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Datum: 03-Okt-2019

Was Sie über Cloud Computing wissen sollten

Die Anforderungen an die IT eines Betriebs sind heute hoch und steigen immer weiter. Mittlerweile suchen schon viele Firmen ihr Heil in der Cloud. Dieser Artikel gibt Ihnen einen Einblick in das Cloud Computing und zeigt die wichtigsten Vorteile auf, ohne dabei auf die Nachteile zu vergessen.

Cloud Computing ist eine jener Technologien, die die Digitalisierung vorantreiben. Damit kann ein Nutzer verschiedenste Services aus einer Netzwerk-Wolke nützen, die ein Dienstleister zur Verfügung stellt. Der User kann über verschiedene Schnittstellen oder Programme, wie etwa über einen Webbrowser, auf diese Ressourcen zugreifen. Dazu benötigt er nur eine Netzwerkverbindung und ein digitales Device - etwa einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone.

Mittlerweile sind Cloud Services aber auch über Smartwatches, intelligente Lautsprecher wie Amazon Echo und in Automobilen nutzbar. Erleichtert wird dies durch die Sprachsteuerung, die in Alexa, Google Assistant, Cortana oder Siri angeboten wird. Zusammengefasst: Cloud Computing erlaubt es, Ressourcen von nahezu überall aus und in allen erdenklichen Situationen zu nutzen.

Betrieb von eigener IT ist vielen Betrieben zu komplex

Der Aufbau und der Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur oder die Installation von lokaler Software ist nicht notwendig und wenig sinnvoll. Denn diese Aufgaben sind derart komplex, dass ein Unternehmen dafür viel Geld in die Hand nehmen muss und Experten benötigt, die derzeit am Arbeitsmarkt schwer zu bekommen sind. Ein ganz zentraler Aspekt dabei ist die IT-Sicherheit. Die Bedrohungen aus dem Netz nehmen stetig zu. Eine Firma braucht also auch eine hohe Expertise in IT-Security, wenn sie sich ihre IT völlig selbst betreibt.

Was bedeuten IaaS, PaaS, FaaS und SaaS?

Die meisten Betriebe wollen sich aber auch um ihre Kernkompetenz und nicht um die IT kümmern. Diese wird zwar immer wichtiger, aber sie bleibt letztendlich ein Mittel zum Zweck. Beim Cloud Computing hingegen bezahlt ein Unternehmen genau für jene Leistungen, die es benötigt und kann sich dank Service Level Agreements sicher sein, dass der Dienstleister diese auch in der gewünschten Form zur Verfügung stellt. Doch von welchen Services und Ressourcen sprechen wir überhaupt? Hier kommen die vier Kürzel IaaS, PaaS, FaaS und SaaS ins Spiel:

1) Infrastructure as a Service

Bei IaaS bezieht der Nutzer Speicherplatz und Rechenleistung aus der IT-Infrastruktur des Dienstleisters. Vereinfacht gesagt verfügt der Nutzer dann über einen Computer, der physisch zwar nicht bei ihm steht, den er aber genau so dimensionieren kann, wie er ihn gerade braucht. Der Anwender kann diese IT-Infrastruktur nun für den Betrieb seiner Software nutzen. Dass diese funktioniert, fällt aber in den Verantwortungsbereich des Nutzers - schließlich stammt sie ja auch von ihm. Der Dienstleister sorgt lediglich dafür, dass dieser virtuelle Rechner nicht ausfällt.

2) Platform as a Service

Bei PaaS erhält der Nutzer Zugang zu einer Laufzeit- und Programmierumgebung in der Cloud. Dies bedeutet, dass er dort seine Apps selbst entwickeln und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann. Der Dienstleister sorgt dafür, dass die Anwendung stabil läuft - egal ob sie von nur einem oder von Millionen Nutzern verwendet wird. Diese Form von Cloud Computing eignet sich besonders gut für die Entwicklungen von Internet-of-Things-Anwendungen.

3) Function as a Service

Diese Form ist dem PaaS-Modell sehr ähnlich. Aber anstatt auf der IT-Infrastruktur des Dienstleisters eine gesamte App zu programmieren und zu betreiben, verwendet der Nutzer bloß einzelne Funktionen für seine Anwendung. Auf welcher Infrastruktur der Anbieter diese betreibt, bleibt dem Anwender verborgen. Er bezahlt dabei nur jene Funktionen, die er nutzt. FaaS und PaaS werden oft auch als serverloses Computing bezeichnet.

4) Software as a Service

Bei SaaS kommt die Software aus dem Netzwerk. Der Dienstleister übernimmt dabei die Verantwortung für den Betrieb der Software und die Authentifizierung. SaaS-Lösungen sind äußerst populär; Beispiele dafür gibt es viele: Etwa Content-Management-Systeme wie WordPress oder Office Lösungen wie Microsoft Office 365 oder auch G-Mail funktionieren nach dem SaaS-Modell.

 

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Die drei wichtigsten Vorteile von Cloud Computing

1) Flexible Kosten für die IT

Bei jeder Form des Cloud Computings zahlt ein Unternehmen nur jene Ressourcen und Services, die es benötigt. Beim Betrieb der eignen IT ist das anders: Hier muss eine Firma anfangs hohe Investitionen in Hard- und Software tätigen. Dabei kann sich der Betrieb nie sicher sein, ob die Leistungsfähigkeit der IT zu hoch oder zu gering bemessen ist. Gerade für Start-ups ist das ein großes Problem: Bevor sie überhaupt loslegen könnten, würden zunächst hohe Investitionen notwendig werden. Mit Cloud Computing ist die IT hingegen eine flexible Kostenposition: Wenn anfangs nur wenige Ressourcen notwendig sind, dann kostet dies auch nur wenig.

2) Neueste Technologien sind nutzbar

Ohne Cloud Computing könnten sich viele Unternehmen manche Technologien gar nicht leisten. Künstliche Intelligenz benötigt etwa sehr hohe Rechenressourcen, wie sie nur in einer Server Farm zur Verfügung stehen. Dank Cloud Computing kommt KI quasi aus der Steckdose. Denn die Anbieter können diese Technologie über Netzwerke für die spezifischen Anwendungen der Nutzer beziehen. Der User kann dabei auch immer sicher sein, dass der Dienstleister die modernste Hard- und Software verwendet. Dies erhöht auch die IT-Security.

3) Die IT funktioniert sofort, sicher und überall

Um einen Computer für eine neue Arbeitskraft aufzusetzen, benötigt die IT-Abteilung durchschnittlich einen Tag. Cloud Services sind hingegen sofort einsetzbar. Die notwendige Anmeldung und Administration ist meist so einfach, dass kein Mitarbeiter der IT-Abteilung damit behelligt werden muss. Ein großer Vorteil ist auch, dass die Services von überall aus genützt werden können - etwa während einer Autofahrt per Sprachbefehl.

Cloud Computing hat auch Schwächen

Noch bis vor wenigen Jahren war der traditionelle Ansatz noch sehr gebräuchlich: Dabei kauft ein Unternehmer die Software-Lizenzen und betreibt diese auf eigene Verantwortung auf seinen eigenen Computern. Diese Vorgangsweise wird in der Fachwelt als On Premises bezeichnet. Sie hat gegenüber Cloud Computing eine bei manchen Anwendungsfällen entscheidende Stärke: Der Betrieb gibt die eigenen und die ihm anvertrauten Daten nicht außer Haus und behält die volle Kontrolle über die IT. Wenn etwa die Technik des Dienstleisters streikt, dann geht auch das Service des Nutzers in die Knie – so, wie das bei Google und Snapchat passiert ist.

Fazit: Was Sie über Cloud Computing wissen sollten

Ohne Cloud Computing könnten viele Unternehmen interessante neue Technologien nicht nutzen, weil ihnen dazu die eigenen Ressourcen fehlen. Mit Cloud Computing sind auch viele Werkzeuge, mit der Unternehmen ihre Digitalisierung vorantreiben können, einfach und kostengünstig nutzbar. Vereinfacht ausgedrückt überlässt ein Betrieb seine gesamte IT einem Partner, der diese ungleich besser beherrscht. Dies hat aber auch seinen Preis: Der Nutzer muss seine und die ihm anvertrauten Daten ebenso aus der Hand geben, wie die Kontrolle über seine IT. Darum sollte sich jede Firma den Cloud-Computing-Partner ganz genau ansehen.

 

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Gerhard BERTHOLD

Born in Vienna. At LEAD Innovation he works as Innovation Manager.

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