrixorganisation  verfügen, so ist dies nicht einfach zu empfehlen, denn üblicherweise findet Innovation zwischen Markt und Technologie statt. Also bei einer klassischen Organisationsform zwischen FuE und Marketing. Da in vielen Unternehmen das Marketing jedoch als ‚Werbeabteilung‘ missverstanden wird und die FuE hauptsächlich mit Anpassungen der bestehenden Produkte nach Kundenwünschen beschäftigt ist sollten Sie in Betracht ziehen den Innovationsmanager als Stabsteile der Geschäftsführung einzusetzen. Das bedeutet noch mehr Arbeit für Sie, aber es geht schliesslich um die Zukunft Ihres Unternehmens. Die Dame oder der Herr sollte Ihnen direkt berichten. 

 

Externe Innovationsmanager sind flexibler

Eine andere Möglichkeit, Innovation direkt beim Chef anzusiedeln, ist es, die Dienste eines externen Innovationsmanagers in Anspruch zu nehmen. Dafür müssen Sie freilich keine neue Stelle ausschreiben, sondern die Dienste eines geeigneten Dienstleisters in Anspruch nehmen. Bedenken Sie, dass externe Innovationsmanager noch weitere wichtige Soft-Skills mitbringen müssen. 

Ein externer Innovationsmanager kennt Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter kaum. Er muss mit einem Team, dessen Mitglieder oft schon jahrelang miteinander bekannt sind, zusammenarbeiten. Ein externer Innovationsmanager muss also in kürzester Zeit die Dynamik dieses Teams verstehen. Er muss erkennen, wer in diesem Team was zu sagen hat. Er muss zwischen den Zeilen lesen können. Kurz: Er muss es schnellst möglichst schaffen, vom Team nicht mehr als „Fremdkörper“ wahrgenommen zu werden. 

Da ein externer Innovationsmanager in vielen unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen tätig ist, muss er imstande sein, sich äußerst schnell mit dem Wesen einer Branche vertraut zu machen. Er muss sich Wissen noch schneller aneignen können, als ein interner Innovationsmanager. Denn dieser setzt sich normalerweise nur mit der Branche seines Arbeitgebers und einigen verwandten Bereichen auseinander. Freilich: ein externer Innovationsmanager stellt vor allem einmal das Werkzeug zur Verfügung, mit dem Sie eine Idee zur Marktreife bringen. Dennoch darf er nie den Eindruck vermitteln, dass er sich in einer Branche nicht auskennt. Denn dann werden Sie und Ihre Mitarbeiter zurecht fragen: „Was will mir der den beibringen?“

 

Fazit: Lassen Sie Ihren Innovationsmanager auch Innovationsmanager sein

Wie Sie sehen, ist die Liste der Anforderungen an einen Innovationsmanager ebenso lang wie vielseitig. Eine gute Basis für die Tätigkeit bildet ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften, idealerweise mit Schwerpunkt auf Innovation. Die Position des Innovationsmanagers beinhaltet auch viele kleinteilige Recherchearbeit oder Kaltakquise, um erste Kunden zu finden und deren Meinung einzuholen.

Die Rolle des Innovationsmanagers ist im Unternehmen extrem exponiert. Aus diesem Grunde sollten Sie Ihren Innovationsmanager auch zugestehen, nur als Innovationsmanager tätig zu sein. Bisweilen finden sich Stellenausschreibungen, die diese Position mit anderen wie Produkt- oder Qualitätsmanager vermischen wollen. Damit machen Sie weder Ihrem Innovationsmanager noch sich eine Freude. Warum? Der Umgang mit Unsicherheiten und Risiken gehört für Innovationsmanager zum Arbeitsalltag, während sich Projekt- oder Qualitätsmanager in etablierten Wegen bewegen. Wenn nun ein Mitarbeiter beides machen muss, dann wird er sich tendenziell auf das Sichere, also Etablierte konzentrieren. Einfach, weil er dort vorzeigbare Ziele leichter erreichen kann. Die Beschäftigung mit dem unsicheren Neuen, die noch dazu auf interne Widerstände stößt, unterbleibt dann.

Sicher. Ein Innovationsmanager kann sich erst ab einer bestimmten Betriebsgröße rechnen. Sollte Ihr Betrieb für einen eigenen Innovationsmanager zu klein sein, dann nehmen Sie doch die Dienste eines externen in Anspruch. Der rechnet sich auf jeden Fall.

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Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

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