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LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 11-Sep-2018

Organisationsstruktur Innovationsmanagement: Selber machen, auslagern oder eine Kombination - Sie entscheiden!

 

Um Ideen zum Markterfolg zu verhelfen, benötigen Sie nicht nur eine Strategie, sondern auch eine Organisation. Die zentrale Frage dabei: Soll sich ein Kollege aus Ihrer Stammmannschaft darum kümmern, oder legen Sie diese Agenden doch lieber in die Hände eines externen Innovationsmanagers? Oder Sie entscheiden sich für eine Kombination aus selber machen und auslagern. Dieser Blogbeitrag kann Ihnen aber dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Lesen Sie über die Vorteile, welche die jeweilige Organisationsstruktur bietet.

 

Innovationen managen verträgt keine Routine

Wenn Sie sich für einen internen Innovationsmanager entscheiden, sollten Sie diesem auch die Möglichkeit geben, als solcher zu agieren. Neue Ideen zu Patenten zu entwickeln ist eine Tätigkeit, die sich nur schlecht mit anderen kombinieren lässt. „Teilzeitinnovationsmanager“ sind eine halbe Lösung und Sie werden mit den Ergebnissen des Mitarbeiters auch nicht voll zufrieden sein. Warum? Sich ständig mit Unsicherheiten und Risiken zu beschäftigen verträgt sich leider nicht mit Routinetätigkeiten, deren Erfolg oder Misserfolg absehbar ist.

 

Sichere Wege sind beliebter

Wenn Sie etwa einen „Produkt- und Innovationsmanager“ anstellen, dann kann es durchaus passieren, dass Sie mit dem Output dieses Mitarbeiters auch nicht zufrieden sind. Denn dieser muss sich einerseits um die Vermarktung bestehender Produkte kümmern und andererseits Neues zur Marktreife entwickeln. Für die eine Tätigkeit gibt es relativ gesicherte Wege, die zum Erfolg führen. Für die andere nicht. Der Mitarbeiter wird sich also auf diejenige Tätigkeit konzentrieren, durch die er sicherere Ergebnisse vorweisen kann, und die andere vernachlässigen.

Vorlage Stellenbeschreibung Innovationsmanager

 

Innovationsmanager brauchen die Rückendeckung der Chefs

Ein Innovationsmanager sollte indes als Stabsstelle direkt dem oberen oder obersten Management unterstellt sein. Denn Innovationen sind mit Veränderungen verbunden, und diese stoßen so gut wie immer auf Widerstände. Um diese zu überwinden, braucht der Innovationsmanager die Rückendeckung der Chefetage. Fazit: Ihr Innovationsmanager soll sich also voll auf das Realisieren von neuen Ideen konzentrieren können, dabei den Beistand des Chefs haben und alle anderen Mitarbeitern sollten den Sinn dieser Stabsstelle erkannt haben. Der letzte Punkt setzt voraus, dass Sie als Geschäftsführer die neue Stelle des Innovationsmanagers richtig vermarktet und kommuniziert haben.

 

Mit internem Innovationsmanager am Ball bleiben

Wenn Sie die oben beschriebenen Rahmenbedingungen geschaffen haben, dann hat ein internes Innovationsmanagement folgende vier Vorteile gegenüber einer Auslagerung:

  • Ihr Innovationsmanager kennt die eigenen Kollegen. Ein externer Dienstleister muss sich damit und mit der Hackordnung eines Unternehmens erst vertraut machen. 
  • Mit der internen Besetzung des Innovationsmanagements umschiffen Sie das „not invented here syndrom“ . Die Widerstände der eigenen Belegschaft gegen Novitäten, die nicht innerhalb der eigenen Firmenwände erdacht wurden, können oft groß sein. So groß, dass vielversprechende Ideen letztendlich nie zur Marktreife gelangen.
  •  Die Dienste eines Externen enden mit einem fertigen Konzept für ein neues Produkt. Die Anmeldung eines Patents bzw. der Launch des neuen Produktes und die Begleitung in der ersten Phase bleiben Sache des Unternehmens. Wenn sich dort niemand zuständig fühlt oder den notwendigen Druck aufbaut, auch den letzten Schritt zu setzen, dann landen auch gute Konzepte in der Schublade. Einem internen Innovationsmanager kann dies nicht passieren. Denn er begleitet die Idee bis hin zur Marktreife.
  • Ihr Innovationsmanager kann sich voll auf Ihre Branche und analoge Wirtschaftsbereiche konzentrieren. Ein externer Dienstleister, der in vielen völlig unterschiedlichen Branchen ist, wird nie eine solche Tiefe an Informationen erarbeiten können. Allerdings: Wer ein zu großes Detailwissen hat, läuft Gefahr, den Blick fürs Ganze zu verlieren. Ein Innovationsmanager mit Tunnelblick übersieht Entwicklungen aus anderen Wirtschaftsbereichen, die das eigene Problem lösen könnte oder zumindest eine Anleitung dafür bieten könnte.

  

Externe sind Spezialisten für Innovationsmethoden

Neue Produkte können Sie auch bei externen Dienstleistern ordern. Diese Variante werden Sie wählen, wenn sich ein eigener Mitarbeiter, der sich nur um Innovationen kümmert, einfach nicht rechnet. Oder aber, wenn Sie die oben beschriebenen Voraussetzungen in Ihrem Unternehmen nicht schaffen können oder wollen. Doch nicht nur aus diesen beiden Gründen sind Sie mit einem externen Innovationsmanager bisweilen besser dran, als mit einem eigenen Mitarbeiter. Denn das Innovationsmanagement - zumindest teilweise - auszulagern, hat die folgenden sechs Vorteile:

 

  • Bleiben wir gleich beim Tunnelblick, dem ein interner Mitarbeiter durchaus verfallen kann. Branchengrenzen verschwinden zusehends, und teilweise haben andere Wirtschaftsbereiche Probleme bereits gelöst, an denen Sie selbst noch verzweifeln. Externe Dienstleister haben eine bessere Übersicht, weil sie für viele unterschiedliche Branchen tätig sind.
  • Externe Dienstleister beschäftigen meist mehr Innovationsmanager. Diese tauschen sich untereinander aus, um eine Lösung zu finden. So können Sie indirekt das Know-how aus anderen Branchen, Produkten oder Projekten anzapfen. Ihr Mitarbeiter ist im Normalfall auf sich allein gestellt. Er hat Schwierigkeiten, einen Sparringpartner zu finden. Doch gerade die Diskussion und der Diskurs birgt viel Kreativität.
  • Einem Innovationsmanager, der nicht auf Ihrer Gehaltsliste steht, wird oftmals die „Gnade der Unwissenheit“ zuteil. Eine, Person, die sehr tiefe Informationen über einen Bereich verfügt, findet bisweilen keine Lösung, aber tausend Gründe, warum etwas nicht funktionieren kann. Ein weniger Informierter lässt sich auf bestehende Barrieren weniger ein. Er legt das Problem als nicht gelöst offen - ist aber davon überzeugt, bei gegebener Zeit eine Lösung zu finden.
  • Die Zeit Externer kosten einem Unternehmen spürbar Geld. Das kann für den Fortgang eines Projektes durchaus hilfreich sein. Sicher, ein eigener Mitarbeiter bedeutet auch einen finanziellen Aufwand. Psychologisch gesehen fällt dieser aber weniger ins Gewicht: Denn der Personalaufwand fällt ohnehin an - egal ob Ihr Innovationsmanager etwas zuwege bringt oder nicht. Die Konsequenzen aus einer notorischen Ergebnislosigkeit werden Sie erst nach einiger Zeit ziehen können.
  • Das Projektmanagement auszulagern hat den Vorteil, dass der Dienstleister eine strengere Struktur aufbauen kann. Mitarbeiter unter sich neigen eher dazu, Meetings abzuhalten, Termine zu verschieben und Protokolle nicht oder unvollständig zu schreiben. Einen externen Dienstleister bezahlen Sie auch dafür, dass er den Zeitplan möglichst exakt einhält.
  • Ihre Belegschaft wird einen externen Dienstleister schneller als Experten für Innovationsmethoden anerkennen, als einen Kollegen. Wichtig ist dabei, dass sich der Dienstleister allerdings schnell eine Mitsprachekompetenz für Ihre Branche erarbeitet.

 

Fazit: Organisationsstruktur Innovationsmanagement

Wie Sie das Innovationsmanagement organisatorisch abbilden, hängt sehr stark von Ihrem Unternehmen und Ihren Zielen ab. Wenn Sie Ihre Innovationstätigkeit erhöhen wollen, dann empfiehlt sich als erster Schritt, einen externen Dienstleister zu beschäftigen. Aus dem Nichts seine Stabsstelle fürs Neue zu implementieren, ist zwar möglich, aber schwer. Denn dies kann sich negativ auf die Motivation ihrer Belegschaft auswirken. Manch einer könnte sich dann fragen: „Wenn es nun eine Stelle fürs Neue gibt, bin ich dann selbst nur noch fürs „Alte“ zuständig?“

Einen externen Dienstleister für ein Innovationsprojekt anzuheuern, akzeptieren Ihre Mitarbeiter wohl leichter. Aus dieser Zusammenarbeit können Sie und Ihre Mitarbeiter auch selbst sehr viel über Innovationsmethoden lernen. Dieses Wissen und auch der eine oder andere Rat des Dienstleisters können Ihnen ja dann in weiterer Folge dabei helfen, das Innovationsmanagement intern zu besetzen.

Sie können Ihr Innovationsmanagement freilich auch intern abbilden und gleichzeitig einen externen Dienstleister beschäftigen. Dadurch profitieren Sie von allen oben angeführten Vorteilen. Wichtig ist jedenfalls, dass Sie Ihre Innovationstätigkeit nicht nur strategisch planen, sondern auch organisatorisch abbilden.

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Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

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