<img height="1" width="1" style="display:none;" alt="" src="https://dc.ads.linkedin.com/collect/?pid=1007900&amp;fmt=gif">
de | en

LEAD Innovation Blog

Lesen Sie hier unsere neuesten Beiträge über Innovationsmanagement und Innovationen verschiedenster Branchen.

Datum: 13-Sep-2018

Was ein organisationales Burnout mit Innovation zu tun hat

 

Auch ein Unternehmen kann ein Burnout erleiden: ein paralysierter Zustand, in dem sich nichts mehr positiv verändern lässt. Was das mit Innovation zu tun hat? Sehr viel, denn ein Burnout verhindert Innovation, und Innovation soll ein Burnout verhindern.

 

Wenn eine Organisation in ein Burnout schlittert

Nicht nur Mitarbeiter können ein Burnout erleiden, auch Organisationen können ausbrennen. Vor allem sind alte und große Organisationen anfällig.

Ein organisationales Burnout liegt vor, wenn sich eine Organisation in einem paralysierten Zustand befindet, den sie aus eigener Kraft nicht mehr positiv verändern kann (Definition nach Gustav Greve). Trotz vielen Bemühungen fühlt sich die Organisation gelähmt. Viele mögen die Situation kennen, wenn sich nach dem dritten Change Programm inklusive Re-Organisation nichts signifikant verbessert, sondern die Unsicherheit gestiegen ist. Und das obwohl alle bis am Limit gearbeitet haben.

Ursachen für ein organisationales Burnout sind vielfältig, beispielsweise

  • Ständiger Strategiewechsel und damit einhergehende Instabilitäten und Unklarheiten.
  • Steigende Komplexität und Probleme im Umgang damit.
  • Kompetenzdefizite in den Führungsebenen.
  • Isolation der mittleren Führungsebene zwischen oben und unten, z.B. der Ergebnisdruck führt dazu, dass zu viel in operative und zu wenig in Führungsaufgaben investiert wird.
  • Steigender Ressourcenmangel bei auch steigendem Anspruch und Arbeitspensum streicht jede Qualität und bewirkt eine schleichende Ergebnisverschlechterung und organisierte Erschöpfung.
  • Unrealistische Leistungsvorgaben führen zur Überforderung und Demotivation.
  • Fehlende emotionale Bindung und persönliche Identifikation der Mitarbeiter durch eine negative Führungskultur.
  • Hohe Fluktuationen führen zu Know-How-Abgang und ebenfalls Instabilitäten.
  • Blinde Erfolgsarroganz: Erfolg und Zufriedenheit macht träge und blind und so wird jede Veränderung und Verbesserung abgewehrt.

 

Was hat ein Burnout mit Innovation zu tun?

Ziemlich viel. Denn ein Burnout verhindert Innovation, und Innovation soll ein Burnout verhindern. Innovation ist das Lebenselixier jeder Organisation.

Das Ziel jeder Organisation ist eine lange Lebensdauer und das mit Erfolg, entweder verbunden mit hohen Erträgen oder Wachstum. Das erfordert, dass sich eine Organisation ständig weiterentwickeln und verbessern muss – bekannt als die „Lernende Organisation“.

  • Schnelle Reaktion bei Problemen und Krisen.
  • Hohe Belastbarkeit gegenüber externen Störungen und Probleme.
  • Schnelle und effektives Erkennen und Nutzen von Chancen.

Und das ist auch die Aufgabe der Innovation: das rasche Erkennen von Potentialen und Chancen und deren Nutzung in Form von neuen und verbesserten Produkten, Dienstleistungen, Geschäftsmodellen oder Prozessen. Daher ist Innovation das Elixier jeder Organisation.

 

Steigende Anforderungen an die Innovationstätigkeit

Aber der Druck ist immens gewachsen. Kleine Innovationen reichen nicht mehr. Gewann man früher mit inkrementeller Innovation eine Wertsteigerung des Unternehmens, bringt sie heute maximal einen kurzfristigen Halt.

Die Anforderungen durch den raschen, teils turbulenten Wandel, sind höher: Kundenanforderungen ändern sich rascher. Produktlebenszyklen werden kürzer. Und neue Wettbewerber tauchen unerwartet am Markt auf.

Will man den Wert des Unternehmens nachhaltig und signifikant steigern, gibt es nur eine Möglichkeit: die Suche nach neuen Wachstumsquellen, meist radikalen und disruptiven Innovationen.  

Anforderungen Innovationen

Bildquelle: LEAD Innovation 

 

Ein Burnout macht Innovationen unmöglich

Kämpft allerdings eine Organisation mit Burnout-Symptomen, wird jede Innovation blockiert. Gelähmte und verkrustete Strukturen machen das Unternehmen nahezu handlungsunfähig und verhindern jede positive Veränderung. Alle Innovationsbemühungen sind zwecklos.

Daher ist die Basis jeder Innovation eine gesunde Organisation, wo Neues willkommen ist und die die Veränderungsfähigkeit und Umsetzungskraft hat, Neuerungen zu nutzen.

 

In einer gesunden Organisation kommen Innovationen fast von selbst

Es scheitert nicht an Technologien oder Prozessen, sondern an den Menschen und Organisationen. Das beweist auch die Vergangenheit mit Geschichten von Kodak oder Nokia. Denn dort hat es nicht an Technologien oder Ideen gemangelt.

Es ist die oberste Agenda, an der Leistungsfähigkeit und Stärke einer Organisation zu arbeiten. Denn dann passieren Innovationen nahezu von selbst, es braucht nur mehr Initialzündungen und keine Kämpfe mehr.

Um die Kraft einer Organisation zu erhöhen und um ein Burnout präventiv zu vermeiden braucht es vor allem eine starke Führungsarbeit von ganz oben. Allen voran zählt

  • die Strategie, die Klarheit und Orientierung für alle schaffen soll.
  • die Kultur, die die Zusammenarbeit, Motivation, Engagement etc. fördern soll. Und eine Innovationskultur, die Nährboden für Verbesserungen ist.

 

 

Stärken einer gesunden Organisation

Eine gesunde Organisation zeichnet sich durch Resilienz, Widerstandskraft und Stärke aus, und schafft es auch unter erschwerten Bedingungen als Gewinner hervorzugehen:

Das wird sichergestellt durch

  • Vorbeugung: Unerwartete Veränderungen und Krisen haben schon so manches Unternehmen schwer getroffen. Organisationen müssen eigene Schwächen und Angriffsflächen und schwache Signale für Bedrohungen aber auch Chancen (Trends, Veränderungen, Ideen, neue Bedürfnisse, neue Wettbewerber …) frühzeitig erkennen und proaktiv reagieren.
  • Innovations- und Veränderungskraft: Um Probleme lösen und erkannte Chancen nutzen zu können, müssen Organisationen schnell und effektiv reagieren können. Die Umsetzungsstärke einer Organisation ist der Erfolgsfaktor.
  • Agilität: Da man die Zukunft mit einer Glaskugel nicht voraussagen kann, kann man auch nicht alle Eventualitäten vorbeugen. Daher muss eine Organisation auch flexibel sein und rasch den Kurs anpassen können. Schnelle Entscheidungen und Handlungen gepaart mit Stabilität sind das Credo.

Der Erfolg entscheidet sich im Unternehmen. Es ist vergleichbar mit einem Fußballspiel. Die externen Bedingungen sind im Prinzip für alle Unternehmen gleich, gewinnen wird allerdings das bessere Team.

 

Innovation als Teil jeder Stellenbeschreibung

Wie man erkennen kann, sind viele dieser Aufgaben auch Teil der Innovationsmanagement-Agenda. Doch das sind nicht die Aufgaben einzelner Akteure, sondern muss in der Unternehmens-DNA für alle eingraviert sein.

Innovation darf nicht nur Aufgabe eines Innovationsmanagers oder der F&E-Abteilung sein, sondern muss Teil jeder Stellenbeschreibung sein.

 

Fazit: Was ein organisationales Burnout mit Innovation zu tun hat

Stillstand ist Tod. Strategie und Kultur sind die wichtigsten Hebel um ein organisationales Burnout zu vermeiden und um die Innovationskraft einer Organisation zu nutzen. Nur so gelingt es Unternehmen, auch in turbulenten Zeiten als Gewinner hervorzuragen. Dabei muss Innovation auf die Agenda aller Mitarbeiter, denn Innovation ist letztendlich das Lebenselixier jedes Unternehmens.

New Call-to-action


Quelle: Organizational Burnout: Das versteckte Phänomen ausgebrannter Organisationen von Gustav Greve, 2. Auflage 2012, Springer Gabler Verlag

Angela HENGSBERGER

Born and raised in Vienna. Since 2012 she has been in charge of Business Development at LEAD Innovation with the functions marketing, sales and communication.

Sie möchten mit uns arbeiten?

Gerne beraten wir Sie über eine mögliche Zusammenarbeit, um auch Ihr Innovationsmanagement zukunftssicher zu gestalten.

jetzt kontaktieren