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Digitalisierung des Handwerks - Ihre Wichtigkeit und warum sie noch immer Skepsis auslöst

Digitalisierung des Handwerks

Fortwährende Innovationsprozesse in der Technologie sorgten für eine rasante Entwicklung in der Wirtschaft. Ein steigender Informationsfluss durch das Internet sorgt für immer schnellere Datenübermittlung und lässt Geschäftsprozesse viel einfacher planen und von der Hand gehen als noch vor einigen Jahren. Während die Informations- und Kommunikationstechnologie, gefolgt von der Medien- und Unterhaltungsbranche, schnell den Absprung schafften, sieht es bei Industrie, Logistik und Handwerk noch eher schleppend aus. Doch immer mehr junge Unternehmer versuchen genau dies zu ändern.


Was war vor der Digitalisierung?


Gerade im Handwerk besteht ein großer Bedarf an Aufklärung. Bis vor kurzem gab es nur wenige zuverlässige Internetseiten, auf denen ein Kunde hilfreiche Informationen zu handwerklichen Fragen finden kann. Meist landeten sie auf schleierhaften Handwerkerforen, die statt aufzuklären, oftmals Verunsicherung auslösten. Um an Informationen zu kommen, war es unumgänglich, den örtlichen Handwerker um Rat zu bitten. Vergleiche zu anderen handwerklichen Meinungen nur schwer einzuholen. Prozesse brauchten lange Beratungs- und Überlegungszeiten, bis es letztendlich zu einem Abschluss kam.

Dies war nicht nur für den Kunden, sondern auch für den Handwerker selbst nachteilig. In der Zeit, in der er den Kunden häufig besuchte, um die gleiche Angelegenheit ein weiteres Mal zu erläutern, hätten weitere Kunden bedient werden können. Und von diesen gibt es zahlreiche. Jeder Eigentümer und Mieter ist auf das Handwerk angewiesen.

 

Wieso ist die Digitalisierung im Handwerk so wichtig?

 

Um mehr Effizienz für Leistungsnehmer und -erbringer zu erreichen, war eine Digitalisierung des Wissens und der Prozesse unbedingt notwendig. Die Möglichkeit sich schon vor dem Gespräch mit dem örtlichen Betrieb informieren zu können, spart Zeit und verkürzt demnach den Kaufprozess. Mehr Transparenz sorgt für eine bessere Übersicht der Angebote, gewährleistet Wettbewerbsdruck und eine Regulierung der Marktsituation. Der Kunde kann sich sicher sein, keine überteuerten Angebote zu erhalten.


Wieso stehen viele Menschen der Digitalisierung des Handwerks skeptisch gegenüber?


Betrachten wir das ganze einmal aus Kundensicht: „Ein Angebot über das Internet einholen? Sich in technischen Fragen telefonisch beraten lassen? Statt einer Hausbegehung eine Visualisierung der Umgebung per Fotos?” Viele Menschen befürchten, dass durch die Schnelligkeit und Kostensenkung der Prozesse, die Wertigkeit des Produktes sinkt. Doch falsch! Gerade durch die Digitalisierung kommt es für den Kunden nicht zu Nachteilen, sondern zu immer neueren Erkenntnissen und Übersichtlichkeit der Betriebe. Sogar ganz im Gegenteil, die Kunden profitieren von der Digitalisierung. Durch das Internet ist das Einholen einer direkten professionellen Beratung möglich ohne sich zuvor terminlich absprechen zu müssen. Gutes Beispiel für einen solchen Ablauf ist das junge Unternehmen Kesselheld. Sie führen den Heizungsbau in das digitale Zeitalter.

 

Wie denkt das Handwerk selbst über Digitalisierung?


Noch viel skeptischer als die Kunden, sind jedoch die Handwerksunternehmen selber. Viele befürchten, dass ihnen das Internet das Geschäft verschlechtern könnte. Mehr Wettbewerbsdruck könnte zu Dumpingpreisen, Qualitäts- und Arbeitsverlust führen. Das gute alte Handwerk in Verruf geraten. Doch solche Behauptungen sind haltlos. Bei genauerer Beschäftigung mit den Möglichkeiten, die aus der Digitalisierung entstehen, lassen sich die zahlreichen Vorteile schnell erkennen.

 

Vorteile der Digitalisierung

 

Es stimmt, dass es zu gesteigertem Wettbewerb kommt, allerdings wird dieser durch den gesenkten Arbeitsaufwand für Beratungsgespräche leicht ausgeglichen. Zu einem Arbeitsverlust wird es ebenfalls nicht kommen. Schließlich bleibt das Handwerk, wie der Name es schon sagt, ein Beruf, der mit der Hand auszuführen ist. Handwerker werden immer benötigt. Der letzte Kritikpunkt ist ebenso falsch. Die Qualität wird keinesfalls unter dem Innovationsprozess leiden. Im Gegenteil: Durch höhere Transparenz und mehr Wettbewerb wird die Qualität der handwerklichen Leistungen noch gesteigert.

 

Fazit - die Digitalisierung des Handwerks

 

Die Digitalisierung ist in vollem Gang. Dass dies durchaus positiv ist, zeigen die zahlreich angesprochenen Vorteile. Unabhängig davon, ob dem innovativen Vorgang eine positive oder negative Einstellung entgegensteht, jeder Kunde sowie Handwerker sollte sich auf eine Verlagerung der Prozesse in das Netz einstellen. Das Zeitalter der Digitalisierung hat auch das Handwerk erreicht.

 

Autorin:

Lea Hoffmann

Bachelorstudentin Internationale BWL, WHU-Otto Beisheim School of Management,

Online Redakteurin bei Kesselheld 

 

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Topics: Sanitär Innovationen