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LEAD Innovation Blog

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Datum: 13-Sep-2018

10 Vorteile, die Mitarbeiter-Innovationen mit sich bringen

 

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Frage sollten Sie sich im Hinblick auf Ihre Innovationstätigkeit stellen. Denn viele Ihrer Mitarbeiter wollen auch Mitgestalter der Zukunft Ihres Betriebes sein. Deren Kreativität und Ideen sollten Sie nutzen. Dieser Blogbeitrag erklärt, was unter Mitarbeiter-Innovationen zu verstehen ist, wie Sie diese in Ihrem Unternehmen implementieren können und welche 10 Vorteile Sie und Ihr Unternehmen davon haben.

 

Innovationsmethode mit Geschichte

Innovation durch Mitarbeiter ist per se nichts Neues. Denn unter dem etwas sperrigen Begriff „betriebliches Vorschlagswesen“ nutzen Betriebe die Kreativität der eigenen Belegschaft schon seit langem. Diese erwähnte etwa Alfred Krupp bereits 1872 im so genannten Generalregulativ. Dieses Papier fasst die Grundsätze der Geschäftsführung und der Unternehmensorganisation für die von Krupps Vater Friedrich gegründete Krupp Gussstahlfabrik (heute ThyssenKrupp) in insgesamt 72 Paragraphen zusammen. Und im Paragraph Numero 13 heißt es da wörtlich:

 

„Anregungen und Vorschläge zu Verbesserungen, auf solche abzielende Neuerungen, Erweiterungen, Vorstellungen über und Bedenken gegen die Zweckmäßigkeit getroffener Anordnungen sind aus allen Kreisen der Mitarbeiter dankbar entgegen zu nehmen und durch Vermittelung des nächsten Vorgesetzten an die Procura zu befördern, damit diese ihre Prüfung veranlasse. Eine Abweisung der gemachten Vorschläge ohne eine vorangegangene Prüfung derselben soll nicht stattfinden, wohingegen denn auch erwartet werden muss, dass eine erfolgte Ablehnung dem Betreffenden, auch wenn ihm ausnahmsweise nicht alle Gründe dafür mitgeteilt werden können, genüge und ihm keineswegs Grund zur Empfindlichkeit und Beschwerde gebe. Die Wiederaufnahme eines schon abgelehnten Vorschlages unter veränderten tatsächlichen Verhältnissen oder in verbesserter Gestalt ist selbstredend nicht nur zulässig, sondern empfehlenswert.“

 

Paper Etablierung von Innovationskultur

 

Die vier Möglichkeiten, Ideen einzusammeln

Kurz gesagt: Nehmen Sie die Vorschläge Ihrer Mitarbeiter ernst. Verwechseln Sie das betriebliche Vorschlagswesen nicht mit einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Letzterer beschreibt einen relativ stark strukturierten Ideenfindungsprozess, der innerhalb von Teams stattfindet. Beide Konzepte gemeinsam ergeben das betriebliche Ideenmanagement. An der Methode des betrieblichen Vorschlagswesens mag sich seit der Zeit von Alfred Krupp wenig geändert haben. Die Möglichkeiten, die Kreativität der Mitarbeiter anzuzapfen, sind jedenfalls um ein Vielfaches gewachsen und umfassen im wesentliche folgende Formen: 

  • Ideenbriefkasten: Der Klassiker unter den Tools für die Innovation durch Mitarbeiter ist kostengünstig und schnell umsetzbar. Montieren Sie doch einfach einen oder mehrere Briefkästen, oder einfache abschließbare Boxen an frequentierten Orten Ihres Unternehmens. Dort können Mitarbeiter ihre Ideen entweder anonym oder namentlich gekennzeichnet einbringen. Wichtig ist, dass Sie die Ideenboxen regelmäßig entleeren. Damit signalisieren Sie Wertschätzung gegenüber der Kreativität der Mitarbeiter.
  • Ideenwettbewerb: Diese haben den Vorteil, dass Sie die Kreativität Ihrer Belegschaft in bestimmte Bahnen lenken können. Eine typische Fragestellung kann sein: „Wie können wir unseren Papierverbrauch im Büro innerhalb eines Jahres um 10 Prozent senken?“ Die Ideenbriefkästen können auch hier zum Einsatz kommen.
  • Virtuelle Plattform: Mit dieser Form können Sie auf Ideenbriefkästen verzichten, und so auch Mitarbeiter einbeziehen, die nicht, oder nicht oft im Unternehmen anzutreffen sind. Gastalten Sie diese virtuelle Plattform am besten wie eine Art Facebook, das nur Mitarbeitern vorbehalten ist (Social Intranet). Denn damit können Sie Ideen nicht nur sammeln. Ihre Mitarbeiter können die Vorschläge auch gleich untereinander diskutieren und verbessern. Bieten Sie jedoch trotzdem die Möglichkeit an, anonyme Vorschläge abzugeben.
  • Ideen-Workshop: Diese gegenüber den anderen drei vorgestellten Formen ist wohl die zeit- und ressourcenintensivste, um Ideen von der Belegschaft einzusammeln. Idealerweise besteht ein solcher Workshop aus drei Phasen: Einem Referat, das darüber informiert, worum es geht. Es folgt eine Diskussion zum Thema und zum Schluss werden die Ideen in einer Feedback-Phase eingesammelt.

 

Für welche Form der Innovation durch Mitarbeiter Sie sich letztendlich entscheiden: Sie profitieren auf jeden Fall davon, den Ideenreichtum Ihrer Belegschaft anzuzapfen:

  1. Motivation: Mitarbeiter sind an der Weiterentwicklung des Unternehmens, bei dem sie beschäftigt sind, sehr interessiert. Wenn sie die Zukunft aktiv mitgestalten können, dann erhöht das die Motivation enorm. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Einsatz Ihrer Mitarbeiter auch entsprechend honorieren - materiell, aber auch durch Ihre Anerkennung und Wertschätzung.
  2. Kommunikation: Ideen zu formulieren, und eventuell auch noch miteinander zu diskutieren, fördert die interne Kommunikation. Damit bewahren Sie Ihre unterschiedlichen Abteilungen vor einem Silodenken. Der Zusammenhalt im Unternehmen wird durch Innovation durch Mitarbeiter gestärkt und das Betriebsklima verbessert. Denn: Durch das Reden kommen die Leute zusammen. 
  3. Effizienz: Leerläufe sind in keinem Unternehmen zu vermeiden. In diesen Stehzeiten (Warten am Drucker, auf einen Rückruf, auf den IT-Support, et cetera) können sich Mitarbeiter mit neuen Ideen bzw. deren Diskussion beschäftigen.
  4. Kosten: Betriebliches Vorschlagswesen ist schnell und günstig zu realisieren. Bisweilen reicht auch schon eine E-Mail der Geschäftsführung dafür, welche die Mitarbeiter zum Kreativsein aufruft.
  5. Zugehörigkeit: Gemeinsame Ziele stärken den Zusammenhalt einer Gruppe. Formulieren Sie Innovationen als Ziele. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern, dass Ihre Firma zum Erreichen dieser Ziele ihre Kreativität benötigt. So wird Innovation durch Mitarbeiter ein Werkzeug, dass Ihre Mitarbeiter stärker bindet und die Personalfluktuation reduziert. 
  6. Diskretion: Mit der Innovation durch Mitarbeiter können Sie Lösungen für Probleme finden, mit denen Sie lieber keine Personen außerhalb des Unternehmens behelligen wollen. Das kann viele Gründe haben. Denken Sie nur einmal daran, wenn Sie eine innovative Lösung für internen Diebstahl an der Garderobe oder den Umgang mit Parksündern am Betriebsgelände suchen.
  7. Erfahrung: Je höher das Alter eines Mitarbeiters ist, desto größer ist auch sein Erfahrungsschatz. Diesen können Sie mit einem betrieblichen Vorschlagswesen für Ihr Unternehmen nutzen. Ob ein Mitarbeiter erst ein paar Jahr für Ihr Unternehmen arbeitet oder schon zur langjährigen Stammbelegschaft gehört, ist dabei zweitrangig: Ersterer verfügt über Know-how aus anderen Betrieben oder gar Branchen. Letzterer kennt Ihr Unternehmen und seine Vergangenheit besser als kaum jemand anderer. Beides ist wertvoll.
  8. Expertenwissen: Ihre Belegschaft kennt Ihr Unternehmen am besten. Jeder Mitarbeiter ist zumindest für seine Tätigkeit ein Experte. Als solcher weiß er, welches Problem durch eine Innovation gelöst werden könnte. Dieses wird er Ihnen eher verraten, wenn Sie ihn durch ein betriebliches Vorschlagswesen darum bitten. 
  9. Empowerment: Innovation durch Mitarbeiter kann deren Empowerment erhöhen. Wenn Sie eine Produkt-, Dienstleistungs-, Prozess-, oder gar Marktinnovation zur gemeinsamen Aufgabe erklären, dann fühlt sich jeder dafür mitverantwortlich. Schließlich kommunizieren Sie durch die Aufgabenstellung, dass Sie Ihrer Belegschaft die Lösung auch zutrauen. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Vertrauens-, Informations- und Kommunikationskultur Ihres Unternehmens. 
  10. Abwechslung: Innovation ist die Beschäftigung mit Neuem. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter damit betrauen, dann ermöglichen sie Ihnen auch einen Ausbruch aus der beruflichen Routine. Sie gestalten den Arbeitsplatz jedes Einzelnen mit der Innovation durch Mitarbeiter also abwechslungsreicher.

 

Fazit: Profitieren Sie von den Vorteilen der Innovation durch Mitarbeiter

Mag Open Innovation ein in letzter Zeit sehr modern gewordener Begriff geworden sein und auch abhängig von der verwendeten Methode viele Vorteile bringen. Auf das Hirnschmalz der eigenen Belegschaft sollten Sie aber nicht vergessen. Wie Sie sehen, ist die Liste der Vorteile lang. Freilich: Diese Art, Neues für den Markt zu entwickeln und damit erfolgreich zu sein, ist auch mit Problemen behaftet. Über die Nachteile der Innovation durch Mitarbeiter lesen Sie bald an dieser Stelle. Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie in Ihrem Betrieb ein betriebliches Vorschlagswesen installieren wollen, dann überlegen Sie sich dafür einen zugkräftigen Titel. Denn „betriebliches Vorschlagswesen“ klingt inzwischen derart verstaubt, dass es die Kreativität Ihrer Mitarbeiter zum Verdorren bringen könnte.

Lesen Sie hier über die 10 Nachteile der Mitarbeiter-Innovation. 

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Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

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